Wolfgang Wittenburg

 

° Autor

 

° Journalist

 

° Sprecher

 

PRESSEBÜRO


WITTENBURG


TV-Tipps Mai 2021

„Die drei von der Müllabfuhr“, Fr., 7.5., 20.15 Uhr, ARD

Zwei neue Unterhaltungsfilme der Reihe mit Uwe Ochsenknecht als Berliner Müllmann mit Herz: In „Die Streunerin“ bewähren sich Ochsenknecht alias „Käpt’ n“ Werner Träsch und sein Team als ungewöhnliche Streetworker. „Die Drei von der Müllabfuhr“ kümmern sich um eine junge Frau, die dringend Unterstützung braucht und von zu Hause keine Hilfe erwarten kann. Der fünfte Film in der beliebten Reihe greift ein Thema auf, das in Berlin eine alarmierende Aktualität hat: Schätzungen zufolge leben mehr als 2.000 Jugendliche auf der Straße – Geflüchtete gar nicht eingerechnet. Unerwartete Unterstützung bekommen die hilfsbereiten Müllwerker bei ihrer Extratour von einem Unternehmensberater (Martin Brambach), der eigentlich ihren Tourenplan digital optimieren soll. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Während die Müllmänner schwere Tonnen wuchten, klackert der Consultant Felsenhain (Martin Brambach) jede Leerung in seinen Laptop. Weder seine Aufgabe noch sein Auftreten machen ihn sympathisch. Erst nach einem heftigen Wortwechsel entdeckt der Käpt’ n, was mit dem Berater wirklich los ist – und dass ihn etwas mit Felsenhain verbindet.

Hinweis: Ein weiterer Film „Die drei von der Müllabfuhr“ kommt am Fr., 14.5., 20.15 Uhr, ARD

„An seiner Seite“, Fr., 7.5., 20.15 Uhr, ARTE

ARTE feiert sie mit der klingenden Überschrift „Ein Weltstar aus Wien – Senta Berger wird 80“ – und diese Erstausstrahlung eines neuen ZDF-Films ist in der Tat ein wunderbares, weil ruhiges und seltenes Geschenk zum 80. Geburtstag der wunderbaren Senta Berger (am 13. Mai)! Ungewöhnlich und mit viel Ausdauer wird über eine Frau erzählt, die der Chauffeur Herr Schneider so beschreibt: „Sie haben das Privileg, die Dinge von außen betrachten zu können!“ Doch macht so ein Leben wirklich glücklich? Nach einer langen internationalen Karriere als Dirigent ist Walter Kler (Peter Simonischek) als Orchesterleiter nach München zurückgekehrt. Niemand ist darüber glücklicher als seine Frau Charlotte (Senta Berger), die ihr gesamtes Leben in den Dienst seiner Kunst und Karriere gestellt hat. Sie freut sich auf ein echtes Zuhause und darauf, endlich mehr Zeit für ihre Tochter und Enkeltochter zu haben. Doch ihr Mann scheint sich noch nicht so recht mit dem neuen Lebensabschnitt abgefunden zu haben. Und dann rüttelt der unverhoffte Besuch des Fremden Martin Scherer (Thomas Thieme) Charlotte auf, denn der frisch verwitwete Ex-Bademeister bittet überraschend um ein wenig Erde aus dem Garten der Klers für das Grab seiner Frau …

Hinweis: „An seiner Seite“ kommt auch am Mo., 10.5., 20.15 Uhr, ZDF

„Das Quartett – Die Tote vom Balkon“, Sa., 8.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Oliver Vaccaro
Foto: ZDF - Oliver Vaccaro

Nächster (und handelsüblicher Krimi-) Einsatz für die vier Ermittler aus Leipzig: Denn dort stürzt an einem schönen Sommertag eine Medizinstudentin vom Balkon und ist auf der Wiese sofort tot. War es die Folge eines Beziehungsstreits, Selbstverschulden oder ein geplanter Mord? Schnell steht fest: Der Sturz vom Balkon des Studentenwohnheims sollte wie Suizid aussehen, am Opfer finden sich Kampfspuren. „Das Quartett“ muss sich die Frage stellen, ob der Tod der jungen Katharina Amerell etwas mit ihrer sensiblen Forschungsarbeit zu tun hat.Kommissarin Maike Riem (Anja Kling) und ihr Team, Pia Walther (Annika Blendl), Christoph Hofherr (Shenja Lacher) und Linus Roth (Anton Spieker), ermitteln in alle Richtungen, doch viele Spuren münden in eine Sackgasse. Einzig der Hinweis auf Kiew führt „Das Quartett“ zu einer heißen Fährte. Am Ende gibt es drei Tote zu verzeichnen – aber wie viele Täter?

