Wolfgang Wittenburg

 

° Autor

 

° Journalist

 

° Sprecher

 

PRESSEBÜRO


WITTENBURG


TV-Tipps Februar 2021

„Friesland – Haifischbecken“, Sa., 27.2, 20.15 Uhr, ZDF

Nächster, allerdings nur bedingt komischer, Krimi aus Leer (wegen Handball-Sportübertragung von Sa., 23.1.21 verschoben): Dort soll die digitale Zukunft beginnen – wenn es nach Wirtschaftsförderin Grit Larson und Investment-Company-Inhaber Johann Waal geht. Geplant ist ein Friesland-Valley-Technologiepark. Klar, dass Kriminalhauptkommissar Brockhorst (Felix Vörtler) dem hohen Besuch Johann Waal eine Polizeieskorte stellt: Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) sollen ihn zum Hotel und zur abendlichen Veranstaltung begleiten. Doch aus dem Hotel, zu dem Süher und Henk den Geschäftsmann eskortiert hatten, taucht dieser nicht mehr auf – er ist wie vom Erdboden verschluckt, seine Sachen befinden sich aber noch immer im Hotelzimmer. Brockhorst tobt – und Bestatter Habedank auch. Schließlich hatte Habedank als schneidiger Geschäftsmann eine größere Summe für die Unternehmer-Witwe Vera Tillich (Tatja Seibt) in Waals Projekt investiert. Nun fordert die ältere Dame natürlich ihr Geld zurück, doch das ist wie der Investor spurlos verschwunden. Bis Bestatter Habedank eine beunruhigende Entdeckung macht …

„Nächste Ausfahrt Glück (1/2)“, So., 28.2, 20.15 Uhr, ZDF

Erster Film (nach einem Drehbuch hat Georg Weber, Ehemann von Schauspielerin Ulrike Kriener) zum zweiteiligen Start der neuen Reihe – doch die ist leider eher lass und langatmig. Dies gilt auch für die Musk – wenn es um Rückkehr geht, dann ist „My Hometown“ von Bruce Springsteen zu hören, nach Ehe-Stress das „Air“ von Johann Sebastian Bach. Hauptdarstellerin Valerie Niehaus ist voller Freude und sagt: „Diese Geschichte hat auf Anhieb mein Herz gewonnen, weil sie für mich mitten aus dem Leben kommt. Wir sind ein Freundeskreis von sechs Leuten, die sich seit frühester Jugend kennen. Einer dieser Freunde ist 1989 über die Botschaft in Prag aus der DDR abgehauen – und nun kommt dieser Mann 30 Jahre später plötzlich wieder zurück.“

Hinweis: Der zweite Film der „Herzkino“-Reihe „Nächste Ausfahrt Glück“, So., 7. März, 20.15 Uhr

TV-Tipps März 2021

„Unter anderen Umständen – Für immer und ewig“, Mo., 1.3, 20.15 Uhr, ZDF

Nächster Fall für die kürzlich von Schleswig nach Flensburg umgesiedelte Jana Winter (Natalia Wörner): Denn eine junge Frau wird erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden. Am Abend zuvor hatte das Nachbar-Paar reichlich Stress. Die Kripo in Flensburg ermittelt. Jana Winter und ihrem Team fällt dabei ein Detail besonders ins Auge. Die Tatwaffe war offensichtlich ein rotes Seil, das beim Segeln verwendet wird. Damit zeigen sich Parallelen zu einem alten Fall: Der Täter, Jan Littkovski (Karsten Antonio Mielke), ein ehemaliger Bootsbauer, sitzt eigentlich noch hinter Gittern, doch er hatte ausgerechnet zur Tatzeit Freigang. Hinzu kommt: Doreen Hahn (sehr gut: Bettina Stucky), seine erst Brieffreundin und dann Verlobte, wohnt gegenüber des Mordopfers und sie hatte Stress mit ihrem Jan. Doreen Hahn, die Littkovski über eine Brieffreundschaft ins Gefängnis kennengelernt hatte, gibt dem Verdächtigen ein Alibi: Littkovski sei den ganzen Abend bei ihr gewesen. Außerdem stehe er kurz vor der Haftentlassung. Warum sollte er so kurz vor der Entlassung seine Freiheit aufs Spiel setzen? Dann stoßen die Ermittler plötzlich auf eine weitere Brieffreundin und Jana Winter ermittelt in alle Richtungen.

