Wolfgang Wittenburg

 

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° Journalist

 

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PRESSEBÜRO


WITTENBURG


TV-Tipps Januar 2022

„Fantomas gegen Louis de Funés“, Fr., 28.1., 21.45 Uhr, ARTE

52 Minuten Dokumentation von ARTE France – Fantômas inspirierte über ein Jahrhundert lang die Kreativen: Maler, Dichter, Comic-Autoren und natürlich auch Filmemacher entlehnten die Figur. Über die Kriminalgeschichten hinaus warfen die ursprünglichen „Fantômas“-Romane aus der Perspektive der Unterwelt, der Randgruppen und der Schattenzonen einen kritischen Blick auf die Gesellschaft. Mit jeder Neuinterpretation wurde die Figur moderner. Aber Fantômas ist ebenso wenig ein Held des Jahres 1911, wie er im Frankreich der 1960er-Jahre mit Marais/Demongeot/de Funès verankert ist. Fantômas steht für jede Epoche der Vergangenheit und der Gegenwart.

„Kolleginnen – Das böse Kind“, Sa., 29.1., 20.15 Uhr, ZDF

Neuer „Samstagskrimi“ aus Berlin – mit zwei sehr unterschiedlichen Ermittlerinnen: Am Fundort der Leiche eines jungen Mannes trifft Irene Gaup (Caroline Peters, früher „Mord mit Aussicht“ im Ersten) auf ihre neue Kollegin. Ausgerechnet Julia Jungklausen (gespielt von Jürgen-Vogel-Freundin Natalia Belitski), die junge Geliebte ihres Noch-Ehemanns Staatsanwalt Hans Gaup (Götz Schubert). Die Leiche wird auf einem abgelegenen Selbstversorger-Hof zwischen Berlin und Brandenburg gefunden. Was aber brachte den 18-jährige Korbinian aus Berlin-Wedding dorthin. Auf dem Hof scheint ihn niemand zu kennen? Ein Kette, die Korbinian um seinen Hals trug, führt die ermittelnden „Kolleginnen“ Irene und Julia zu einem vier Jahre zurückliegenden Vermisstenfall. Die damals 13-jährige Emma Lennartz verschwand nach der Geburt ihrer kleinen Tochter spurlos mitsamt ihrem Kind. Die Ermittlungen leitete Irene Gaup, die der Fall nie losgelassen hat. Nun kommen alte und neue Fragen mit unerwarteter Wucht zurück: Ist Emma noch am Leben? Hält sie sich auf dem Pfisterhof versteckt? Hat möglicherweise Emma die Tat begangen oder schwebt sie selbst in Gefahr?

„Polizeiruf 110 – Hildes Erbe“, So., 30.1., 20.15 Uhr, ARD

Mit viel Blut zu Beginn, Gendern bei Mördern und Rattengift nimmt erstmals das neue „Polizeiruf 110“-Duo des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) in „Hildes Erbe“ gemeinsam die Ermittlungen auf. Neu an der Seite von Ermittler Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) ist Kriminalkommissar-Anwärter Vincent Ross (André Kaczmarczyk), der frisch von der Polizeischule kommend, seine ganz eigenen Weltansichten und Arbeitsmethoden mitbringt. Noch vor seinem ersten Arbeitstag ist er – als erster Polizist in Rock und Bluse übrigens – in eine Mordermittlung verwickelt. Ausgerechnet über seiner neuen Wohnung in Słubice, wurde der 24-jährige Bastian Grutzke ermordet. Er ist der deutsche BWL-Student, der Vincent noch tags zuvor hilfsbereit und offen beim Einzug geholfen hatte … Adam Raczek (Lucas Gregororowicz), der am Tatort die Zeugen vernimmt, staunt nicht schlecht, auf diese Weise seinen neuen Kollegen kennenzulernen. Die Spuren in der Wohnung des Opfers weisen auf einen Streit hin, der im Zusammenhang mit eskalierenden Erbschaftsauseinandersetzungen der Familie Grutzke zu stehen scheint. Bastians Großmutter, Hilde Grutzke (Tatja Seibt), die „Matriarchin“ der Familie, verwahrt eine beachtliche Menge Bargeld in Tüten in ihrem Haus und öffnet schon mal die Tür mit vorgehaltener Schrotflinte. Das Verhältnis zu ihrer Familie und insbesondere zu ihrem Sohn Ulf (Lars Rudolph) ist angespannt und äußerst distanziert. Zu ihrem Enkel Bastian hatte sie bis kurz vor seinem Tod überhaupt keinen Kontakt und das komplizierte Familiengeflecht vereinnahmt die Kommissare zunehmend und verlangt von beiden absolute Teamarbeit.

„Neben der Spur – Die andere Frau“, Mo., 31.1., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Marion von der Mehden
Foto: ZDF - Marion von der Mehden

Nächster und letzter Film / Fall des Hamburger Psychiaters, der das Mit-Ermitteln nicht sein lassen kann – dieses Mal im Fall des eigenen Vaters: Denn Joe Jessens Vater Conrad (ziemlich wortlose Rolle für Dietrich Hollinderbäumer) liegt nach einem Mordanschlag im Koma, und an seinem Bett sitzt eine Frau, die behauptet, die Ehefrau seines Vaters zu sein … Doch Psychiater Joe Jessen (Ulrich Noethen) hat diese Frau noch nie gesehen. Die Polizei bestätigt ihre Geschichte, und Joe muss erkennen, dass sein Vater 20 Jahre lang ein Doppelleben geführt hat. Hilfesuchend wendet er sich an Karl Reiser (Rolf Becker), den langjährigen Anwalt und Freund der Familie. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Unstimmigkeiten in den Finanzen von Conrads wohltätiger Stiftung und dem vermeintlichen Anschlag? Von Kommissar Ruiz (Juergen Maurer) erfährt Joe, dass der Tod von Olivias erstem Ehemann kein Unfall war. Wollte sie nun auch Conrad zur Strecke bringen? Nach und nach offenbart sich Joe Jessen ein erschütterndes Familiengeheimnis.

