Wolfgang Wittenburg

 

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° Journalist

 

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PRESSEBÜRO


WITTENBURG


TV-Tipps November 2020

„Falk (1/6)“, Di., 24.11, 20.15 Uhr, ARD

Sechs neue Folgen des Düsseldorfer Dandy-Anwalts Falk (Fritz Karl) kommen nun als Doppelfolgen – mit „Ehehygiene“ geht es los und darin wird Herr Kirchhof (Felix Vörtler) von Frau Kirchhof (Barbara Philipp) gebissen – und beide Eheleute wissen nicht, warum. Was sie allerdings genau wissen, das ist, dass das aufhören muss, weshalb man „Falk“ bittet, eine entsprechende Unterlassungserklärung aufzusetzen. Seine Mit-Anwältin Sophie Offergeld (Mira Bartuschek) hingegen sieht sich mit einem seltenen Fall von Arbeitsrecht konfrontiert. Statikerin Siegrid (Angelika Richter) ist bei der Arbeit eingeschlafen, dabei vom Stuhl gefallen und hat sich die Nase gebrochen. Ihre Chefin sieht partout nicht ein, dass es sich dabei um einen Arbeitsunfall handelt und hat Siegrid gekündigt. Was für ein Typ ist „Falk“ und was mag Hauptdarsteller Fritz Karl an ihm? „Die Figur heißt Falk Falk, der Vorname ist wie der Nachname. Wir haben für die ersten Folgen lange an dieser Figur gearbeitet und sie gemeinsam zusammengebastelt. Wir, das sind Drehbuchautor Peter Güde, Redakteurin Caren Toennissen, Regisseurin Pia Strietmann und Regisseur Peter Strauch. Mir war dabei wichtig, ich wollte nicht nur einen Anwalt spielen, sondern ich wollte vor allem einen Dandy spielen.“

Hinweis: Die nächsten vier „Falk“-Filme kommen in Doppelfolgen am Di., 1. und 8.12., ab 20.15 Uhr, ARD

„Einer wie Erika“, Mi., 25.11, 20.15 Uhr, ARD

Erika Schinegger ist schon immer etwas Besonderes gewesen. Bei ihrer Geburt schaut die Hebamme einen Moment länger hin als üblich, bevor sie ein „Mädchen“ verkündet. Der Vater, ein Landwirt in Kärnten, ist enttäuscht, er hatte sich auf einen Sohn gefreut. Die Mutter ist glücklich, ein gesundes Kind zu haben. Ein wilder Feger, der sich bald mehr für das Innenleben des Traktors auf dem elterlichen Hof interessiert als für Puppen oder Kleider. Das gibt ständig Ärger. Erika selbst spürt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Das sieht sie allein schon beim Blick in den Spiegel. Doch sonst fällt niemandem etwas auf. Erika wird eine begeisterte Skifahrerin. Sie fährt wilder und schneller als alle anderen Mädchen; wird ins Nationalteam aufgenommen. 1966 wird sie Weltmeisterin im Slalom. Der Triumph hält bis zu dem Tag, an dem auch im Sport vor der Olympiade in Grenoble der sogenannte "Sex-Test" eingeführt wird. Und von einem Moment auf den anderen wird Erikas Welt komplett auf den Kopf gestellt: Die Chromosomenauswertung ist eindeutig - E. Schinegger ist männlich. Und das System, das Erika erst ins Rampenlicht gezerrt hat, zeigt nun schnell, aus welchem Holz es wirklich geschnitzt ist. Sie wird genötigt, „freiwillig“ aus der Nationalmannschaft auszuscheiden und auf die Olympia-Teilnahme zu verzichten. Skrupellose Funktionäre bedrängen Erika, sich mit einer „völlig unkomplizierten“ OP endlich ganz zur Frau machen zu lassen. Ein 19-jähriger Mensch steht plötzlich völlig alleine da im riesigen Trümmerhaufen seines jungen Lebens. Eine wahre Geschichte über gesellschaftliche Konventionen und Gender-Verständnis. Die Geschichte einer persönlichen Befreiung.