„37 Grad: Mama Held – Eine Pflegemutter kämpft für ihre Kinder“, Di., 2.3, 22.15 Uhr, ZDF

Nächste und sehr zu Herzen gehende Doku dieser wertvollen, wöchentlichen ZDF-Reihe: Kerstin Held aus der Wesermarsch ist momentan Pflegemutter von vier behinderten Kindern – insgesamt hat die allein erziehende Mutter zwölf Kindern nicht nur ein Zuhause, sondern auch eine Familie gegeben. Denn sie hat ihr ganzes Leben dieser Aufgabe gewidmet. Auf politischer Ebene kämpft sie um die Rechte aller Kinder mit Behinderung. Als Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. setzt sich Kerstin dafür ein, dass behinderte Kinder wie bei ihr in einer familiären Umgebung aufwachsen dürfen statt im Heim. Wenn man mir das Mama-Sein abspricht und sagt, wir sind keine Familie, sondern ein Kinderheim, dann ist das das Verletzendste, was man mir sagen kann."

„Petting statt Pershing“, Fr., 5.3, 20.15 Uhr, ARTE

Mittelmaß-Kinofilm (von 2019) mit viel schwarzem Humor: In der Liebe ist alles erlaubt? Für Ursula Mayer (Anna Florkowski) schon, denn die 17-Jährige hat es nicht leicht, dabei will sie doch eigentlich nur eins: endlich Sex haben. Doch es ist das Jahr 1984, und als Außenseiterin {genannt „Obelix“) in ihrem kleinen verschlafenen Heimatort in Westdeutschland kann sie das vergessen. Alle finden sie hässlich, oder wie die Kinder in der Schule sagen: „Ursula kommt noch nach Ausländern, Behinderten und Homos.“ Ursulas konservative Eltern (Christina Große und Thorsten Mertens) hingegen halten sie für frühreif und denken, sie hätte bereits Geschlechtsverkehr gehabt. Als einziger Verbündeter bleibt ihr somit nur Opa Wilhelm, Stalingradkämpfer und deftiger Kenner der Frauen. Inzwischen leicht senil, verwechselt Opa allerdings gerne die Vergangenheit mit der Gegenwart und rät Ursula, sich zu wehren und einfach zurückzuschlagen. Doch auch damit erntet sie nur Ärger. Plötzlich ändert sich alles, als der linke und wesentlich ältere Geschichtslehrer Siegfried Grimm (Florian Stetter) in Ursulas Leben tritt … Schluss-Satz: „Die meisten Menschen machen immer so weiter!“

„John und Yoko“, Fr., 5.3, 21.45 Uhr, ARTE

Nicht nur für Musik-Fans interessante und 98-minütige ZDF-Dokumentation von 2018 aus England: Es ist die Geschichte hinter John Lennons 1971 veröffentlichtem Album „Imagine“. Eine Geschichte der Verschmelzung von Liebe und Politik, Kunst und Musik. Die außergewöhnliche Dokumentation enthüllt die Tiefe der kreativen Zusammenarbeit von John Lennon und Yoko Ono. Dabei wird deutlich, wie emanzipativ und revolutionär die künstlerischen und politischen Ansätze des Paares zur damaligen Zeit waren – und wie relevant sie heute immer noch sind.

„Helen Dorn – Wer Gewalt sät“, Sa., 6.3, 20.15 Uhr, ZDF

Bei einem Bummel übern Hamburger Dom ist erst alles trocken, dann, am Luftgewehr-Schießstand, plötzlich nass (ohne, dass es sichtbar geregnet hat) – und dann ist es urplötzlich dunkle Nacht, als eine schwer verletzte Rettungssanitäterin aufgefunden wird: All das geschieht in den ersten fünf Minuten dieses Krimis! Wesentlicher ist aber, dass einige Jugendliche überreagiert zu haben scheinen – und daraufhin auch noch der andere Rettungssanitäter Holger Krawitz (Matthias Koeberlin) Rache einfordern will. All das passiert im nächsten und mittel-guten Fall (mit vielen Hamburg-Motiven) für LKA-Ermittlerin Helen Dorn (Anna Loos).