„Tatort – Verschwörung“, So., 9.5., 20.15 Uhr, ARD

Nächster und wieder guter und sehenswerter Fall aus Wien (in der Sommerhitze!) mit Chefinspektor Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Major Bibi Fellner (Adele Neuhauser): Gleich zu Beginn joggt Bibi Fellner („Bist du deppert, ist das heiß heut!“) durch den Wald und begegnet dabei ganz zufällig einem hohen Beamten des Innenministeriums – nur wenig später ist genau dieser Mann tot –liegt in einer großen Kiesgrube am Stadtrand. Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), der in wenigen Tagen ein lang ersehntes Projekt bei Europol und der EU-Antikorruptionsbehörde OLAF in Den Haag antreten soll, beschließt, diesen Fall noch zu übernehmen. Aber ist es überhaupt ein Fall? Im Ministerium drängt man darauf, die Todesursache als simplen Herzinfarkt darzustellen. Es gab scheinbar keine Fremdeinwirkung, und die Spuren des Dopingmittels im Blut des Verstorbenen beweisen keine Vergiftung. Obwohl der Tote im Ministerium gefürchtet war, hatte er offenbar nur Freunde … Der Mann hinterlässt eine ehrlich trauernde Witwe, einen befreundeten Nachbarn und einen fürsorglichen Sportarzt. Genau zu dem Zeitpunkt, als Moritz Eisner erste Lücken in der blitzblanken Vergangenheit des Toten aufspürt, wird verkündet, dass Eisner den Job in Den Haag nicht bekommen wird. Die Freistellung aber, die Eisner beantragt hatte, um nach Holland gehen zu können, wurde bewilligt. Nun ist Moritz Eisner mit einem Mal den Fall und seine neue berufliche Perspektive los. Am Ende gibt es erst einen Showdown in der Kiesgrube – und danach noch eine Belobigung vom Ministerium für die zwei Ermittler.

„Marie fängt Feuer“, Sa., 9.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Bernd Schuller
Foto: ZDF - Bernd Schuller

Weniger Feuerwehr-Einsatz (im ersten Film dieses Mal zu Beginn, und im zweiten am –tragischen – Ende) und mehr Bürgersprechstunden, aber Marie kümmert sich immer noch leidenschaftlich um die Probleme andrer im malerischen, bayerischen Ort Weilheim: Mit „Spiel des Lebens“ und „Coming Out“ (16.5.) meldet sich die Reihe um eine Feuerwehrfrau aus Bayern beim Publikum zurück: Marie Reiter (Christine Eixenberger) gelingt es gerade noch rechtzeitig, zwei Kinder auf einem See zu retten. Ihr Vater hatte sie einfach vergessen. Seit dem Tod seiner Frau verfällt er immer mehr seiner Spielsucht. Marie findet heraus, dass Stefans Seitensprung nicht ohne Folgen geblieben ist. Er wird wieder Vater. Eine erneute Prüfung für die beiden. Doch Marie ist klar, dass Stefan zu seinem Kind stehen muss - genauso wie sie zu ihrer Beziehung steht. Und so überraschen sich Marie und Stefan gegenseitig am Polterabend von Angie und Marco mit ihrem spontanen Entschluss, endlich zu heiraten. Acht Filme der Sonntags-Reihe aus Weilheim und Umgebung gibt es (mit diesen beiden) seit deren Start 2016 bisher, zwei weitere sind bereits abgedreht. Ur-Bayer Wolfgang Fierek spielt die Rolle des Ernst Reiter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Ehemann von Inge (Saskia Vester) und Vater der Hauptfigur Marie Reiter (Christine Eixenberger). Für den kernigen Star aus legendären Klaus-Lemke-Filmen wie „Arabische Nächte“ bedeutet diese TV-Projekt nun immer wieder eine Rückkehr zu seinen schauspielerischen Wurzeln – wie Wolfgang Fierek verrät: „Das muss man sich mal vorstellen, nach 40 Jahren habe ich vor fünf Jahren erstmals an dem Drehort wieder gearbeitet, an dem ich meinen allerersten Film gemacht habe!“ Wo war das? „Das war in Bad Bayersoien, exakt dort habe ich damals ,Idole‘ mit dem Regisseur Klaus Lemke, meinen allerersten Film gedreht.“ Da wird sogar der leidenschaftliche Harley-Davidson-Biker Fierek sentimental: „Ich habe für ,Marie fängt Feuer‘ sogar exakt an einem Ort wieder gearbeitet, an dem ich damals auch für ,Idole‘ gedreht hatte. Das war für mich eine sehr emotionale Begegnung! Ich habe nur gedacht: Mensch, nach 40 Jahren komme ich hierher zurück und drehe nicht mehr den jugendlichen Liebhaber, aber den Familienvater. Ich habe mein Leben etwas Revue passieren lassen und das hat mir gut gefallen.“

Hinweis: Ein weiterer Film „Marie fängt Feuer“ kommt am So., 16.5., 20.15 Uhr, ZDF

„An seiner Seite“, Mo., 10.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Hendrik Heiden
Foto: ZDF - Hendrik Heiden

Dieses ZDF-Beziehungsdrama ist in der Tat ein wunderbares, weil ruhiges und seltenes Geschenk zum 80. Geburtstag der wunderbaren Senta Berger (am 13. Mai)! Ungewöhnlich und mit viel Ausdauer wird über eine Frau erzählt, die der Chauffeur Herr Schneider so beschreibt: „Sie haben das Privileg, die Dinge von außen betrachten zu können!“ Doch macht so ein Leben wirklich glücklich? Nach einer langen internationalen Karriere als Dirigent ist Walter Kler (Peter Simonischek) als Orchesterleiter nach München zurückgekehrt. Niemand ist darüber glücklicher als seine Frau Charlotte (Senta Berger), die ihr gesamtes Leben in den Dienst seiner Kunst und Karriere gestellt hat. Sie freut sich auf ein echtes Zuhause und darauf, endlich mehr Zeit für ihre Tochter und Enkeltochter zu haben. Doch ihr Mann scheint sich noch nicht so recht mit dem neuen Lebensabschnitt abgefunden zu haben, liebäugelt er doch insgeheim mit einem Engagement in New York, von dem er seiner Frau allerdings nichts erzählt. Doch dann rüttelt der unverhoffte Besuch des Fremden Martin Scherer (Thomas Thieme) Charlotte auf, denn der frisch verwitwete Scherer bittet um ein wenig Erde aus dem Garten der Klers für das Grab seiner Frau. Und der bodenständige EX-Bademeister hilft der wohlhabenden Dirigenten-Gattin nicht bloß beim Einrichten der Villa, er wird auch zur Lebenshilfe für Charlotte.