TV-Tipps Februar 2022

„Die Luft, die wir atmen“, Mi., 2.2, 20.15 Uhr, ARD

Leiser, wichtiger und sehenswerter Ausnahme-Film, den es so nur bei einem öffentlichen rechtlichen Sender (hier der Hessische Rundfunk, hr) gibt: An einem klirrend kalten Wintertag besuchen mehrere Gäste ihre Angehörigen in einem Altersheim im Frankfurter Umland: Während Florist Klaus Bronstein (Rainer Bock) seine an Parkinson erkrankte Frau Sylvia (Ruth Reinecke) überreden möchte, wieder in ihr gemeinsames Heim zurückzuziehen, um sich von ihm pflegen zu lassen, will Alisa Glenski (Bernadette Heerwagen) ihren dementen Vater Martin (Gerd Wameling) endlich davon überzeugen, ihr eine Vollmacht für sein Konto auszustellen. Bisher weigert sich der Gitarrenbauer, seinen Pflegeplatz selbst zu bezahlen, was die Beziehung seiner Tochter zu ihrer Frau Sarah (Katharina Nesytowa) an die Belastungsgrenze bringt. Die rauchende Lana Gmoll (Babara Philipp) wiederum wurde von ihrem etwas chaotischen Bruder Jürgen (Thomas Loibl) herbeigerufen: Er sitzt bereits seit letzter Nacht (ohne etwas zu essen) am Sterbebett der gemeinsamen Mutter und kann nicht loslassen, auch wenn seine Beziehung zu ihr von Konflikten geprägt war und sie ihn und seine Schwester vor vielen Jahren auseinandergebracht hat. Unterdessen sind Heimleiterin Dr. Sina Kunz (Neda Rahmanian) und ihr Team, angeführt von der erfahrenen Pflegerin Martina (Katja Studt), mit dem Alltag des Altersheims komplett ausgelastet: Heute Morgen beschäftigt sie der Todesfall einer Bewohnerin, deren Tochter Marianna Leszek (Patrycia Ziolkowska) ihren Besuch für diesen Tag angekündigt hatte und verspätet eintrifft. Als kurz darauf das Wetter umschlägt und Blitzeis über den Landstrich hereinbricht, bleiben die Gäste unerwartet über Nacht stecken – und eine unfreiwillige Übernachtung entpuppt sich dabei dann als Chance, Konflikte zu lösen, in unerwarteten Begegnungen Trost zu finden und Beziehungen wieder aufleben zu lassen.

„Marie Brand und der überwundene Tod“, Mi., 2.2., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Guido Engels
Foto: ZDF - Guido Engels

Nächster und damit 30. Kriminalfall aus Köln – aber der ist leider eher Mittelmaß: Der renommierte Anästhesist Raimund Weirath wird leblos in der Raucherecke des Hospitals gefunden. Die Leiche weist Spuren einer Schlägerei auf, für die es aber keine Zeugen gibt. Der potenzielle Nachfolger des Toten ist Florian Groth (Stephan Bissmeier). Bei ihm handelt es sich (ausgerechnet) um einen ehemaligen Liebhaber von Ermittlerin Marie Brand (Mariele Millowitsch) … Von ihm erhalten die Kommissare den Hinweis, dass der Ermordete zuletzt mit einer heiklen Aufgabe betraut war. Jessica, die Tochter des ehemaligen Profiboxers Joe Krämer, liegt nach einer verunglückten Vollnarkose im Koma und wird für hirntot erklärt. Die Aufgabe des toten Weiraths bestand zuletzt darin, die Eltern über den hoffnungslosen Zustand des Kindes zu informieren und um die Freigabe für eine Organspende zu bitten. Am Bett des jungen Mädchens treffen Marie Brand und Jürgen Simmel (Hinnerk Schönemann) die Mutter Sybille Krämer und stellen fest, dass sie nicht über den Hirntot ihrer Tochter informiert ist. Auf die Frage nach ihrem Ex-Mann erklärt sie, dass Joe sich im offenen Vollzug befinde und gerade auf dem Weg zurück in seine Zelle sei. Dort kommt er aber nie an und rückt somit in den Focus der Ermittlung.

„Das Vorspiel“, Fr., 4.2., 20.15 Uhr, ARTE

Deutsch-Französischer ZDF-Film (Regie: Schauspielerin Ina Weisse) mit Nina Hoss in der Hauptrolle: Die hat als talentierte Geigerin Anna aufgrund ihrer Bühnenpanik nicht die große Karriere machen können, die eigentlich vor ihr lag. Mittlerweile arbeitet sie als Lehrerin an einem Gymnasium mit Musik-Schwerpunkt. Als sie bei einer Aufnahmeprüfung den jungen Violinisten Alexander vorspielen hört, ist sie im Gegensatz zu ihrer Kollegin überzeugt, ein Ausnahmetalent vor sich zu haben, das sie entsprechend ihrer Vorstellungen formen kann. Geradezu besessen feilt sie an seiner Perfektionierung und vernachlässigt mehr und mehr die eigene Familie. Sie beginnt ein Verhältnis mit einem Kollegen, der sie zu einem öffentlichen Auftritt überredet. Dieser endet allerdings für Anna in einer Katastrophe. Ihre Ehe mit dem französischen Instrumentenbauer Philippe steht auf dem Prüfstand. Und ihr zehnjähriger Sohn Jonas, der ohnehin viel lieber Eishockey als Geige spielen möchte, beginnt in ihrem Schüler einen Rivalen zu sehen. Mit furchtbaren Folgen für Alexander …

„Adamo – Und dann ein Lied“, Fr., 4.2., 21.45 Uhr, ARTE

Bestimmt nicht nur für Musikfreude durchaus interessante Erstausstrahlung der 55-Minuten-Dokumentation (des belgischen Fernsehens und von ARTE) über den leisen (Schlager)-Sänger, Musiker und Chansonier: Salvatore Adamo kam als Dreijähriger aus Sizilien mit seiner Familie nach Belgien. Im „Théâtre royal de Mons“, wo er Ende der 1950er Jahre einen alles verändernden Nachwuchs-Gesangswettbewerb gewann, blickt er zurück auf 60 erfolgreiche Karrierejahre mit mehr als 100 Millionen verkauften Alben weltweit. In sehr privaten Gesprächen berichtet der belgische Chansonsänger, meist humorvoll, von vergangenen sowie gegenwärtigen Momenten seines Lebens. Zudem kommentieren enge Freunde (nach 40 Minuten kommt auch sein deutscher Wegbegleiter Thomas Gottschalk zu Worte) sowie Kollegen und seine Ehefrau Nicole den Lebensweg des leisen Ausnahmekünstlers, der von Charles Aznavour als „Der sanfte Gärtner“ benannt wurde. Ein authentischer Einblick in das Leben des Sängers mit der einzigartigen androgynen Stimme – und einiger abgewandelter und schöner Versionen von Adamos Song „C‘est ma vie“ („So bin ich“) aus Mitte der 1970er Jahre.

„Stralsund – Wilde Kerle“, Sa., 5.2, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Gordon Tipen
Foto: ZDF - Gordon Tipen

Das Stralsunder Ermittlerteam bekommt es mit einer Organisation zu tun, die Teenager aus einer Pflegefamilie für ihre kriminellen Machenschaften benutzt … Mario Brendler (Junis Marlon), ein Jugendlicher, den die Kripo kurzzeitig wegen eines Drogendeliktes in Verwahrung hatte, wird wenige Stunden nach Verlassen des Präsidiums fast nackt und unterkühlt tot aufgefunden. Obwohl die Todesumstände zunächst ungeklärt sind, deutet alles auf Fremdverschulden hin. Von ihrem Vorgesetzten Thomas Jung (Johannes Zirner) erfahren Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und Karl Hidde (Alexander Held), dass das Opfer in der Vergangenheit regelmäßig als Informant für das BKA gearbeitet hat, welches Jung darum gebeten hatte, Mario wieder auf freien Fuß zu setzen. Nina und Karl sind überzeugt, dass Marios Tod hätte verhindert werden können, wenn sie früher davon erfahren hätten. Die Ermittlungen ergeben, dass das Opfer zu einer Gruppe kleinkrimineller Jugendlicher gehörte, die Aufträge für eine ausländische Organisation erledigen. Die Jugendlichen gehören größtenteils zur Pflegefamilie von Wiebke Goosen (Catrin Striebeck). Bei ihrem Besuch auf dem alten Gutshof der Pflegefamilie stößt Nina auf Jo Brandt, den Sohn ihrer alten Freundin Maren und als sich danach die Ereignisse zuspitzen, wird nicht nur Ninas Beziehung zu Jung auf eine harte Probe gestellt, sondern auch ihre Freundschaft zu Maren.