„Tatort – Borowski und die Angst der weißen Männer“, So., 7.3, 20.15 Uhr, ARD

Nicht zufällig läuft dieser Ausnahme-Krimi aus Kiel am Vorabend des Weltfrauentages: Auf einer Brachfläche in der Nähe eines beliebten Kieler Clubs wird morgens die misshandelte Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Die Videoüberwachung des Clubs liefert Klaus Borowski (Axel Milberg) und Mila Sahin (Almila Bagriacik) ziemlich bald einen Verdächtigen: Mario Lohse (sehr gut: Joseph Bundschuh). Der verschüchtert wirkende Außenseiter schaut sich regelmäßig im Internetforum des sogenannten „Pick-Up-Artists“ Hank Massmann (gut: Arnd Klawitter) frauenverachtende Videos an. Da Lohse kein stichhaltiges Alibi vorweisen kann, entscheiden sich Borowski und Sahin zu einer vorübergehenden Festnahme. Doch Borowski bemerkt bald Anzeichen, die die Tat in völlig anderem Licht erscheinen lassen: In unmittelbarer Nähe des Tatortes meint er eine in den weichen Boden getrampelte „14“ erkannt zu haben, ein Erkennungssymbol amerikanischer Neonazis. Dieser Krimi greift ein hochaktuelles Thema auf: Frauenfeindlichkeit funktioniert in der rechten Szene als „Einstiegsdroge“ in ein destruktives Menschenbild. Der Film rekonstruiert, wie die Gefahr aus dem Netz in reale Gewalt mündet.

„Plötzlich so still“, Mo., 8.3, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Georges Pauly
Foto: ZDF - Georges Pauly

Sehr gutes und ruhiges Filmdrama über den Plötzlichen Kindstod – aber eben darum auch schwerer Tobak! Dramatisch wird es bereits nach 14 Film-Minuten: Als Eva Ambach (stark: Friederike Brecht) daheim aufwacht, ist ihr Baby nämlich plötzlich auffallend ruhig. Schnell muss die junge Mutter feststellen, ihre Tochter Sarah atmet nicht mehr. Verzweifelt massiert sie das kleine Herz, doch es ist umsonst. Ihre Tochter Sarah lebt nicht mehr. Sofort ruft die junge Mutter ihren Mann Ludger Ambach (sehr gut: Hanno Koffler) an, der ist als Polizist und FBI-Ermittler dienstlich für zehn Wochen nach Australien verreist, doch sie bringt am Telefon dann kein Wort heraus. Unter Schock treibt sie durch die Stadt, geht in Läden, als die Verzweifelte in einem menschenleeren Parkhaus plötzlich ein Baby weinen hört. Sie tröstet das fremde Kind, das nur für einen Moment allein in einem Auto zurückgelassen wurde, weil dessen Mutter Stefanie Wolpert (Nada Bobyleva) das Parkticket bezahlen wollte. Aus einem Impuls heraus nimmt Eva das fremde Baby Nina mit. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg wird dann ausgerechnet Ludger Ambach in die Ermittlungsarbeiten wegen des gekidnappten Babys mit ins Team geholt.