„4 Könige“, Mi., 25.11, 20.15 Uhr, ARTE

Ungewöhnlicher TV-Film von 2015: Aus unterschiedlichen Gründen sind vier Jugendliche in der Jugendpsychiatrie gelandet. Lara hat ein Drogenproblem, Alex hat sich selbst verletzt, Timo kann seine Aggression nicht bändigen, Fedja ist starr vor Angst. Obwohl ihr Psychiater ihnen freigestellt hat, an Weihnachten nach Hause zu gehen, bleiben sie in der Klinik, da es ihrer Meinung nach überall besser ist als bei ihren Familien. Und selbst Fedja, der eine solche Heidenangst vor Timo hat, dass er aus dem Fenster springt, schließt sich den anderen an. Alles könnte gut sein, wenn da nicht Schwester Simone wäre, der der laxe Therapiestil gründlich missfällt.

„Ziemlich russische Freunde“, Fr., 27.11, 20.15 Uhr, ARD

Ziemlich netter, unterhaltsamer und auch süßer Freitagsfilm aus Wiesbaden: Dort machen Bernd (Oliver Mommsen) und Daniela Weigel (Susanna Simon) mit dem Verkauf eines Baugrundstücks nicht nur ein gutes Geschäft, sondern auch die Bekanntschaft mit den glücklichen Käufern. Das Ehepaar Viktor (Jevgenij Sitochin) und Svetlana Galkin (Katerina Medvedeva) möchte auf den frisch erworbenen 1.000 Quadratmetern in bester Lage endlich ein Haus für ihre ganze Familie bauen. Dem hochprozentigen Umtrunk der Weigels und Galkins folgt schon bald ein böses Erwachen: Auf dem Baugrund könnte jederzeit eine Bombe hochgehen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Um den 250-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg kostenneutral zu entsorgen, macht sich Viktor selbst ans Werk und bittet Bernd um Hilfe. Glücklicherweise endet die Do-It-Yourself-Aktion ohne Explosion, trotzdem geht die geheime Männeraktion gehörig schief. Übrig bleibt eine satte Rechnung für den polizeilichen Großeinsatz – und beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Nicht jedoch die Liebe, denn Bernds Sohn Johannes (sehr gut: Anton von Lucke) und Viktors Tochter Irina (sehr gut: Barbara Prakopenka) sind sich in der Zwischenzeit näher gekommen. Um eine gemeinsame Zukunft zu haben, müssen sie den erbitterten Streit ihrer Eltern schlichten. Hilfe kommt von Oma Ljudmila (Natalia Bobyleva) und Opa Reginald (Wolfgang Stumph – erster Auftritt nach 32 Minuten), die auf ungewöhnliche Methoden setzen, um das Geld aufzutreiben.

„Das Verhör in der Nacht“, Fr., 27.11, 20.15 Uhr, ARTE

Die ersten acht Minuten kommt dieser mittelmäßige ZDF-Film (kommt am Mo., 30.11. im ZDF und entstand nach dem Theaterstück „Heilig Abend“ von Bestseller- und hier auch Drehbuchautor Daniel Kehlmann) ziemlich ohne Worte aus. Dann entspinnt sich ein in einem menschenleeren Berliner Hotel „Das Verhör in der Nacht“: Ein Polizist, eine Terrorverdächtige und eine tickende Uhr: Die Philosophie-Professorin Judith (Sophie von Kessel) wird auf dem Weg zum weihnachtlichen Familienessen aufgehalten und dann in ihrem Hotelzimmer verhört. Sie soll mit ihrem Ex-Mann einen Bombenanschlag geplant haben. Dem Polizisten vom Staatsschutz Thomas (Charly Hübner) bleibt nur wenig Zeit, um zu ermitteln, wo die Bombe – wenn es sie denn gibt – deponiert wurde, um diese dann zu entschärfen. Das Verhör entwickelt sich zum fesselnden Wortduell zwischen den beiden Kontrahenten. Fünf Minuten vor Ende dieses doch sehr langatmigen TV-Films darf Frau Professor ihren einzigen Anruf tätigen, dieser umfasst ebenfalls nur fünf Worte – und gilt ihrem Ex-Mann.