„Tatort – Vier Jahre“, So., 6.2, 20.15 Uhr, ARD

Der erste Ausnahme-„Tatort“ des neuen Jahres kommt aus Köln – und spielt im Schauspieler-Milieu: Denn Carolin (Nina Kronjäger) und Moritz Seitz (Thomas Heinze) waren einmal bekannt als erfolgreiches Schauspieler-Ehepaar (und waren auch im wahren Leben mal eines). In dieser skurrilen Geschichte aber gilt sie heute als die Frau eines Mörders, denn vor „vier Jahren“ wurde Moritz Seitz verurteilt, den einstigen Theater-Star Thore Bärwald (herrlich überdreht: Max Hopp) nach einer ausschweifenden Silvesterparty (in Richtung 2018) umgebracht zu haben. Jetzt aber stellt sich plötzlich ein anderer Mann der Feier Ole Stark (Martin Feifel) der Polizei. Er ist ebenfalls Schauspieler, hat aber auf der Feier fürs Catering gearbeitet, und Ole Stark behauptet, der wahre Mörder zu sein. Neue Ermittlungen kann die Staatsanwaltschaft nicht veranlassen, aber sie gibt den Kölner Ermittlern Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) eine Woche Zeit, um herauszufinden, was dran ist an der Geschichte, die ihnen da aufgetischt wird – und das klappt (natürlich).

„Unter anderen Umständen – Mutterseelenallein“, Mo., 7.2, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Georges Pauly
Foto: ZDF - Georges Pauly

Ziemlich heftig (und mit eher geschmackloser Erinnerung an die Oetker-Entführung von früher) ist der nächste Fall / Film für die Kripo Flensburg, der viel in Gelting und Kroonsgard – und nach 57 Minuten auch vorm Leuchtturm Falshöft spielt. Denn als an einem kalten Herbstabend der achtjährige Jimmy Russ (dessen Vater Christian spielt Stephan Grossmann) mit dem Familienhund aus einem Feriendorf verschwindet, stehen die Ermittler um Jana Winter (Natalia Wörner) und Matthias Hamm (Ralph Herforth) vor einem Rätsel. Es gibt keine Spur, keine Anhaltspunkte und auch kein Motiv. Doch die Vermutung, es könne sich um ein Unglück handeln, verpufft, als Jana Winter am Strand wenig später den erdrosselten Hund der Familie findet. Nun sind sie sicher: Jimmy wurde das Opfer eines Verbrechens. Nur: Wo sollen sie suchen? Die Antwort kommt prompt: im Internet. Online verbreitete Bilder dokumentieren den Mord an einem als vermisst gemeldeten 18-Jährigen. Während die dänische Mit-Ermittlerin Alwa sich in die Darknet-Szene einarbeitet, ermitteln Jana und Team in der realen Welt. Als ein zweiter Mord im Internet angekündigt wird, müssen die Kommissare live mit ansehen, wie eine Rentnerin (wie sich später herausstellt nahe des AKW in Brockdorf) zum neuesten Opfer des „Online-Killers“ wird. Es kommt daraufhin zu einer Kurzschlusshandlung – mit bedrohlichen Folgen.

„Brecht“, Mo., 7.2, 20.15 Uhr, ARTE

Wiederholung des 90-Minuten-WDR-Biopic „Die Liebe dauert oder dauert nicht“ (Drehbuch und Regie: Henrich Breloer): Er will alles, und am liebsten auf einmal. Bertolt Brecht zeigt schon in jungen Jahren nicht nur privat, sondern auch als Schriftsteller ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Er sieht sich selbst als Nachfolger der großen deutschen Dichter. Der erste Teil des TV-Zweiteilers über das Leben des deutschen Dramatikers zeigt diesen in jungen Jahren, vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Neben fiktionalen Szenen sind auch Interviews mit Mitarbeitern und Wegbegleitern Brechts sowie dokumentarisches Material aus den Archiven Teil des Doku-Dramas. Als Bertholt Brecht sind Tom Schilling und Burghart Klaußner zu sehen – Adele Neuhauser spielt Helene Weigel – die Wienerin sagt dazu: „Mich als Schauspielerin hat sofort der Ehrgeiz gepackt, ich wollte eins zu eins Helene Weigel sein. Stundenlang habe ich mir Texte laut durchgelesen, Film-Material angesehen und dabei in ihrem Duktus mitgesprochen. Ein besonders großes Geschenk war für mich auch, das Lied der ,Mutter Courage‘ zu singen.“

Hinweis: Im Anschluss kommt für 91 Minuten der nächste WDR-Brecht-Film „Das Einfache, schwer zu machen“ (Buch + Regie: Henrich Breloer)

„Jeanny – Das fünfte Mädchen“, Mi., 9.2, 20.15 Uhr, ARD

Düster und zum Teil auch brutal ist dieser deutsch-österreichische Fernsehfilm – angelehnt (und gleich zu Beginn in einer Instrumental-Version zu hören, an den Skandal-Song von Austria-Sänger Falco. In einer beschaulichen Kleinstadt in der Nähe von Wien verschwinden seit Jahren und in immer kürzer werdenden Abständen Mädchen zwischen 18 und 20 Jahren spurlos. Die Bevölkerung ist beunruhigt, wirft der Polizei Inkompetenz vor. Weil Kommissar Degener nicht weiter kommt, formiert sich die Bürgerinitiative „Schutzengel“ zum Schutz der Jugendlichen. Als die 19-jährige Schülerin Jeanny Gruber (Theresa Riess), die noch auf der Suche nach ihrem Platz in ihrer Familie und der Gesellschaft ist, auf den geheimnisvollen, aber charmanten Steuerberater Johannes Bachmann (Manuel Rubey) trifft, hat diese Begegnung zunächst etwas Bedrohliches. Aber Johannes sieht so viel mehr in Jeanny als nur ein unschuldiges Mädchen. Und er gibt Jeanny, die in jungen Jahren schon ihren Vater verloren hat, Halt und Anerkennung. Doch als Jeanny entdeckt, dass Johannes sie ausspioniert hat, dass er sie heimlich fotografiert hat und dass er nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat, wächst das Misstrauen in ihr. Sie findet heraus, dass es ein dunkles Geheimnis in Johannes‘ Vergangenheit gibt und verstrickt sich in einem Konflikt zwischen Mitleid, Liebe und Misstrauen.

„Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, Mi., 9.2, 20.15 Uhr, ARTE

Im Rahmen der „Berlinale“-Berichterstattung zeigt ARTE den 125 Minuten dauernden Kinoklassiker von 1981 (Regie: Ulli Edel): Berlin-Gropiusstadt, 1975: Die Eltern von Christiane leben getrennt. Gerade hat ihre jüngere Schwester beschlossen, zum Vater zu ziehen, so dass die 13-Jährige nun allein mit ihrer Mutter ist. Wie jeden Abend kommt Klaus, der Freund der Mutter. Christiane fühlt sich zurückgesetzt und trifft sich aus Enttäuschung mit Kessi. Kessi ist schon älter und die Wortführerin in Christianes Klasse. Die Tennisschuhe verschwinden in der Plastiktüte und auf hochhackigen Pumps geht Christiane zum ersten Mal ins Sound – damals „Europas modernste Diskothek“. Kessi ist hier jedes Wochenende, kennt alle Typen und wird von allen Seiten gegrüßt. Christiane ist nicht wohl in ihrer Haut. Den ersten Trip, der ihr angeboten wird, lehnt sie ab, sie hat jetzt „noch keinen Bock drauf“. Sie fühlt sich als totale Außenseiterin. In der Toilette nimmt sie dann doch was ein, um mit den anderen mitzuhalten, um dazuzugehören. Schnell stellt sie fest, dass fast alle ihre neuen Freunde Heroin spritzen. Zu Hause kann ihr keiner helfen, die Mutter, soeben geschieden, hat nur ihren Freund im Kopf und will die Veränderungen, die mit Christiane geschehen, nicht wahrnehmen. So zieht es Christiane mehr und mehr zu ihrer Clique. Jetzt ist auch sie jedes Wochenende im Sound. Für Detlef entwickelt sie ein Liebesgefühl. Und dann die Sensation – David Bowie kommt nach Berlin! Als das Konzert vorbei ist, snifft Christiane zum ersten Mal Heroin. Von da an ist der Weg zur ersten Spritze nicht weit. Bald spielt sich ihr Leben zwischen Baby-Strich, U-Bahnhöfen und stinkigen Toiletten ab. Aber das ist noch lange nicht das Ende …

Hinweis: Direkt im Anschluss kommen zwei Dokumentationen (beide von 2021) zu Film und Thema: Vom NDR „Im Rausch – Christiane F.“, 52 Minuten, ab 22.20 Uhr und von ARTE France „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo – Lost Generation“, 52 Minuten, 23.15 Uhr

„Der Beschützer“, Sa., 12.2, 20.15 Uhr, ARD

Dieser Krimi wurde hauptsächlich im Alten Land – beispielsweise zu Beginn – und im Landkreis Harburg (Schießerei nach 60 Minuten) gedreht. Der erfahrene BKA-Beamte Jan Schäfer (Tobias Oertel) bekommt den Auftrag, eine Kronzeugin des Internationalen Seegerichtshofs in Hamburg zu beschützen. Fiona Weibel (Marlene Tanczik), ehrgeizige Auslandsmitarbeiterin einer Schweizer Reederei, soll in einem brisanten Prozess gegen die eigene Firma aussagen. Wie gefährlich deren undurchsichtige Geschäfte im Nahen Osten sind, weiß Fiona seit einem Mordanschlag in Kairo, den die junge Geschäftsfrau – anders als ihr Chef Urs Beerenberg (Markus Graf) – überlebt hat. Für die Firmenerbin, Beerenbergs Tochter Claire (Anne Müller), steht bei dem Gerichtsverfahren viel auf dem Spiel: Die idealistische Justizmitarbeiterin Rasha (Sabrina Amali) möchte Giftgas-Lieferungen in Kriegsgebiete nachweisen. Eine Verurteilung und die Zukunft der Reederei hängen von Fionas Aussage ab. Für die Whistleblowerin gilt bis zum Prozess in Hamburg die höchste Sicherheitsstufe. Auf ihre Ankunft in Deutschland warten nicht nur Schäfer und sein Kollege Lansing (Slavko Popadic): Die routinierten Personenschützer müssen auf dem Weg in das Versteck erkennen, dass ihnen ein Killerkommando folgt, das sich mit gängigen Methoden kaum abschütteln lässt. Schäfer, der sich genau an „das Protokoll“ hält, muss auch im Umgang mit Fiona seine Grenzen erkennen, die ihn auf ungewohnte Weise herausfordert. Je näher der Prozess und die Verfolger rücken, umso unberechenbarer verhält sich die Kronzeugin.

„Tatort – Saras Geständnis“, So., 13.2, 20.15 Uhr, ARD

Nächster „Tatort“ aus dem Schwarzwald: Johanna Wokalek spielt eine Frau, die nach dem Verbüßen einer Haftstrafe neu beginnen will, aber erneut in einen Tötungsfall verwickelt wird. Das bringt Hauptkommissarin Franziska Tobler (Eva Löbau) und Hauptkommissar Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) im achten Fall des Teams aus dem Schwarzwald ins Grübeln. Nach vier Jahren Haft wegen Totschlags an ihrem Vater will Sara Manzer (Johanna Wokalek) nach vorne schauen. Sie hat Unterstützung für ihr neues Leben – in erster Linie von ihrer Freundin Marlene, die sie bei sich in der Wohnung aufnimmt. Sara, durch die Haftzeit vom Partygirl zu einer zurückhaltenden Frau geworden, will Erinnerungen abschütteln und sich neu orientieren. Doch dann steht die Polizei vor ihrer Tür, denn ein ehemaliger Kollege wurde erstochen, alte Akten ihres Falles wurden bei ihm gefunden.

„Muttertag (1) – Ein Taunuskrimi“, Mo., 14.2., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Hagen Keller
Foto: ZDF - Hagen Keller

Gute Quoten sind beim ZDF noch immer Maßstab für eine Zweiteier – hier kommt wieder einmal einer: Die beiden Taunus-Ermittler Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) und Pia Sander (statt wie bisher Felicitas Woll – nun immer Annike Kuhl) werden in ihrem neuesten Fall mit einem Serienmörder konfrontiert, der Frauen immer am Muttertag tötet. Kurz vor dem nächsten Muttertag liegen die Nerven der Ermittler deshalb blank. In Mammolshain im Taunus wird die Leiche des alten Theodor Reifenrath (Thomas Thieme) gefunden. War es Unfall oder Mord? Weil der Safe offen und leer ist, nehmen Pia Sander und Oliver von Bodenstein Ermittlungen auf. Als Fallanalytiker Dr. Harding ist Harald Krassnitzer (sonst auch Wiener „Tatort“-Kommissar) zu sehen.