„Alles Isy“, Mi., 12. 5., 20.15 Uhr, ARD

Wiederholung vom 5.9.2018: Starker, aber auch sehr heftiger Film über die Jugend von heute – und die Vergewaltigung eines Mädchens durch drei Mitschüler auf einer Party: Der 16-jährige Jonas (Michelangelo Fortuzzi) ist in seine beste Freundin Isy (Milena Tscharntke) verliebt, aber die steht auf ältere Jungs. Als Isy auf einer Party Drogen nimmt und im Rausch die Kontrolle verliert, machen sich Jonas Freunde Lenny (Ludwig Simon) und Martin (Jakob Schmidt) mit Jonas erst darüber lustig. Doch dann eskaliert die Situation und die drei Jungen vergewaltigen das bewusstlose Mädchen. Da Isy sich an nichts erinnern kann, bleibt die Tat scheinbar ohne Konsequenzen. Während Isy gemeinsam mit ihrer Mutter Bea (Claudia Mehnert) nach und nach herausfindet, was passiert ist, vertraut sich Jonas seiner Mutter Carola (Claudia Michelsen) an. Jonas' Vater Richard (Hans Löw) will als erfahrener Staatsanwalt (der während der Autofahrt mit dem Handy telefoniert) einen Skandal verhindern. Doch was passiert, wenn nichts passiert? Wenn die Strafe ausbleibt? Der Film zeichnet das Psychogramm zweier befreundeter Familien, die vor existenzielle Entscheidungen gestellt werden.

„Das Kindermädchen: Mission Mauritius“, Do., 13.5., 18.30 Uhr, ARD

Wiederholung vom Fr., 20.10.2017, 20.15 Uhr: Das ist mal wieder ein klassischer Freitagsfilm im Ersten mit der herrlichen Saskia Vester in der Hauptrolle: Diese Frau ist immer wieder ein Hingucker – und ansteckend erfrischend ist sie auch! Saskia Vester war schon lesbische Kommissarin in der ZDF-Reihe „KDD – Kriminaldauerdienst“ und Kindergärtnerin mit Zöpfen im Drama „Ayla“. Nun ist sie als energiegeladene Kinderfrau in ständiger Finanznot in der neuen ARD-Reihe „Das Kindermädchen“ zu sehen. Wie hat sie die Dreharbeiten und die Insel Mauritius erlebt? Diese Dreharbeiten waren wirklich sportlich, denn wir hatten immer eine Sechs-Tage-Woche und das bei 30 oder 40 Grad im Schatten. Aufstehen war für mich immer morgens, um 5:00 Uhr, angesagt, denn ich bin fast jeder Szene drinnen. Man kann sich vorstellen, das war kräftezehrend, aber in dieser unglaublich schönen Umgebung auch wunderbar. Ich kam zurück und habe gedacht, ich habe ein Höhen-Training hinter mir – und mir ging es blendend.“

„Ein Dorf wehrt sich“, Fr., 14.5., 20.15 Uhr, ARTE

Wiederholung vom 10.1.2020 (ARTE): Nach und nach werden Deutschland und Österreich im Jahr 1945 von den Nazis befreit. Doch in Altaussee, im Salzkammergut, ist ihre Herrschaft noch nicht zu Ende. Hier haben sich Nazi-Größen wie Ernst Kaltenbruner (Oliver Masucci), Chef der Gestapo, in der Nähe des alten Salzbergwerks verschanzt. In dessen Stollen lagern Kunstschätze, die in ganz Europa für das geplante Führer-Museum in Linz geraubt wurden. Der Gauleiter von Oberdonau, August Eigruber (Philipp Hochmair), ordnet die Sprengung an, damit die Meisterwerke nicht in die Hände der Alliierten fallen. Doch bei den Bergleuten beginnt sich Widerstand zu regen. Aber im Gegensatz zu seinem Freund Franz, der mit seiner Frau Elsa die Deserteure und Partisanen in den Bergen heimlich versorgt, versucht der eigenbrötlerische Sepp Rottenbacher (Fritz Karl), sich möglichst aus allem rauszuhalten. Erst als sein Freund von der Gestapo erschossen wird und wie ein Hund verscharrt werden soll, kommt er aus der Reserve … Zusammen mit den Bewohnern des kleinen Dorfs stellt er sich gegen den Befehl des Gauleiters und versucht, die Sprengung des Bergs in letzter Minute zu verhindern, um die Mine als ihre Existenzgrundlage zu sichern. Dabei begibt sich die Dorfgemeinschaft in große Gefahr, denn auf Widerstand steht immer noch die Todesstrafe …