„Wilsberg – Alles Lüge“, Sa., 28.11, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Uwe Schäfer
Foto: ZDF - Uwe Schäfer

Nächster Einsatz für den kauzigen Münsteraner Antiquariats-Betreiber und Privatdetektiv: Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und Ekkehard „Ekki“ Talkötter (Oliver Korittke) werden unversehens in einen Fall von Cybermobbing und Fake News verstrickt. Es geht um Verleumdungen, bezahlte Lügenkampagnen und verletzte Gefühle. Auf dem Wochenmarkt wird Ekki von einem säumigen Steuerzahler angegriffen. Der Zeuge Paul Schlächter (Wolfgang Maria Bauer) stürzt bei dem Versuch, Ekki zu helfen und verletzt sich leicht. Wilsberg bringt ihn kurzerhand zu der Ärztin Dr. Britta Lüders (Brigitte Zeh). Sie bittet Wilsberg um Hilfe, denn ein ehemaliger Patient verbreitet im Netz Lügen über die Ärztin. Wilsberg verspricht, den Fall unter die Lupe zu nehmen.

„Tatort – In der Familie (1/2)“, So., 29.11, 20.15 Uhr, ARD

Runde 50 Jahre gibt es den „Tatort“ in diesem Jahr – Gratulation – und deshalb gibt es zum Jubiläum nun einen zweiteiligen Fall, den sich in Teil 1 die Dortmunder Ermittler Martina Bönisch (Anna Schudt) und Peter Faber (Jörg Hartmann) und die Münchner Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl (mehr in Teil 2) in einer Zusammenführung teilen: Eigentlich wollte die Familie nur eine kleine Trattoria in Dortmund führen, doch dann kamen sie mit der Organisieren Kriminalität aus der italienischen Heimat des Mannes Luca in Verbindung. Daraus entspinnt sich allzu flott eine brutale und blutreiche Geschichte, an deren Ende von Teil 1 erstmal die deutsche Mit-Trattoria-Betreiberin Juliane und Mutter der 17-jährigen Tochter Sofia (gut: Emma Preisendanz) sterben muss. Ein Manko: Leider gibt es in jedem Teil mindestens einen groben Fehler in der Herstellung – in Teil 1 schreibt Juliane im Auto für ihren Mann Luca mit rosa Textmarker auf einen Zettel: „Du musst die Lieferung absagen!“ – und in der Totale steht der Satz plötzlich ganz anders darauf zu lesen … Und beide Münchner kommen nach Dortmund, aber nur Kommissar Faber findet in Teil 2 den Weg an die Isar.

Hinweis: Der zweite Film „Tatort – In der Familie“ kommt am So., 6.12., 20.15 Uhr, ARD

„Das Verhör in der Nacht“, Mo., 30.11, 20.15 Uhr, ZDF

Die ersten acht Minuten kommt dieser mittelmäßige ZDF-Film (nach dem Theaterstück „Heilig Abend“ von Bestseller- und hier auch Drehbuchautor Daniel Kehlmann) ziemlich ohne Worte aus. Dann entspinnt sich ein in einem menschenleeren Berliner Hotel „Das Verhör in der Nacht“: Ein Polizist, eine Terrorverdächtige und eine tickende Uhr: Die Philosophie-Professorin Judith (Sophie von Kessel) wird auf dem Weg zum weihnachtlichen Familienessen aufgehalten und dann in ihrem Hotelzimmer verhört. Sie soll mit ihrem Ex-Mann einen Bombenanschlag geplant haben. Dem Polizisten vom Staatsschutz Thomas (Charly Hübner) bleibt nur wenig Zeit, um zu ermitteln, wo die Bombe – wenn es sie denn gibt – deponiert wurde, um diese dann zu entschärfen. Das Verhör entwickelt sich zum fesselnden Wortduell zwischen den beiden Kontrahenten. Fünf Minuten vor Ende dieses doch sehr langatmigen TV-Films darf Frau Professor ihren einzigen Anruf tätigen, dieser umfasst ebenfalls nur fünf Worte – und gilt ihrem Ex-Mann.

 

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