Hinweis: „Muttertag (2) – Ein Taunuskrimi“, kommt am Mi., 16.2., 20.15 Uhr, ZDF

„Eisland“, Mi., 16.2, 20.15 Uhr, ARD

Etwas skurriler, aber sehenswerter NDR-Film aus Hamburg (und mit schöner Hamburg-Bildern): Da besteht das Leben für Marko Wendrichs (Axel Prahl) vor allem aus Tiefkühl-Pizze, Kaiser-Gemüse und Rückenschmerzen. Denn seit fast 30 Jahren schleppt der gutmütige Witwer Gefrierware für die Firma „Eisland“ an die Haustüren seiner vornehmlich älteren Kundschaft. Als „Herr Wendrichs“ krankheitsbedingt jedoch in Frührente muss, gerät sein Leben arg in Schieflage, dabei hat er doch nur ein hehres Ziel: Sein studierender Sohn Steffen (Merlin Rose) soll es einmal besser haben. Anwalt oder Richter, das wäre was, Hauptsache nichts, wo man ein Namensschild tragen muss! Durch das Ableben einer liebenswerten Kundin eröffnet sich „Herrn Wendrichs“ unerwartet ein ganz neues Geschäftsmodell. Leider aber hat er die Rechnung ohne den neugierigen Nachbarn gemacht. Als ihm dann auch noch sein eigener Sohn auf die Schliche kommt, droht das Kartenhaus komplett einzustürzen – da aber begegnet ihm (11 Minuten vor Filmende) an der Theke einer Bar unverhofft sein Idol Roland Kaiser (kleine Gastrolle für den Schlagersänger) und der ist rund zwei Minuten lang für Lebensweisheiten zuständig – und dann kommt die Wandlung des „Herrn Wendrichs“.

„Dr. Hoffmann – Die russische Spende“, Mi., 17.2, 20.15 Uhr, ARD

Neuer Donnerstagskrimi aus Berlin – und wenn der gut ankommt, geht es weiter: Dringender Anruf aus der Klinik: Nicht zum ersten Mal opfert Dr. Felix Hoffmann (Kai Wiesinger) den gemütlichen Fernsehabend für den Einsatz in der Notaufnahme. Spontan übernimmt er den Nachtdienst für einen Kollegen. Da ahnt der Stationsarzt noch nicht, welche Folgen die nächsten Stunden für ihn und seine Freundin Celine (Isabell Polak) haben werden. Als ein Patient noch in der Notaufnahme verstirbt, glaubt Dr. Hoffmann nicht an einen natürlichen Tod. Der Ukrainer Mischa Tschenkow gehörte zu einer Putzkolonne des Krankenhauses und war für ihn daher kein Unbekannter. Zudem wurde er kürzlich gesund aus der Klinik entlassen – doch seine Patientenakte ist verschwunden. Dr. Hoffman erzählt seiner Freundin Celine von dem Fall. Sie hat sofort einen Verdacht und will der Sache nachgehen. So stolpern die beiden in einen Kriminalfall und werden mehr und mehr in die mafiösen Machenschaften der Klinikleitung verwickelt. Warum hat Kai Wiesinger zu diesem Ermittlerpaar aus dem Zivilleben – er ist Arzt, sie Lehrerin – nicht nein gesagt? „Ich habe sogar sehr begeistert ja gesagt, weil ich früher schon sehr gerne Arzt geworden wäre. Deshalb war ich allein über das Kostüm schon glücklich, dass ich mal tagelang im weißen Kittel, mit Stethoskop durch eine Klinik laufen konnte. Ich habe mich da irgendwie zuhause gefühlt.“ Wieso das? „Ich war als Zivildienstleistender im Rettungsdienst und kenne daher den Klinikalltag ganz gut. Das war der erste Punkt, ich hatte große Lust, einen Arzt zu spielen.“

„In Wahrheit – Unter Wasser“, Fr., 18.2., 20.15 Uhr, ARTE

Nächste Erstsendung des (wie meistes) sehenswerten ZDF-Samstagskrimis aus dem idyllischen Saarland: Ausgerechnet an ihrem Geburtstag möchte Hauptkommissarin Judith Mohn (Christina Hecke) sich einen ruhigen Tag gönnen, doch es kommt anders: In einem Wehr nahe der deutsch-französischen Grenze wird die Leiche eines Kollegen gefunden – erschossen. Einiges scheint darauf hinzudeuten, dass der Fall in einem Zusammenhang mit der Ermordung eines jungen Mädchens in Lothringen vor vielen Jahren steht. Während ihr Kollege Freddy Breyer (Robin Sondermann), der mit dem Toten eng befreundet war, dieser Spur folgt, kommen bei Judith Mohn schnell Zweifel auf. Offensichtlich ging bei der Ermittlung damals nicht alles mit rechten Dingen zu …

„Erzgebirgskrimi – Verhängnisvolle Recherche“, Sa., 19.2., 20.15 Uhr, ZDF

Nächster Samstagskrimi aus dem Erzgebirge – dort erhält Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve) nach dem Joggen auf seiner Mailbox die Nachricht einer Journalistin; sie habe interessante Informationen für ihn. Bei seinem Rückruf muss er mit anhören, wie ihr Gewalt angetan wird. Winkler und Kollegin Karina Szabo (Lara Mandoki) eilen zum Tatort – nach aufwendiger Suche wird dies Leiche der Journalistin gefunden. Das Opfer war in einer Umweltorganisation tätig, die gegen die Pläne der Automobilfirma Uhlig ist, die für ihren neuen Standort mehrere Hektar Wald roden will.Offenbar war die Journalistin auf brisantes Material über das Unternehmen von Dr. Lothar Uhlig (Joachim Kroel) gestoßen. Doch bevor die Kommissare diese Spur weiter vertiefen können, finden sie heraus, dass die Journalistin an einer weiteren Story dran war. Die Entwicklungschefin des Unternehmens, Professor Kathrin Rothe (Katja Weitzenböck), könnte die Person sein, die 27 Jahre zuvor Mitschuld am tödlichen Unfall von Winklers Freundin hatte und Fahrerflucht beging. Winkler ermittelt auf eigene Faust und kann Rothes Schuld belegen. Er stellt sie zur Rede, sie gesteht. Am nächsten Tag wird sie erschlagen aufgefunden – und Robert Winkler gilt als Hauptverdächtiger.

„Tatort – Liebe mich“, So., 20.2, 20.15 Uhr, ARD

Nächster „Tatort“ aus Dortmund – dort verschwand vor einem Jahr Feline Wagner, eine Freundin meldete sie damals als vermisst. Jetzt wird in einem Bestattungswald zufällig ihre Leiche gefunden, bei den Vorbereitungen für eine Urnenbeisetzung … Ein Streit am Fundort lenkt Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) ab: Es ist kaum zu überhören, dass Kommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) und der KTUler Sebastian Haller ihren privaten Zwist schon wieder im Dienst austragen. Zu beobachten, dass das Gefühlsleben von Martina Bönisch sie selbst und ihre Arbeit belastet, lässt Peter Faber nicht kalt. Die Mit-Ermittler Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) und Jan Pawlak (Rick Okon) nehmen Kontakt zum Bestattungsunternehmen Ihle auf: Hier wurde die Grabstätte reserviert, wenige Tage nach dem Verschwinden von Feline Wagner. Es wurde bar bezahlt, von einem Mann, der einen falschen Namen angab. Da wird ein weiteres Mordopfer geborgen, nur wenige Schritte vom ersten entfernt. Zwischen den beiden Morden lag ein Jahr – und bald sind wieder zwölf Monate vergangen...