„37 Grad: Unser verrücktes Jahr – Kleine Unternehmer in der Pandemie“, Di., 9.3, 22.15 Uhr, ZDF

Und eine weitere Doku der ZDF-Reihe: Denn in Deutschland arbeiten 40 Prozent der Beschäftigten in Kleinst- und Kleinunternehmen. Es ist daher entscheidend, wie diese Firmen durch die Corona-Krise kommen. Diese Doku zeigt drei Beispiele. Ein Jahr lang wurde der Besitzer einer Wäscherei, eines Start-ups für Caravan-Vermittlung und eines Restaurants dafür begleitet. Gezeigt wird, wie schwer die kleinen Unternehmen zu kämpfen haben und wie erfindungsreich die Menschen sind. Immerhin geht es bei den Kleinst- und Kleinunternehmen um mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland, die in diesem Bereich beschäftigt sind. Meist haben die Kleinunternehmen weniger liquide Mittel als größere Betriebe. Sie bekommen keine hohen Kredite. Unterstützung von staatlicher Seite ist zwar zugesagt, doch kommt sie an? Der Film ist zum Jahrestag des ersten Lockdowns in Deutschland Mitte März 2020 ein Spiegelbild unserer Gesellschaft mit Höhen und Tiefen, mit Hoffnung und Frustration, mit Einschnitten und Aufwärtstrends.

„Tanze Tango mit mir“, Mi., 10.3, 20.15 Uhr, ARD

Endlich eine Hauptrolle für den ansonsten ewigen Nebendarsteller – und er trägt diesen 90-Minüter komplett gut: Nach einem überstandenen Herzinfarkt wird Frank Lehmann (Michael A. Grimm) aus dem Krankenhaus mit dem Rat des Arztes entlassen, übermäßige körperliche Anstrengungen in Zukunft zu vermeiden … In dem Theater, in dem Frank als Pförtner beschäftigt ist, probt auch eine Tango-Tanzgruppe. In der Abgeschiedenheit der Pförtnerloge macht Frank erste Tangoschritte („Der Mann hat vier Schritte, die Frau einen halben mehr!“) und entwickelt eine nie geahnte Faszination für diese Tanzkunst. Belächelt von seinen Freunden, verheimlicht er vor seiner Frau Kathrin (Eva Meckbach) und Tochter Paula (Lilith Kampffmeyer) seine neue Leidenschaft und nimmt Unterricht bei der Tango-Lehrerin Maresa (Kara Wenham), die ihn trotz seiner Korpulenz mehr und mehr für den Tango begeistert. Als Ehefrau Kathrin herausbekommt, dass Frank sich ungeachtet seiner angeschlagenen Gesundheit beim Tangotanzen „verausgabt“, seine familiären Pflichten hintenanstellt und letztlich sein Leben riskiert, muss Frank die gemeinsame Wohnung verlassen und vorübergehend bei der anstrengenden Schwiegermutter Ingrid (gut: Gaby Dohm) einziehen. Am Ende steht eines fest: Frank wird seine Leidenschaft nicht mehr aufgeben und die Familie muss sich entscheiden. Und eine grandiose und ausgiebige Tango-Tanzszene gibt es zum Schluss (natürlich) auch – vorm Theater – und vor den Augen von Franks Frau und Tochter.

„Frantz“, Mi., 10.3, 20.15 Uhr, ARTE

Dieser deutsch-französische Historienfilm lädt für 109 Minuten größtenteils in Schwarz-Weiß-Bild zu einer Zeitreise in eine andere Epoche ein: Am Grab ihres vor einem Jahr im Ersten Weltkrieg gefallenen Verlobten Frantz trifft Anna (Paula Beer) auf den Franzosen Adrien (Pierre Niney), der dort Blumen heimlich niederlegt. Zwischen der trauernden jungen Frau und diesem Freund des Toten aus Studienzeiten in Paris entsteht eine emotionale Bindung, die in der Stadt für Aufsehen sorgt. Denn Adrien ist im Quedlinburg (Ostharz) des Jahres 1919 kein gerngesehener Gast und die „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschen und Franzosen hat zu große Lücken in viele der Familien vor Ort gerissen. Nach Motiven eines Films von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1932, „Der Mann, den sein Gewissen trieb“ (im Original „Broken Lullaby“), ist dies eine vielschichtige Filmgeschichte über Schuld, Trauer und Vergebung – und der Hoffnung auf Frieden. Für „Frantz“ wurde Paula Beer 2016 beim Filmfestival von Venedig für ihre Darstellung mit dem Premio Marcello Mastroianni als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. Und in der Rolle der Magda Hoffmeister gibt es ein Wiedersehen mit Marie Gruber (†2018).