„Steirerkreuz“, Sa., 15.5., 21.45 Uhr, ARD

Erstsendung war am Sa. 12.12.2019, 20.15 Uhr: Mit diesem Austria-Krimi melden sich die beiden ziemlich unterschiedlichen Grazer Ermittler Sandra Mohr (Miriam Stein) und Sascha Bergmann (Hary Prinz) beim Publikum zurück: Die Grazer Kommissare müssen diesmal in das abgelegene Mürztal, um mit dem gemütlichen Orts-Polizisten Ferdinand Franz (Holger Schober) einen bizarren Todesfall aufzuklären: Der Unternehmer Walter Fürst (Christian Strasser) liegt tot im eigenen Bett - mit Würgemalen am Hals. Seine Familie, allen voran die strenge Matriarchin Pauline Fürst (schöne Gastrolle für Gisela Schneeberger), verbittet sich allzu direkte Fragen. Einen Skandal wie vor Jahren, als ein ehemaliger Mitarbeiter (Julian Weigend) wegen der Vergewaltigung ihrer Schwiegertochter Magdalena (Anna Rot) verurteilt wurde, will sie unbedingt vermeiden. Ein frommer Wunsch, denn Spuren aus der Todesnacht führen in das Bordell am Ortsrand. Doch selbst mit dem „Insiderwissen“ ihres örtlichen Kollegen, der im Puff ein und aus geht und mit der Hure Milena (Iva Lukic) fest verbandelt ist, kommen Mohr und Bergmann bei ihren Ermittlungen nicht weiter.

„Tatort – Wo ist Mike?“, So., 16.5., 20.15 Uhr, ARD

Nächster und wieder ziemlich psychisch belasteter Fall aus Franken (dieses Mal Bamberg) für Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs): Der fünf-jährige Mike ist verschwunden. Drei Tage lang denken seine getrennt lebenden Eltern (Linda Pöppel, Andreas Pietschmann), dass ihr Sohn beim jeweils anderen ist, bis der Irrtum auffällt … Nun verdächtigt die Mutter wütend den Vater, der Vater die Mutter. Doch wo ist Mike wirklich? Welche Wahrheit verbirgt der Wald hinter dem Haus, in dem der Junge sich oft versteckt hat, wenn die Eltern sich stritten? In welcher Verbindung steht Mike zum 17-jährigen Titus (sehr stark: Simon Frühwirth), der sich stets verfolgt fühlt und den seine Angst bis nach Amsterdam treibt? Für Paula Ringelhahn nimmt der Fall eine persönliche Wendung, als der Verdacht auf den Lehrer Rolf Glawogger (Sylvester Groth) fällt, zu dem sie seit kurzem eine innige und liebevolle Beziehung unterhält.

„Systemsprenger“, Mo., 17.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Peter Hartung
Foto: ZDF - Peter Hartung

Preisgekrönt, aber absolut kein leichter Stoff – und dieser (überlange) Kinofilm kommt hier zur Erstsendung im deutschen Fernsehen: Egal ob Pflegefamilie, Wohngruppe oder Schule, Benni (hochgelobt: Helena Zengel) fliegt sofort wieder raus: zu laut, wild und unberechenbar. Die Neunjährige ist, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni doch nur Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen. Die aber hat Angst vor dem unberechenbaren Kind. Als keine Lösung mehr in Sicht scheint, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha (Albrecht Schuch) sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien. Es ist die warmherzige Frau Bafané (Gabriela Maria Schmeide) vom Jugendamt, die dieses letzte Experiment wagt. Sie engagiert Micha, als sie selbst zu verzweifeln droht. Denn niemand will Benni mehr aufnehmen. Von der Schule ist sie dauerhaft suspendiert. Nicht einmal der Alltag mit ihr ist zu schaffen: Wegen traumatischer Erfahrungen in frühester Kindheit darf niemand ihr Gesicht berühren. Als Bennis Mutter Bianca (Lisa Hagemeister) am Ende plötzlich wieder auftaucht, nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf.

„Schrei nach Liebe“, Mo., 17.5., 22.10 Uhr, ZDF

Mit der 30 Minuten Dokumentation zum Thema und dem Untertitel „Wenn Kinder zu Systemsprengern werden“, wird direkt an den Film angeschlossen: Notunterkunft, Kinderheim, Wohngruppe: Luca war schon überall. Er kommt nirgendwo klar, schlägt oft um sich – und sucht nur Halt, ein Zuhause. Luca ist ein sogenannter Systemsprenger. Diese interessante Dokumentation zeigt die tatsächliche Situation von Kindern und Jugendlichen, die durch das Raster des Hilfesystems fallen, und hinterfragt, warum dies immer wieder passiert. Experten schätzen, dass es in Deutschland bis zu 13.000 Kinder gibt, die als Systemsprenger gelten. Die Doku zeigt die Schicksale von Systemsprenger-Kindern und zeigt auf: Weil das überforderte Hilfesystem für Kinder wie Luca nicht frühzeitig einen adäquaten Platz findet, werden Kinder zu Systemsprengern. Ein frühzeitiges Kontrollsystem und bundesweit kooperierende Jugendämter könnten helfen, solche Entwicklungen zu verhindern.