„Die Hardy-Krüger-Story“, So., 20.2., 22.35 Uhr, ARTE

Wiederholung vom So., 10.11.2019, ARTE und So., 7.2.2021, 22.50 Uhr: Das sind 52 sehenswerte Minuten Dokumentation über den Ausnahme-Menschen und -Schauspieler Hardy Krüger. In den 1950er und 1960er Jahren eroberte der Berliner das deutsche Kino-Publikum. Mit seinen blauen Augen, blonden Haaren und dem jungenhaften Lachen schaffte er es bis nach Hollywood, wo er vor allem Rollen als deutscher Offizier übernahm. Aber genauso leidenschaftlich war er Schriftsteller, Pilot und Weltenbummler. Krügers rastloses Leben ist geprägt von traumatischen Erlebnissen aus seiner Jugend und der Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer. „Der gute Deutsche“ (wie diese Doku eigentlich einmal hieß) spricht offen über die Nazi-Zeit, seine Kriegserlebnisse und seine Überzeugungen. Nach Jahren der Abenteuer rund um den Erdball – und über 60 Kinofilmen und 20 Büchern – lebt der heute 92-Jährige zurückgezogen mit seiner dritten Ehefrau Anita in Palm Springs, Kalifornien. Neben Hardy Krüger selbst kommen Freunde, Kollegen und Kolleginnen zu Wort. So gibt es auch ein seltenes Wiedersehen mit Loni von Friedl in Berlin. Zudem erinnern Ausschnitte aus Kinofilmen und aus Fernsehsendungen an Hardy Krügers große Erfolge.

„Eine riskante Entscheidung“, Mo., 21.2, 20.15 Uhr, ZDF

Bewegendes, kraftvolles Drama über eine verzweifelte Familie zwischen Tod, Leben und Pharmaindustrie. Bei der neunjährigen Emily wird eine seltene, unheilbare Krankheit diagnostiziert. Ihre Eltern Nicole und Michael Wagner finden bei Recherchen heraus, dass ein kleines Berliner Pharmaunternehmen an einem Medikament forscht, das in Asien bereits erfolgreich an Menschen getestet wurde. Es soll den Verlauf der Krankheit verlangsamen, möglicherweise sogar stoppen. Durch eine Medienkampagne gestützt, fordern die Wagners von der neuen Vorsitzenden des Unternehmens, Dr. Julia Schemmel, eine Studie an Kindern in Deutschland sowie die vorzeitige Herausgabe des noch nicht marktreifen Medikaments. Die Risiken für das Unternehmen sind jedoch groß und könnten im schlimmsten Fall zur Einstellung der Forschungsarbeiten und des Produktes führen. Aber wie sollen die Wagners Verständnis für Julias Argumente aufbringen angesichts ihres schwer kranken Kindes? Julia gerät mehr und mehr unter Druck der Medien und innerhalb des Unternehmens.

„Rosenstraße“, Mo., 21.2., 20.15 Uhr, ARTE

128-Minuten-Film von 2003 als Auftakt im deutsch-französischen Kulturkanal für ein Abend für Margarethe von Trotta. Deutschland, Ende Februar 1943: Die preußische Adelige Lena, die glücklich mit dem jüdischen Musiker Fabian verheiratet ist, lässt nichts unversucht, um die drohende Deportation ihres Mannes zu verhindern … Mittels fiktiver Einzelschicksale verdichtet die Regisseurin Margarethe von Trotta die Geschichte des vergessenen Frauenaufstands der Rosenstraße zum starbesetzten Melodram – über Solidarität und bedingungslose Liebe.

„Lebenslinien – Der Pumuckl in mir“, Mo., 21.2., 22.00 Uhr, BR Fernsehen

Foto: BR - Ralph Gladitz
Foto: BR - Ralph Gladitz

Interessantes 42-Minuten-Porträt über die Erfinderin des Pumuckl – der Schwabinger Zeichnerin Barbara von Johnson. Im Februar 1962 spielt der Kobold Pumuckl zum ersten Mal im Radio seine Streiche. Die Künstlerin Barbara von Johnson ist die Frau, die dem kleinen Kobold seine unverwechselbare Gestalt gibt. Pumuckl ist aus ihrem Leben nicht wegzudenken. Im Positiven wie im Negativen.Dass die Figur des Pumuckl Generationen von Kindern in seinen Bann zieht, hat viel mit seiner Zeichnerin Barbara von Johnson zu tun. Sie flüchtet sich schon als Kind oft in die Welt der Fantasie, malt und zeichnet viel. Sich selbst empfindet sie als hässlich und unbedeutend. Sie leidet unter der bedrückenden Stimmung zu Hause nach dem frühen Tod des Vaters. Und so schafft sie sich ihre eigene fantastische Welt voller Elfen, Feen und Zwerge. Mutter und Oma erkennen ihr künstlerisches Talent und fördern sie. Mit 21 Jahren gewinnt sie den von Ellis Kaut ausgeschriebenen Wettbewerb zur Visualisierung des Pumuckl. Daraufhin illustriert sie die Bücher und Plattenhüllen mit dem Kobold, bekommt eine Anstellung in einer Werbeagentur, gestaltet Bühnenbilder für Opern. Auch privat ist sie glücklich, lebt mit ihrer Familie im Schwabinger Familienhaus. Durch den Erfolg des Pumuckl wächst ihr Selbstbewusstsein, doch gleichzeitig ist sie unglücklich darüber, dass der Kobold ihr sonstiges künstlerisches Schaffen in den Schatten stellt. Als sie 2009 die Diagnose Brustkrebs bekommt, entscheidet sie sich zu kämpfen.

„Zerv – Zeit der Abrechnung“ (1/6), ab Di., 22.2, 20.15 und 21.00 Uhr, ARD

Neue ARD-Serie in sechs Teilen, die jeweils in Doppelfolgen ausgestrahlt wird: Die in Berlin 1991 neu gegründete „Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität“, ZERV, nimmt ihre Arbeit auf. Schon gibt es einen ersten Toten. Matthias Trockland, mitverantwortlich für die Auflösung der NVA in der wiedervereinigten Bundesrepublik, wird tot in seinem Kleingarten gefunden. Peter Simon (Fabian Hinrichs), Kommissar aus Westdeutschland in der ZERV, muss gemeinsam mit der Kollegin der Ost-Berliner Mordkommission, Karo Schubert (Nadja Uhl), ermitteln. Anfangs können beide das nur schwer akzeptieren, denn ihre Arbeitsweisen und ihre Vorstellungen von Kompetenz unterscheiden sich stark. Karo Schubert geht gemeinsam mit ihrer Kollegin und Freundin Ute Lampert (Fritzi Haberlandt) von der Spurensicherung davon aus, dass Trockland ermordet wurde, wohingegen der Kollege Simon Selbstmord nicht ausschließt. Peter Simon macht mit seinem Team Hans-Joachim Gärster (Thorsten Merten) in Trocklands beruflichem Dunstkreis ausfindig: Gärster hatte bereits zu DDR-Zeiten beim Bereich Kommerzielle Koordinierung mit Waffen gehandelt. Als Schubert und Simon auf geheime Unterlagen von Trockland stoßen, merken sie, dass Gärster lügt: Auf einem alten NVA-Übungsgelände machen sie einen Waffenfund in ungeahnter Dimension. Humor tut gut in dieser Krimihandlung – und man freut sich über Sprüche wie: „Raider heißt jetzt Twix“. Darüber freut sich auch Hauptdarstellerin Nadja Uhl: „Das ist der Qualität unserer Drehbuchautoren zu verdanken. Im Team waren sehr viele junge Leute, wie beispielsweise die Autorin Kim Zimmermann aus dem Westen. Sie hat eine Sozialisierung im Westen durchgemacht, schreibt aber so unglaublich starke und witzige Dialoge. Auch der Regisseur Dustin Loose ist für mich eine ganz wunderbare Entdeckung. Auch er beweist als gebürtiger Bonner, dass man nicht unbedingt aus dem Osten sein muss, um den Osten zu verstehen. Mich hat sehr beeindruckt, mit welcher Frische und mit welcher Unvoreingenommenheit unser Regisseur an dieses Projekt herangegangen ist. Ihm gebührt mein größter Respekt und all meine Liebe als Darstellerin, dass er uns durch so ein Projekt mit seinem Können, einer großen Spielfreude und Leichtigkeit geführt hat. Danke!“

