Wolfgang Wittenburg
° Autor
° Journalist
° Sprecher
PRESSEBÜRO
WITTENBURG

Wiederholung vom Mo., 4.3.2024, 20.15 Uhr, ZDF: Montagskrimi aus dem Ländereck Deutschland-Österreich – und die sind wie auch dieser meist gut: Dort findet Jana Wenzel (Adine Vetter) ihren Ehemann Christoph erdrosselt auf. Aus der geheimen Instrumentensammlung des Ermordeten fehlt eine seit Jahrzehnten verschollene Stradivari: es ist die „Messias“. Ein Mythos besagt, dass derjenige, der diese Violine spielt, eines gewaltsamen Todes sterben wird … Hat hier der Fluch seinen Tribut gefordert, oder ist das Mordmotiv doch eher weltlich? Das Opfer war Kunde eines Hehler-Rings für antike Instrumente. Und dessen Anführer Antonio Zübert wurde Jahre zuvor von einer verdeckten Ermittlerin überführt, an der er Rache zu nehmen droht: es ist Co-Ermittlerin Luisa Hoffmann (Alina Fritsch). Als Luisa Hoffmann – mit hörgeschädigter Tochter – plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, muss sie nicht nur um ihr Leben fürchten. Auch ihre Vertrauensbeziehung zum deutschen Ermittler-Kollegen Micha Oberländer (Matthias Koeberlin) wird auf eine harte Probe gestellt und auch der Austria Mit-Ermittelnde Thomas Komlatschek (Hary Prinz) zweifelt.
Bundesweit stöhnen Kommunen seit Jahren über einen steigenden Mangel an finanziellen Zuwendungen vom Bund – Kürzungen von Geldmitteln in vielen Bereichen sind die bitteren Folgen. Die Dokumentation „Kassensturz – Kommunen vor dem Kollaps“ aus der Reihe „ARD Story" hat ein Jahr lang vier Orte exemplarisch für viele deutsche Städte durch die aktuelle Misere begleitet. Am Beispiel Kiel, Karlsruhe und Ludwigshafen verdeutlicht der Film die Ursachen und bietet mit Gera ein gutes Gegenbeispiel. Die Herausforderung dieser Doku zwischen Sparplänen und Hoffnungsschimmer ist, dass es zum einen ein sehr vielschichtiges, komplexes Thema ist, das sich auch stetig während der Entstehung des Filmes verändert hat. Zum anderen ging es darum, aus einem eher trockenen Thema einen Film zu machen, der auch die menschliche Seite zeigt und die Konsequenzen der Finanzkrise für uns alle im Alltag. Katharina Singers Fazit zum Projekt: „Leider sind wir erst am Anfang der Krise und leider gibt es auch nicht ,die‘ Lösung. Was ich gelernt habe: jeder ist gefordert sich in der heutigen Gesellschaft einzubringen, damit wir auch durch Krisen wie diese kommen. Es gibt vieles im Kleinen, was wir tun können.“ So verbreiten im Film denn auch die „Stay in Gera“-Influencer Jeremias und Fabio bei der Eröffnung vom Hofwiesenbad mehr Hoffnung, als Bundespolitiker Frei aus Berlin. Ein großes Glück am Rande der aufwändigen Doku war für Regisseurin Singer die angenehm begleitende Stimme von Anna Thalbach, denn „die Schauspielerin war meine absolute Wunsch-Sprecherin.“
Der Einstieg in den Arbeitsmarkt wird zunehmend schwieriger. Diese Erfahrung machen immer wieder auch Akademiker*innen, trotz guter Abschlüsse und hoher Qualifikation. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Studium der Garant für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben war. Für viele Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen hat sich dieses „Versprechen“ relativiert. Mit der nötigen Sensibilität berichtet die interessante „ZDF.reportage“ über eine Generation zwischen Frustration, Unsicherheit und Mut zur Veränderung. Der Film soll auch ein Zeichen sein gegen Ghosting, plötzlichen und kommentarlosen Kommunikations-Abbruch, denn alle Betroffnen verbindet die menschliche wie professionelle Unart, dass sie auf Hunderte von Bewerbungen meist nicht mal eine Antwort bekommen haben. „Ich persönlich würde mir wünschen, dass das Thema Ghosting bei den Firmen ernster genommen wird und ein Ende findet, da es wirklich schwer zu verkraften ist für die Betroffenen“, hofft Filmemacherin Birthe Franke. Besonders an diesem Projekt war für die Regisseurin, dass sie in kurzer Zeit viele junge Menschen kennengelernt hat, die für sie trotz ganz unterschiedlicher Biografien und Branchen eines gemeinsam haben: Biss, aber auch Frust. Der Film vermittelt einen neuen Einblick in verschiedene vermeintlich sichere Branchen – leider aber mit der Erkenntnis, dass Motivation alleine momentan nicht ausreicht. Für einen fast schon zu harmonischen Ausstieg aus dem brisanten Thema, sorgt das Schlussbild der Reportage: Da sitzen Suna („Perspektivlosigkeit stört mich am meisten!“) und ihr Studienfreund Timo in Gelsenkirchen im Emscher Landschaftspark – und das einzig aufstrebende ist im Bild die Himmelstreppe an der Halde Rheinelbe.