„Leben ohne Erinnerung“, Mi., 10.3, 22.05 Uhr, ARTE

Sehr interessante, nahe, eindrückliche und gut gemachte 75-Minuten Dokumentation von Radio Bremen: Eine Massenkarambolage (im Jahr 2015) auf der Autobahn und der damals 31-jährige Daniel wird schwer verletzt. Er steht an einem Stauende – aber ein Familienvater rast mit seinen Van und 130 Km/h ungebremst ins Heck seines blauen VW (vermutlich Sharan)! Die Diagnose: schweres Schädel-Hirn-Trauma (SHT). Sein Hippocampus – die Gehirnregion, die wesentlichen Anteil am Lang- und Kurzzeitgedächtnis hat – wurde nachhaltig geschädigt. Daniels Gehirn kann keine neuen Informationen abspeichern. Daniel wird sich von nun an in einem Leben ohne Erinnerungen zurechtfinden müssen. Dieser Dokumentarfilm zeigt, wie ein Leben ohne Erinnerung möglich ist, wie Daniel sich mit Hilfsmitteln und Strategien in seinem neuen Leben zurechtfindet und trotzdem versucht, das Leben im Moment zu genießen. Mit seiner Freundin Katharina kann er nie in Erinnerungen schwelgen, die eine Liebe wertvoll und nachhaltig machen. Sein Sohn Levi wird geboren – und er kann such schon bald nicht mehr an den schönsten Tag seines Lebens erinnern. Rund zwei Jahre lang haben Daniel, Katharina und dann auch Levi (mit einem Jahr Pause zwischendurch) ein Radio-Bremen-Team in der Weserstadt an ihrem ungewöhnlichen Familienleben teilnehmen lassen.

„Steirerwut“, Do., 11.3, 20.15 Uhr, ARD

Hier kommt die nächste (und von Regisseur Wolfgang Murnberger wieder gut inszenierte) deutsch-österreichische Krimi-Co-Produktion, denn Johann Hödlgruber (Helmut Berger), der reichste Bergbauer des Ortes Unterstetten, ist aufgehängt im Stadll: Das ruft den Grazer Chefermittler Sascha Bergmann (Hary Prinz) und zunächst seine Kollegin Eva Merz (Eva Herzig) von der Spurensicherung auf den Plan, und beide versuchen, im Wellness-Hotel das Dienstliche mit dem Romantischen zu verbinden … Doch leider artet ein Routinefall im beschaulichen Oststeirischen Hügelland völlig unerwartet in Arbeit aus: Was zunächst wie der Freitod eines Betrunkenen aussieht, entpuppt sich als schlecht getarnter Mord! Dies wiederum ruft Bergmanns Partnerin Sandra Mohr (Miriam Stein) auf den Plan, die sich im Ermittlungseifer selbst in Gefahr bringt. Auch wenn man schon früh ahnt, dass die örtliche Polizei involviert ist, bleibt dieser Fall / Film gut und hat viel Landestypisches – nicht nur die idyllischen Landschaftsaufnahmen.

„Leben über Kreuz“, Fr., 12.3, 20.15 Uhr, ARTE

Erstsendung des interessanten und guten ZDF-Fernsehdramas (mit auch komischen Elementen) zum ernsten Thema Lebend-Spenden (von 2020). Was passiert? Die biederen Kempes (Annette Fier und Andre Syymanski) und die hippen Blumbergs (Christine Hecke und Benjamin Sadler) scheinen au den ersten Blick so gar nichts gemein zu haben. Doch sie teilen ein gesundheitliches Schicksal, denn Caren Blumberg und Jan Kempe sind beide schwer nierenkrank und beide warten auch auf eine Spenderniere. Ihre Partner Sebastian und Birthe würden jeweils gerne eine Niere für den geliebten Partner spenden, doch der würde das Organ abstoßen. Als ihr gemeinsamer Facharzt erkennt, dass eine so genannte Über-Kreuz-Spende zwischen den beiden Familien möglich wäre, keimt Hoffnung auf (obwohl diese Methode in Deutschland nur halb-legal ist). Denn eine Ethik-Kommission muss hierüber entscheiden und die ist zunächst davon zu überzeugen, dass die beiden Paare sich ausreichend nahestehen. So eine Freundschaft auf Zwang ist dann jedoch gar nicht leicht herzustellen. Nachdem das erste Treffen in einer Pizzeria „schräg“ ist, könnte vielleicht eine Bootstour auf dem Eisselmeer in Holland etwas zum Guten bewegen?