„37 Grad: Die Wütenden“, Di., 18.5., 22.15 Uhr, ZDF

Nach Spielfilm und Dokumentation vom Vortag, greift auch die gut gemachte Doku-Reihe des Zweiten das Thema auf: „Systemsprenger“ – Untertitel „Wenn Kinder das System sprengen“: Bis zu ihrem 14. Lebensjahr lief alles ganz gut. Vielleicht ein bisschen chaotisch, weil ihre Mutter alleinerziehend war und Luna als ältestes von fünf Kindern sehr viel Verantwortung zu tragen hatte. Aber das Leben auf dem Land in ihrem großen Haus mit ihren Tieren gefiel ihr. „Das Haus war meine Festung, hier konnte ich Spaß haben, traurig sein und mich beschützt fühlen“, sagt Luna. Doch dann, als sie gerade in der Schulkantine war, kam der Anruf, dass ihr Haus in Flammen steht. Lennard (12) würde am liebsten den ganzen Tag mit dem Hund aus der Nachbarschaft spielen. „Wenn ich traurig bin, weil ich nicht bei meiner Mama sein kann, tröstet mich der Hund“, sagt er. Nicht bei seiner Mutter sein zu können – das ist das Gefühl, das Lennard seit seinem dritten Lebensjahr begleitet. Und das ihn manchmal an seine Grenzen bringt. Lennard und Luna geben einen Einblick in die verlorenen Seelen von Kindern, die sich nirgends angenommen fühlen.

„Großstadtrevier – St. Pauli 06:07 Uhr“, Mi., 19.5., 20.15 Uhr, ARD

Zum zweiten Mal (nach einem Weihnachts-Spezial) kommt ein Spielfilm zur ARD-Vorabendserie! Es ist 06:07 Uhr, als das Leben von Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz) aus den Fugen gerät. Die Hamburger Polizistin des PK14 sitzt auf dem Heimweg in der U-Bahn (eingestiegen an der Station St. Pauli), als ein Streit zwischen drei Männern eskaliert. Sie geht dazwischen – und wird in der Folge brutal zusammengeschlagen, während die anderen Fahrgäste zuschauen – aber niemand greift ein … Für Harry Möller (Maria Ketikidou), Lukas Petersen (Patrick Abozen) und die übrigen Kolleginnen und Kollegen vom „Großstadtrevier“ beginnt damit eine nervenaufreibende Suche nach den Tätern. Frustrierende Gespräche mit Zeugen bleiben ergebnislos, niemand will etwas gesehen haben. Die Polizistinnen und Polizisten, die täglich ihr Leben für andere riskieren, erfahren selber kaum Hilfe. Als am Hafen ein Toter aufgefunden wird, offenbaren sich neue Abgründe – und Nina Sieveking gerät plötzlich selbst ins Visier der Ermittlungen. Nett ist Heinz Hoenig in einer kleinen Gasttrolle, der als Herr Rabe nach 48 Minuten auch an „die alten Pauli-Zeiten“ mit Polizist Dirk Matthies (Jan Fedder) erinnert. Was bedeutet das für Hauptakteurin Wanda Perdelwitz innerhalb des Serienalltags? „So ein Spielfilm zu einer Serie ist für alle Mitwirkenden etwas Besonderes, weil wir grundsätzlich wenig Zeit und stets ein sehr eng gestricktes Zeitmanagement haben. Es war für uns alle spannend, nun in 21 Drehtagen und 90 Film-Minuten intensiver in eine Thematik eindringen können.“

„Das Kindermädchen – Mission Italien“, Fr., 21.5, 20.15 Uhr, ARD

Nach Mauritius, Südafrika und Kanada kommt nun der vierte Filmeinsatz für Saskia Vester als Premium Nanny in der Reihe „Das Kindermädchen“ (wegen Fußball vom 30.4.2021 verschoben): Dieses mal steigt Henriette „Henni“ Höffner(Saskia Vester) begeistert im sonnigen Apulien aus dem Überlandbus München-Bari. Ihr neuer Auftrag führt die Weltenbummler-Nanny zu einer deutschen Auswanderer-Familie mit zwei Kindern im Teenie-Alter. Rosa Westphal (Clelia Sarto), die mit ihrem Mann Benno (Janek Rieke) eine malerische Olivenfarm betreibt, setzt große Stücke auf die Münchner Erzieherin mit den imposanten Referenzen. Dass die selbstbewusste Einser-Schülerin Luisa (Laila Padotzke) und der musikalisch begabte, aber sensible Julian (Marlon Heidel) überhaupt eine Aufsicht brauchen, kommt Henni allerdings seltsam vor – zumal es dazu noch erkennbar schlecht um die Finanzen der Familie steht. Außerdem wundert sich Henni über einen heimlichen Arztbesuch ihrer Auftraggeberin, den sie zufällig beobachtet. Verdächtig findet Henni die Nähe des Ehemanns zu der attraktiven Vittoria (Liza Tzschirner), die auf dem Hof beschäftigt ist. Auch die heftigen Streitereien zwischen den Eheleuten lassen wenig Gutes vermuten.

„Was gewesen wäre“, Fr., 21.5., 20.15 Uhr, ARTE

Etwas langarmiger Fernsehfilm (des Westdeutschen Rundfunk, WDR) über Beziehungen und mit schönen Budapest-Bildern: Gibt es eine zweite Chance für die erste große Liebe? Eigentlich ist die Ende 40-jährige Ärztin Astrid (Christiane Paul) frisch in den Lebemann Paul (Ronald Zehrfeld) verliebt und die beiden Berliner freuen sich auf ein romantisches Wochenende in Budapest. Ab geht es also ins berühmte „Hotel Gellert“ direkt an der historischen Brücke zwischen Buda und Pest. Doch als Astrid plötzlich in der ungarischen Hauptstadt nach 30 Jahren ihrer ersten großen Liebe Julius (Sebastian Hülk) gegenübersteht, kommt alles anders als geplant. Astrid wird von ihren Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit mit Julius Mitte der 1980er in der DDR wieder eingeholt. Ihre Liebe war damals nie einfach, aber immer aufregend. Aber der Lauf der Geschichte hatte die beiden getrennt und Astrid mit Gefühlen zurückgelassen, die sie nie richtig verarbeitet hat. Doch nun könnte plötzlich alles sein, wie es nie gewesen war. Jedoch gibt es da nun eben auch noch Paul …