Hinweis: Die nächsten „ZERV“-Doppelfolgen kommen am Mi., 23.2, und Do., 24.2., jeweils um 20.15 und 21.00 Uhr, ARD

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“, Di., 22.2., 20.15 Uhr, ARTE

Interessant, vielleicht etwas zu lang, aber für 16 Jahre Kanzlerschaft sind es 90 Minuten MDR-Dokumentation dann auch wieder nicht: Dieser Film blickt auf eine einzigartige politische Karriere zurück. Der renommierte Dokumentarfilmer Torsten Körner begibt sich in seinem Film über Angela Merkel auf eine biografisch-politische Spurensuche, die von Templin bis Washington reicht, vom Mauerbau bis zum Mauerfall, von der Bonner- bis zur Berliner Republik und auch darüber hinaus. Die Kanzlerin hat sich ungewöhnlich viel Zeit genommen für dieses weitgespannte Projekt, sie stand exklusiv für zwei längere Interviews zur Verfügung. Der Film zeichnet jenseits von Politik-Analysen die Muster der Mentalität nach, die aus der jungen Wissenschaftlerin eine führende Politikerin werden ließen.

Hinweis: Diese MDR-Dokumentation kommt schon bald auch am So., 27.2. um 21.45 Uhr, ARD

„Gipsy Queen“, Mi., 23.2., 20.15 Uhr, ARTE

Ungewöhnlicher NDR-Film von 2018 – Länge: 108 Minuten: Die junge alleinerziehende Romni Ali wurde nicht umsonst nach Muhammad Ali benannt – denn die ehemalige Profi-Boxerin hat ein wahres Talent für den Kampfsport. Doch für ihre Kinder musste sie ihre Leidenschaft aufgeben. In Hamburg kämpft sie sich nun durch lausige Gelegenheitsjobs und versucht ihren Kindern trotz finanzieller Probleme und alltäglichem Rassismus ein besseres Leben zu ermöglichen. Als sie in der mit einem Boxring ausgestatteten Kneipe „Ritze“ einen neuen Job bekommt, wird ihr großes Talent zufällig entdeckt. Sie hofft, mit dem Sport nun endlich mehr Geld verdienen zu können. Doch dann kommt alles anders – und das Sorgerecht für ihre Kinder steht auf dem Spiel … Film-Drama über eine starke Frau, die sich gegen alle Widerstände mutig durchs Leben boxt – mit Tobias Moretti als „Tanne“ und Catrin Striebeck als „Gloria“ in den Nebenrollen gut besetzt.

„Die Kanzlei – Reif für die Insel“, Fr., 25.2, 20.15 Uhr, ARD

Dies ist der erste Spielfilm zur ARD-Dienstagsserie „Die Kanzlei“, aber leider ist er zu vorhersehbar und dadurch doch etwas langweilig: Bis Mitte September fanden auf der Ostseeinsel Fehmarn und in Hamburg die Dreharbeiten zur Spezial-Episode „Die Kanzlei – Reif für die Insel“ in Spielfilmlänge statt. Katrin Pollitt sagt nicht ohne Stolz: „Ich freue mich sehr über den Spielfilm zu ,Die Kanzlei‘!“ Da kommt es der Schauspielerin Recht, dass ihre Figur im Team um die TV-Rechtsanwälte Sabine Postel und Herbert Knaup eine Wandlung vollzogen hat: „Gudrun ist das grobe Stück Holz in der Konstellation der Figuren. Sie bringt die Tiere ins Tierheim, sie fährt mit dem Motorroller, sie trägt auch mal ein Klavier durch die Gegend. Für mich ist das eine große Freude beim Spielen“, so Karin Pollitt. Der Wandel von der burschikosen Raumpflegerin, hin zur beherzten Detektivin des Anwaltbüros ist für Pollitt ein wahres Geschenk: „Es hat mit Gudrun als kleiner Sidekick angefangen, damals hieß die Serie noch ,Der Dicke‘ und Dieter Pfaff war der Hauptdarsteller. Zuerst war es eine kleine und komische Nebenrolle, dann ist diese Figur aber zu meinem großen Glück eine schöne, große Rolle geworden.“

„Nie zu spät“, Sa., 26.2, 20.15 Uhr, ARD

Sehr romantischer Einstieg – die ersten drei Minuten, dann aber will sie unbedingt ein Kind … und er soll dafür mit 57 in Frührente gegen! Aber Flugkapitän Paul Langner (Heino Ferch) ist stolz darauf, in seinem Traumberuf aus eigener Kraft ganz nach oben zu kommen. Kurz vor dem letzten Aufstieg in dem prestigeträchtigen Airbus 747-8 muss er sich mit seiner einzigen Schwachstelle beschäftigen, die sich der selbstbewusste Erfolgsmensch bislang großzügig zugestehen konnte: Als Ehemann und Papa hat Paul, das zeigen seine zwei gescheiterten Ehen mit zwei Kindern, nicht das gleiche Verantwortungsbewusstsein wie im Cockpit. Nur Fliegen ist schöner – dieses Motto gilt auch für seine dritte Familiengründung mit der deutlich jüngeren Susanne (Picco von Groote). Eigentlich ist vereinbart, dass Paul in Vorruhestand geht und die Erziehung des gemeinsamen Sohnes Franz (Jakob Josef Gottlieb) übernimmt, damit sie nach der Elternzeit durchstarten kann. Als Paul diese Abmachung der 747-8 zuliebe kündigt, lässt ihn Susanne ohne Vorwarnung mit dem Fünfjährigen sitzen und stellt ein Ultimatum. Ausgerechnet jetzt stehen seine beiden älteren Kinder unangemeldet vor der Tür.