Wiederholung vom Mo., 23.12.2024, 20.15b Uhr, ZDF: Sylt-Krimi – Kurz bevor das alte Abrisshaus am Watt für einen Übungseinsatz der Sylter Ortsfeuerwehren künstlich in Brand gesetzt werden soll, findet Wehrführer Bosse Iwersen (Thomas Niehaus) eine weibliche Leiche. Wieso war sie seinem Kollegen Kjell Lassen (Lasse Myhr) bei der Überprüfung des Hauses nicht aufgefallen? Wer ist die Tote überhaupt? Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) wartet währenddessen in der kleinen Buchhandlung von Marion Petersen (Judith Döker) auf die Lesung der Inselschreiberin Silke Kasper (Rosa Thormeyer). Bis auf den Stuhl vor Sievers ist die Lesung voll besetzt. Silke Kasper hat sich den alten Sagen der Insel gewidmet. Doch die Autorin erscheint nicht. Wie auch, sie ist die Tote aus dem Abrisshaus.

Wiederholung vom Mi., 28.12.2024: Wegen des großen Publikums-Erfolges hat sich das ZDF … nur auf Raten von Kommissar Stubbe verabschiedet – und hier kommt wieder ein neuer Krimi aus Dresden: Christiane Stubbe (Stephanie Stumph) interviewt als freie Journalistin die Fahrradkurierin Sonja (Ella Morgen) zu den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen eines Essenslieferdienstes. Am nächsten Morgen wird Sonja tot aufgefunden – und Christiane heuert verdeckt als Fahrradkurierin bei „Saxonia Food“ an. Wilfried Stubbe (Wolfgang Stumph), nun Kommissar im (Un)-Ruhestand, ermittelt parallel zusammen mit seiner Enkelin Caro in Fällen gestohlener Fahrräder. Stubbes langjährigem Freund Norbert (Dietrich Hollinderbäumer) wurde sein nagelneues E-Bike mithilfe einer perfiden Methode von einer jungen Frau entwendet. Und in einer Gastrolle ist Francis Fulton-Smith zu sehen.

Wiederholung vom Sa., 15.1.2022, 20.15 Uhr, ZDF: Die Münsteraner Polizei will sich modernisieren und erwägt, bei Ermittlungen die genetische Ahnenforschung mit einzubeziehen. Deshalb scheint Overbecks große Stunde nun gekommen zu sein. Kommissarin Anna Springer (Rita Russek) kann mit diesen neumodischen Ermittlungsstrategien zwar wenig anfangen, Kriminalrat Schaaf allerdings freut sich, wenn er sich durch bahnbrechende Innovationen profilieren kann. Daher übergibt er Overbeck (Roland Jankowsky) die Leitung einer neu eingerichteten Taskforce.Overbeck nimmt sich als erstes den zehn Jahre alten Fall der ermordeten Nadja Hesselmeier vor. Dank der genetischen Datenbank des Ahnenforschungsinstituts stößt er schon bald auf einen Verwandten des Täters, der fast 25 Prozent seiner Gene teilt: Es ist Wilsbergs Dauerfreund Ekki Talkötter (Oliver Korittke). Der ist vollkommen verwirrt, als Overbeck im Finanzamt Münster vor ihm steht und wissen will, wo sein Bruder sei … Die Technik und die Sicherheit, die Overbeck ausstrahlt, lassen Ekki zweifeln. Er hat doch gar keinen Bruder. In seiner Not wendet sich Ekki an seinen Freund Wilsberg. Zusammen machen sich Wilsberg und Ekki auf die Suche nach dem verlorenen Talkötter.
Nicht nur beim Besuch von Massen-Events wie dem Münchner Oktoberfest, auch das tägliche Jogging im Stadtpark ist bei vielen von einem unbehaglichen Gefühl begleitet. Mit der Sicherheit in deutschen Städten befasst sich die ZDF-Reportage „plan b: City vibes – Wie machen wir unsere Städte sicherer?“. Am Beispiel von München, Berlin, Bremen und Wien zeigt der Film Möglichkeiten einer Verbesserung, die dort umgesetzt werden. Eine gekonnte Bündelung von aktuellen Fakten und neuen Ideen macht die „plan b“-Doku besonders interessant. Die Frage aus dem Titel beantwortet die Doku laut der Berliner Regisseurin Babette Hnup „nicht mit einem einfachen Ja oder Nein.“ Vielmehr zeige sie, dass Sicherheit aus vielen Bausteinen besteht. „Mein Fazit aus dem Film lautet: Absolute Sicherheit wird es nie geben. Städte können jedoch so gestaltet werden, dass sich Menschen sicherer fühlen und Risiken reduziert werden. Genau diese unterschiedlichen Wege und Lösungen zeigt unser Film“, sagt Hnup. Und wer sich mit der Klimatisierung als zweite zentrale Stellschraube befassen möchte, dem sei empfohlen der Teil zwei „plan b: City vibes – Wie kühlen wir unsere Städte ab“ am Sonntag, 5. Juli 2026, um 15.30 Uhr im ZDF.