„Wilsberg – Aus heiterem Himmel“, Sa., 22.5, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Thomas Kost
Foto: ZDF - Thomas Kost

Nur noch im Vorspann ist Ina Paule Klink zu sehen, denn sie ist ja als Rechtsanwältin Alex Holtkamp ausgestiegen! Aber man will beim ZDF keinen neuen Vorspann produzieren, noch nicht, denn Alex‘ Nachfolgerein (Patricia Meeden) tritt ihren TV-Dienst bei „Wilsberg“ erst noch an (und dann soll auch ein neuer Vorspann kommen)! Wegen eines Versprechens soll Georg Wilsberg (Leonard Lansink) mit Anna Springer (Rita Russek) tanzen. Sein neuer Anzug wird gerade abgesteckt und sie hat schon ein schickes Kleid an … doch dann soll Privatdetektiv Wilsberg der Inhaberin der Schneiderei helfen, die sich von ihrem Vermieter schikaniert fühlt. Kurz darauf wird ein Geschäftsnachbar vor ihren Augen per Videoübertragung ermordet. Eine Spur führt Wilsberg zu einer undurchschaubaren Immobilienmaklerin. Ekki Talkötter (Oliver Korittke) hat in der Zwischenzeit eine neue Bekanntschaft über eine Blind-Date-App gemacht. Und Overbeck (Roland Jankowsky) jagt in geheimer Mission den Hintermännern einer illegalen Drogen-App hinterher. Dabei strapaziert er nicht nur die Ressourcen der Polizei, sondern auch die Nerven seiner über seinen unautorisierten Alleingang wenig amüsierten Chefin Springer.

„Wir bleiben Freunde“, So., 23.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Georges Pauly
Foto: ZDF - Georges Pauly

Mit Ulrike Kriener und Henry Hübchen ist dieser Montagsfilm aus Hamburg zumindest einmal gut besetzt – aber eben leider auch nur mit diesen beiden Hautrollen: Dorothee Heitmann (Ulrike Kriener) kann mal wieder nicht Nein sagen, und so nimmt sie ihren Ex-Mann Volker (Henry Hübchen) mit gebrochenem rechtem Arm und Bein als Pflegefall auf Zeit bei sich zu Hause auf. Dabei ist sie gerade frisch verliebt in Moritz Fichte (der ist bei dem Nachnamen natürlich Landschaftsgärtner!). Kann das gut gehen? Volker liegt fortan auf dem Sofa im ehemals gemeinsamen Haus und fühlt sich überaus wohl. Doro aber ist hin- und hergerissen zwischen liebevoller Fürsorge für Volker und ihrem neuen Freund und der findet den Ex immer unerträglicher. Eigentlich soll die Notlösung nur fünf Tage sein, danach will Doro mit Moritz auf Reisen, doch am Ende ist Doro zwischen den Stühlen und versucht, es allen recht zu machen – bis es ihr irgendwann reicht und sie sagt den Titel dieses durchschnittlichen Unterhaltungsfilms: „Wir bleiben Freunde!“.

„Tatort – Neugeboren“, So., 24.5., 20.15 Uhr, ARD

Oje, da hat man im beschaulichen Bremen spontan die „Muddi“-Ermittlern Lürssen (Sabine Postel) und deren guten Assi Stedefreund (Oliver Mommsen) gegen ein junges und vermeintliches Power-Team durchgetauscht. Nun kommt dessen Premiere – und es drängt sich die Frage nich einmal mehr auf, ob diese Neuerung fürs Publikum denn so gut ist!? Nicht nur mehr Power gibt es, auch mehr Brutalität … Denn was mit einer brutalen Schlägerei im Regen beginnt, das wird flott von einer lauten Hausgeburt getoppt – und dann wird auch noch prompt ein Neugeborenes vermisst … Mächtig viel los also, in der vielleicht doch nicht so beschaulichen Weserstadt. Und dazu kommen ziemlich unscheinbare Kommissare zwischen Tanz mit der Köchin der Mensa und Abschieds- und Begrüßungs-Donats. Leider ziemlich wirr und irgendwie doch eher überflüssig ist dieser erste Bremer „Tatort“ mit einem neuen Dreier-Team (und der zweite Versuch wird momentan gedreht).

„Hannes Jaenicke – Im Einsatz für den Wolf“, Di., 25.5., 22.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Sebastian Reeh
Foto: ZDF - Sebastian Reeh