„Papa auf Wolke 7“, Sa., 26.2., 21.45 Uhr, ARD

Wiederholung vom Fr., 30.10.2020, 20.15 Uhr: Oliver Mommsen als Wolkenforscher mit Asperger-Syndrom in Berlin und zwei jugendlichen Kindern. Der Witwer will beruflich unbedingt nach Spitzbergen gehen, die Kids sollen ihr Leben aufgeben und mitkommen, wollen den Vater deshalb aber besser wieder an eine Frau bringen, damit er einen guten Grund hat, doch in Berlin zu bleiben. Während sich seine Kinder aber heimlich bei der Online-Partnersuche in Klemens‘ Namen überlegen, wie sie ihm die Dates unterschieben können, geschieht unbemerkt von selbst das kleine Wunder: Papa verliebt sich in Lani (Minh-Khai Phan-Thi), Opas gewitzte neue Haushaltshilfe. Leider hat die Sache einen Haken: Lani ist glücklich liiert mit Martin (Andreas Guenther), der ihr einen Heiratsantrag machen möchte. Um sie zu überzeugen, muss Klemens über seinen Schatten springen. Einen Vorteil hat er bei seinem Werben: Lani ist genauso von Wolken fasziniert wie er. Oliver Mommsen spielt die Figur Klemens Kurz in der ARD-Komödie „Papa auf Wolke 7“ – warum hat er zur Rolle des autistischen Wolkenforschers nicht Nein gesagt? „Ganz klar, ich war für diese Rolle schon etwas auf der Spur, weil ich im Jahr 2018 auf der Bühne die Figur des Professor Ever Montgomery in dem Stück ,Die Tanzstunde‘ in der ,Komödie am Kurfürstendamm‘ spielen durfte. Diese Figur bewegte sich auf dem gleichen Spektrum, dessen Spezialgebiet waren Umweltkatastrophen und deren Folgen, am New York Institut of Technologie. Das war auch eine Figur, die sich mit Naturwissenschaft beschäftigt und die Auswirkungen auf den Menschen. Ever ist Autist, verabscheut jeglichen Körperkontakt und muss wegen einer Preisverleihung mit seiner Nachbarin tanzen lernen.“ Und nun spielt er so eine ähnliche Figur in einem Film? „Richtig, als das Angebot auf mich zukam, habe ich mich sehr gefreut, denn es gibt für mich nichts Schöneres, als wenn du etwas gearbeitet hast, was danach ruht und dann kannst du daran weiterarbeiten. Ich konnte mein angeeignetes Fachwissen und alles, was ich über Autismus herausgefunden hatte, nehmen und bei der Filmfigur des Klemens Kurz einen Schritt weitergehen.“

„München Mord – Dolce Vita“, Sa., 26.2., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Jürgen Olczyk
Foto: ZDF - Jürgen Olczyk

Dies ist der 14. Film des Samstagskrimis aus der Isar-Stadt … und der ist wieder sehr gut und sehenswert! Sollte es tatsächlich Mafia-Strukturen in München geben und sich die Ukulele spielende und (leider) auch singende Ermittlerin Angelika „Fräulein“ Flirl (Bernadette Heerwagen) einmal in den richtigen verlieben? Zunächst enttarnen die Kommissare Flierl, Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Schaller (Alexander Held) einen vermeintlichen Unfall – ein Mann steigt eben aus dem Bus aus – und wird dann überfahren – als eiskalten Mord. Die Ermittlung gestaltet sich schwierig. Das gut gekleidete Mordopfer führt keine Papiere mit sich, Etiketten seines Maßanzugs sind entfernt. Oberkriminalrat Zangel (Christoph Süß) hält die Sache nicht für ermittlungswürdig. Die Kommissare sollten lieber Akten digitalisieren, aber sie ermitteln heimlich. Eine erste Spur führt zu einem jungen Steuerberater. Fidelius Aubacher (Jacob Matschenz) scheint sofort von Angelika Flierl angetan. Angelika hält diese Spur zunächst für kalt, später jedoch wird sie Fidelius Adoptiveltern ausfindig machen. Der Pathologe Dr. Laicher findet am Toten einen auffälligen Leberfleck und im Maßanzug eingenäht 25 000 Euro in bar. Warum fuhr dieser Mann mit dem Bus zum Tatort? In diesem Fall wird Schaller zum Busfahrer, Harald schlägt sich unversehens mit einem knallharten Auftragskiller herum, und Angelika verliebt sich fast in einen zu befragenden Zeugen – alles damit die drei hinter die Umstände des mysteriösen Mords kommen.

„Tatort – Kehraus“, So., 27.2, 20.15 Uhr, ARD

Interessanter und sehenswerter „Tatort“ von der Isar, dort herrscht Fasching in München und auf einer Treppe am Isar-Hochufer wird die Leiche eines 70-jährigen Mannes gefunden. Eine erste Spur führt zur nahen Kneipe „Bei Irmi", wo sich der Mann zuvor scheinbar mit einem kostümierten Faschingsgast gestritten hatte. Wichtigster Zeuge dieser Auseinandersetzung ist ein „Rotkäppchen“, das für eine Befragung an diesem Abend jedoch eindeutig zu betrunken ist. Die Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) nehmen es deshalb kurzerhand mit. Silke Weinzierl (sehr gut, Nina Proll), wie das „Rotkäppchen“ heißt, ärgert sich darüber am nächsten Morgen sehr. Nein, sie kennt den Mann nicht und weiß auch nicht, weshalb es zu dem Streit kam. Schnell wird klar: Batic und Leitmayr haben es nicht nur mit einem kniffligen Fall, vor allem aber mit einer sehr ungewöhnlichen Frau zu tun … und zum Schluss gibt es für die Ermittler eine (wohl verdiente) Fisch-Semmel zum Aschermittwoch.

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“, So., 27.2., 21.45 Uhr, ARD

Interessant, vielleicht etwas zu lang, aber für 16 Jahre Kanzlerschaft sind es 90 Minuten MDR-Dokumentation dann auch wieder nicht: Dieser Film blickt auf eine einzigartige politische Karriere zurück. Der renommierte Dokumentarfilmer Torsten Körner begibt sich in seinem Film über Angela Merkel auf eine biografisch-politische Spurensuche, die von Templin bis Washington reicht, vom Mauerbau bis zum Mauerfall, von der Bonner- bis zur Berliner Republik und auch darüber hinaus. Die Kanzlerin hat sich ungewöhnlich viel Zeit genommen für dieses weitgespannte Projekt, sie stand exklusiv für zwei längere Interviews zur Verfügung. Der Film zeichnet jenseits von Politik-Analysen die Muster der Mentalität nach, die aus der jungen Wissenschaftlerin eine führende Politikerin werden ließen.

„Nachtschicht – Cash & Carry“, Mo., 28.2., 20.15 Uhr, ZDF

Wiederholung vom Mo., 4.5.2020: Nächster Krimi – Buch + Regie wie immer bei dieser sehenswerten Reihe – der Hamburger Lars Becker! Und mit Benno Fürmann und Nadeshda Brennicke ist dieser Montagskrimi auch noch gut besetzt. Was passiert für Erichsen (Armin Rohde) und Lisa Brenner (Barbara Auer) vom Kriminaldauerdienst (KDD)? Eine Einkaufsstraße in Altona wird plötzlich gesperrt, mitten in der Nacht. Autos werden umgeleitet. Auch ein Streifenwagen, aber in dem sitzt heute Harry Tönnies (Benno Fürmann) – der ahnt sofort, dass die Sperrung nicht angemeldet ist. Wenig später stirbt Harry in den Armen seiner Kollegin, noch bevor die ihm sagen kann, dass sie sein Kind erwartet …

 

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