Wiederholung vom Mo., 6.5.2029, 20.15 Uhr, ZDF: Film der deutschen „Wonderwoman“ und das ist im ZDF Kriminalhauptkommissarin Sarah Kohr (Lisa Maria Potthoff) vom KDD (Kriminaldauerdienst) Hamburg: 3 Tote in den ersten 3 Film-Minuten, dies muss erstmal einer nachmachen (wenn das denn ein Ziel sein soll)! Was passiert? Im Prozess gegen den ukrainischen Waffenschieber Artem Lasarew (sehr böse: Ulrich Matthes) hat Staatsanwalt Anton Mehringer (Herbert Knaup) schlechte Karten: Sein wichtigster Zeuge soll sterben. Um einem realen Anschlag zuvorzukommen, spielt Sarah Kohr für Mehringer eine Attentäterin; der Zeuge, angebliches Opfer ihres „tödlichen" Angriffs, ist durch diesen spektakulären Fake in Sicherheit. Doch während der Staatsanwalt glaubt, nun die Fäden in der Hand zu halten, begreift Sarah durch ihre Beteiligung schnell, dass Mehringer seinen in Untersuchungshaft einsitzenden Gegner Lasarew unterschätzt. Die Tochter eines der Personenschützer des Zeugen ist entführt worden. Sarah Kohr kennt den einsitzenden Waffenschieber als einen hochgefährlichen, skrupellosen Menschen, der das Mädchen von seinen Handlangern töten lassen wird. Die Zeit läuft.

Wiederholung vom Mo., 7.2.2022, 20.15 Uhr, ZDF: Ziemlich heftig (und mit eher geschmackloser Erinnerung an die Oetker-Entführung von früher) ist der nächste Fall / Film für die Kripo Flensburg, der viel in Gelting und Kroonsgard – und nach 57 Minuten auch vorm Leuchtturm Falshöft spielt. Denn als an einem kalten Herbstabend der achtjährige Jimmy Russ (dessen Vater Christian spielt Stephan Grossmann) mit dem Familienhund aus einem Feriendorf verschwindet, stehen die Ermittler um Jana Winter (Natalia Wörner) und Matthias Hamm (Ralph Herforth) vor einem Rätsel. Es gibt keine Spur, keine Anhaltspunkte und auch kein Motiv. Doch die Vermutung, es könne sich um ein Unglück handeln, verpufft, als Jana Winter am Strand wenig später den erdrosselten Hund der Familie findet. Nun sind sie sicher: Jimmy wurde das Opfer eines Verbrechens. Nur: Wo sollen sie suchen? Die Antwort kommt prompt: im Internet. Online verbreitete Bilder dokumentieren den Mord an einem als vermisst gemeldeten 18-Jährigen. Während die dänische Mit-Ermittlerin Alwa sich in die Darknet-Szene einarbeitet, ermitteln Jana und Team in der realen Welt. Als ein zweiter Mord im Internet angekündigt wird, müssen die Kommissare live mit ansehen, wie eine Rentnerin (wie sich später herausstellt nahe des AKW in Brockdorf) zum neuesten Opfer des „Online-Killers“ wird. Es kommt daraufhin zu einer Kurzschlusshandlung – mit bedrohlichen Folgen.