Hier kommt die nächste Dokumentation zum Thema Umwelt- und Naturschutz von und mit Schauspieler Hannes Jaenicke, dem diese Arbeit eine Herzensangelegenheit ist: Seit rund 20 Jahren ist der Wolf wieder heimisch in Deutschland. Ein Comeback, das niemanden kaltlässt. Die Tiere fühlen sich hier wieder wohl. Laut „Wolfmonitoringjahr 2019/2020“ leben hierzulande 128 Rudel, 36 Paare und neun sesshafte Einzelgänger. Ihr Bestand, so schätzen Experten, wird pro Jahr um etwa 30 Prozent zunehmen. Ein großartiger Erfolg für den Artenschutz. Manche Wolfsfreunde sehen in den Tieren sogar die Retter der Natur. Landwirte dagegen sprechen häufig über traumatische Erlebnisse nach Wolfsangriffen auf ihre Tierherden. Die Fronten zwischen Wolfsbefürwortern und -gegnern verhärten sich zunehmend. Hannes Jaenicke ist klar: „Es gibt Probleme mit dem Wolf. Aber gibt es auch Lösungen? Wie viel Wolf vertragen wir in Deutschland?“ Zu Beginn der Dokumentation will der naturverbundene Schauspieler den Tieren möglichst nahekommen. Gar nicht so einfach, denn Wölfe sind Menschen gegenüber äußerst vorsichtig und scheu. Begegnungen mit ihnen in freier Natur sind sehr selten. Hannes Jaenicke reist nach Niederösterreich, in das weltweit einmalige Wolfsforschungszentrum WolfScienceCenter: In riesigen Freigehegen wird das Sozialverhalten von Wölfen und Hunden wissenschaftlich erforscht. Dabei erfährt Jaenicke, welch erstaunliche Ähnlichkeiten es zwischen Mensch und Wolf gibt, in der Persönlichkeit ebenso wie in der Kooperationsbereitschaft.

„Nimm du ihn“, Mi., 26.5., 20.15 Uhr, ARD

Wiederholung vom Mi., 4.9.2019: Sehenswerte Komödie vom Bayerischen Rundfunk: „Da laufen wir das ganze Leben ohne Vater rum und dann schieben sie uns so einen Greis hier rein, 14 Tage vor dem Verfallsdatum!" Die Geschwister Mareike (Andrea Sawatzki), Dietrich (Simon Schwarz) und Felicitas Reber (Jule Böwe) trauen ihren Augen kaum, als nach 50 Jahren Abwesenheit ihr in Argentinien verschollen geglaubter Vater Xaver (herrlich: Branko Samarovski) plötzlich auftaucht – mittellos, ohne Rentenanspruch und Krankenversicherung, mit nichts als seiner Zahnbürste im Gepäck. Beweis: Dietrich soll ein Muttermal auf der rechten Pobacke haben! Der Versuch, ihn im Sozialamt, im Altenheim oder an einer Autobahnraststätte abzuladen, scheitert – und so tingelt der schlagkräftige Xaver nach und nach durch alle Wohnungen und bringt dabei die Familien, Partnerschaften und die Arbeit seiner Kinder ganz gehörig durcheinander. Dabei stellt sich heraus, dass auch unter den drei Geschwistern einiges im Argen liegt, und so dauert es nicht lange, bis sie merken, dass ihr freilaufender Vater nicht ihr größtes Problem ist …

„Das Mädchen aus dem Bergsee“, Mi., 26.5., 20.15 Uhr, ZDF

Nächster deutsch-österreichischer Krimi in Co-Produktion mit viel Dialekt und noch mehr Familien-Trubel: Eine Frauenleiche wird auf dem Grund des Bergsees im schönen Ötztal gefunden, an dem die Polizistin Lisa Kuen (Patricia Aulitzky) ihre Kindheit verbracht hat. Schnell ist klar, dass ein Tötungsdelikt vorliegt. Die Ermittlungen der Tiroler Polizei führen Lisa Kuen zunächst in ein Innsbrucker Bordell, in dem das junge Opfer Frieda als Prostituierte arbeitete. Wieso weiß die beste Freundin Tamara nichts davon, dass Frieda auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern war? In Innsbruck, der Hauptstadt Tirols, überschlagen sich dann schier die Ereignisse, und Lisa Kuens eigene Lebensgeschichte beginnt sich immer stärker mit dem Fall zu verstricken.

„Mordkommission Istanbul – Entscheidung in Athen“, Sa., 29.5., 20.15 Uhr, ARD

Dies ist das (actionreiche) Ende der Reihe nach 23 Filmen in 13 Jahren! Wegen der nach wie vor unsicheren Lage in der Türkei, war er zuletzt in Thailand aktiv und nun reist Kommissar Mehmet Özakin (Erol Sander) innerhalb der ersten paar Film-Minuten flugs zu seiner Ex-Frau in Griechenlands Hauptstadt: Denn dort verschwindet bei einer spontanen Kleiderprobe und direkt aus der Umkleidekabine Clara (Alexandra Kolaiti), die 17-jährige Tochter des Lebensgefährten Steffen (Michael Rotschopf) von des Kommissars Ex-Frau. Als die örtliche Polizei Sevims Vermisstenmeldung nicht ernst nimmt und auch Steffen wie vom Erdboden verschluckt scheint, bittet sie ihren Ex-Mann Mehmet Özakin um Hilfe. Der Istanbuler Kommissar eilt sofort in die griechische Hauptstadt. Dort findet er heraus, dass Clara sich in der Hand von Entführern befindet. Einen Zusammenhang vermutet Özakin zur journalistischen Arbeit von Steffen … Nach 32 Minuten gibt es den ersten Toten. 10 Minuten vor Filmende den zweiten – und acht Minuten vorm Schluss eine wilde Schießerei – aber die Teenagerin – genauso wie Kommissar Özakin – überlebt unverletzt.