„Die Toten von Marnow (1/4)“, Sa., 13.3, 20.15 Uhr, ARD

Es spricht nicht gerade für Innovation und Ideenreichtum eines Senders, wenn es zu allen Krimis nun noch mehr gibt! Und dann ziehen sich hier auch noch die ersten Minuten ziemlich arg – erst ein Toter und dann Gegenstrom-Anlage oder nicht, das reicht irgendwie dann doch nicht. Jedenfalls schwitzt Schwerin in diesem Mittelmaß-Krimi, denn es ist der heißeste Sommer seit Jahren. Die Kommissare Lona Mendt (Petra Schmidt-Schaller) und Frank Elling (er ist der mit dem Pool – gespielt von Sascha Alexander Gersak) ermitteln im Fall eines Mannes, der mit durchschnittener Kehle kopfüber in seinem Bad aufgehängt wurde (was natürlich auch gezeigt wird!). Als kurz darauf ein weiteres Opfer ermordet wird, zeichnet sich die Tat eines Serienmörders ab. Doch was verbindet einen Hartz-IV-Empfänger aus einer Schweriner Plattenbausiedlung mit dem im Rollstuhl sitzenden Bewohner einer noblen Senioren-Residenz am See? Wählt der Mörder seine Opfer willkürlich aus? Sendet der Täter eine Botschaft? Je tiefer Elling und Lona Mendt in den Fall eindringen, desto mehr werden sie persönlich gefordert.

Hinweis: Zwei weitere Filme der Mini-Serie kommen am Mi., 17.3., und Do., 18.3., jeweils um 20.15 Uhr, ARD

„Polizeiruf 110 – Sabine“, So., 14.3, 20.15 Uhr, ARD

Fast schon zuverlässig brutal ist (leider oftmals zu sehr) auch dieser Krimi aus Rostock wieder: Sabine Brenner (Luise Heyer) rackert sich ab, bei der Arbeit, für ihren 11-jährigen Sohn Jonas – und doch wird diese Frau ständig übersehen. Als die Schließung der Rostocker Arunia-Werft droht, in der sie als Servicekraft in der Kantine arbeitet, ist das wie der letzte Funke, der sie in Brand setzt … Sabines Verzweiflung lässt sie zur Waffe greifen - gegen „alle Arschlöcher“ in ihrer Welt und sie fühlt das erste Mal Freiheit. Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Sascha Bukow (Charly Hübner) arbeiten gegen die Zeit, denn Sabine hört nicht auf zu töten und es dauert, bis sie überhaupt auf sie kommen. Wer hätte dieser schüchternen Frau solche Taten zugetraut? Neben diesem nervenraubenden Fall gibt es auch noch andere Probleme: Sascha tut sich schwer mit dem Abschied von seinem Vater. Und auch zwischen König und Bukow gibt es so einiges zu klären … Und in der Rolle der Melly Böwe ist Charly Hübners Ehefrau Lina Beckmann zu sehen.