„Polizeiruf 110 – An der Saale hellem Strande“, So., 30.5., 20.15 Uhr, ARD

Gratulation, denn das nächste TV-Jubiläum im Ersten seht am, runde 50 Jahre gibt es den mit der Wende vom DDR-Fernsehen übernommen „Polizeiruf 110“ nun! Was passiert zum Jubiläum? Es ist ein eher leiser Film ohne Action. Ein Kellner kommt nachts von der Arbeit und wird direkt vor der Haustür eines herunter gekommenen Mehrfamilienhauses (bei flackerndem Licht) erstochen. Die Kommissare Henry Koitzsch (Peter Kurth) und Michael Lehmann (Peter Schneider) heißt es nun, wer war das? Eines ist dabei schnell klar, unter den Hausbewohnern und Leuten, die zur Tatzeit auf der Straße unterwegs waren, gibt es einige mit Eigenarten. Nach schier endlosen Verhörszenen im kargen Büro bleibt am Ende der Messermord offen – dabei wird aber wie nebenbei ein zweiter Mord aufgeklärt – und das Fazit des Kommissars Koitzsch: „Wir müssen wachsam bleiben!“ Nette Geste – nach 50 Minuten kommt ein Gastauftritt – in der Küche, Fischstäbchen-kochend: Denn bis 1995 hat Andreas Schmidt-Schaller 33mal als Oberleutnant Thomas Grawe im „Polizeiruf 110“ ermittelt – nun kommt zum 50. Geburtstag der ARD-Jubiläumskrimi „Polizeiruf 110 – An der Saale hellem Strande“ als Überraschung oder Geschenk fürs Publikum Ihre Rückkehr: „Für mich war das auch eine Überraschung. Man hat mich gefragt, denn man war der Meinung, dass ich beim Jubiläumsfilm ,50 Jahre Polizeiruf 110‘ mit dabei sein sollte. Dann kam das Drehbuch und ich habe diese Arbeit gerne gemacht, eine Gastrolle als Großvater, das sehe ich als einen Spaß mit Augenzwinkern.“

Hinweis: Dazu gibt es noch „Polizeiruf 11ß0 – Die Kriminaldokumentation“ am So., 30.5., 23.35 Uhr, ARD

„Ihr letzter Wille kann mich mal“, Mo., 31.5., 20.15 Uhr, ARD

Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht schrieben 1985 als Hauptdarsteller der preisgekrönten Kinokomödie „Männer“ deutsche Filmgeschichte. Die Dreieckskonstellation mit einer starken Frau zwischen zwei gegensätzlichen Rivalen greift nun die Komödie „Ihr letzter Wille kann mich mal!“ auf ungewöhnliche Weise auf: Heinrich Gruber (Heiner Lauterbach), ein Staatsanwalt, wie er im Buche steht, und der Reisejournalist Tom Gruber (Uwe Ochsenknecht) haben im Leben wenig gemeinsam. Umso mehr staunen die beiden Herren um die 60, als sie sich bei einer Testamentseröffnung kennenlernen – und zwar als Ehemänner der Verstorbenen! Die mit dem Auto verunglückte Sophia hat jahrzehntelang ein ebenso geheimes wie glückliches Doppelleben geführt. Während der esoterisch angehauchte Tom seinen Nebenbuhler gerne kennenlernen möchte, um seine geliebte Frau noch besser zu verstehen, schaltet Heinrich in seinem Schmerz komplett auf stur. Der paragrafenfeste Jurist erkennt Sophias Las-Vegas-Trauung mit Tom genau so wenig an wie ihren letzten Willen: Sie bittet, dass ihre Asche in der Nordsee verstreut wird - und zwar von „ihren“ Männern gemeinsam! Um diesem nicht rechtskonformen Wunsch nachzukommen, entwendet Tom die Urne beim Bestatter. Heinrich lässt sich jedoch nicht abschütteln. Auf der gemeinsamen Fahrt mit Toms Camper lernen sie die schwangere Anhalterin Ella (Svenja Jung) kennen, die sie kurzzeitig zum Innehalten bringt. Der Burgfrieden zwischen den Hitzköpfen hält jedoch nur bis zur Ankunft auf der Insel Neuhever. Jetzt geht es darum, wer vor Ort seinen Dickkopf durchsetzt: Seebestattung oder Friedhof. Durch ihre Rivalität merken Heinrich und Tom zunächst nicht, dass ihre umsichtige Sophia auch bei ihrem letzten Willen alles perfekt eingefädelt hat.

„Waidmannsdank“, Mo., 31.5., 20.15 Uhr, ZDF

Nächster Landkrimi in deutsch-österreichischer Co-Produktion – aus Kärnten – und dem dortigen Nationalpark: Dort erschüttern ein Mordfall, illegale Machenschaften und Familienkonflikte den scheinbaren Frieden einer kleinen Dorfgemeinschaft. Als einer der Dorfbewohner bei einem Sturz von einem Hochsitz stirbt, glauben die Dorfpolizisten Georg Treichel und Martina Schober zunächst an einen tragischen Unfall. Doch dann stellt sich heraus: Eine der Sprossen der Leiter wurde präpariert, und alle Zeichen sprechen für Mord. Schnell gerät der Jäger Flattacher unter Verdacht, der den Toten unter seinem Hochsitz gefunden hat. Kurz darauf erschüttert ein Anschlag auf Bauer Hannes Guggenbauer senior das Dorf: Auf sein Auto wurde aus dem Hinterhalt geschossen. Der Bauer selbst wird dabei nur leicht verletzt. Dorfpolizist Treichel hingegen, der am Steuer gesessen hat, fällt mit schweren Verletzungen ins Koma. Um Polizistin Martina Schober bei der Ermittlungsarbeit zu unterstützen, wird Oberinspektorin Acham aus Klagenfurt in den kleinen Ort versetzt.

 

©Wolfgang Wittenburg – Jede Informationsauswertung honorarpflichtig 2021