„Großstadtrevier (1/9)“, ab Mo., 15.3, 18.50 Uhr, ARD

Auch ohne Jan Fedder muss es weitergehen: Hier kommen neun neue Folgen (weitere neun sind für Herbst 2021 geplant) des „Großstadtrevier“ – nun sind Saskia Fischer (Frau Küppers) und Maria Ketikidou (Harry Möller) die Haupt-Protagonisten des fiktiven Hamburger Polizeireviers: Die zweiteilige Auftakt-Folge „Frau Küppers und der Tod“ (Teil 2 kommt am 22.3.) beginnt mit einer merkwürdigen Konferenz an diesem Morgen im PK 14: Lukas klaut Jessy den Brief mit der Nachricht über den bestandenen Eignungstest für das Mobile Einsatzkommando. Fragende Gesichter: Will Jessy weg? Auch Frau Küppers, bekannt für ihre beispiellose Disziplin, wirkt an diesem Morgen geradezu fahrig und irritiert das Team mit einem Sinnspruch über den Lauf der Zeit. Als Daniel auch noch Harry und Piet Tipps für die Observierung von Autoknackern gibt, scheint es höchste Zeit, das Meeting zu beenden. Die geschulten Antennen von Hannes empfangen die Signale: Jessy ist in Piet verliebt! Dass sich Frau Küppers spontan in den Urlaub verabschiedet, lässt das Team rätseln. Niemand ahnt, dass sich die Chefin mit einer Krebsdiagnose auseinandersetzen muss.

„Nord Nord Mord – Sievers und der schönste Tag“, Mo., 15.3, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Manju Sawhney
Foto: ZDF - Manju Sawhney

Nächster Sylt-Krimi mit Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) und seinem Team: Zu Beginn taucht aus der weichenden Flut vor Sylt ein Auto mit einem Toten am Steuer auf und ein junger Surfer mit Hund entdeckt das. Da ist der neue Fall für Hauptkommissar Sievers, Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk). Denn der Fahrer Stefan Borg ist nicht ertrunken, sondern er ist vergiftet worden. Er war hauptberuflich Hochzeits-Videograf in der Agentur „Der schönste Tag“, doch nebenbei ging er einem viel lukrativeren Gewerbe nach – der Erpressung von Brautpaaren. Sein Partner Thilo Rumbuchner (Nikolai Kinski) will von den Erpressungen nichts gewusst haben. Trotzdem hat er Angst um sein Leben. Auch er wird Opfer des unbekannten Giftmörders … Schließlich gerät ausgerechnet Robert Hofstetter (Christian Kohlund), der Verlobte von Inas Tante Marion (herrlich in später Heiratslaune: Hannelore Hoger), in den Fokus der drei Ermittler. Denn bei der Hausdurchsuchung in der Agentur wird ein Foto von Hofstetter mit einer anderen Frau, Esther Lindgren (Nina Petri), gefunden. Diese behauptet, dass Robert ein Heiratsschwindler sei, der sie vor zehn Jahren um viel Geld betrogen habe. Hat der zukünftige Ehemann von Inas Tante Stefan Borg getötet, da dieser hinter sein Geheimnis gekommen war und ihn erpresst hat? Als das Team in Esthers Wohnung das verwendete Gift sicherstellt und das Handy des ermordeten Videografen findet, glauben die Ermittler, auf der richtigen Spur zu sein.

„Marie Brand und der Reiz der Gewalt“, Mi., 17.3, 20.15 Uhr, ZDF

Wiederholung vom 2.1.2019: Wieder ein Einsatz für Marie Brand (Mariele Millowitsch) und Assistent Jürgen Simmel (Hinnerk Schönemann) in Köln: Denn dort endet aus zunächst ungeklärten Gründen der Routine-Einsatz im Park für einen von zwei Streifenpolizisten tödlich. Als die Kommissare seinen Kollegen Arndt Krieger (Shenja Lacher) nach den Ereignissen in der Tatnacht befragen, werden sie schnell stutzig, da der Polizist und Freund von Simmel ihnen nicht zuarbeitet, sondern ausweicht. Weitere Ermittlungen führen Marie Brand und Simmel zu Oliver Pesko (Ben Münchow), einem vorbestraften 26-Jährigen, der in der Gruppe Jugendlicher in der Tatnacht gesehen wurde und schließlich auch zu Polizisten-Sohn Dennis Krieger (Sebastian Schneider). Marie Brand und Simmel müssen sich in diesem brisanten Fall auf dem schmalen Grat zwischen Lüge und Wahrheit bewegen und dabei auch noch auf Konfrontation mit den eigenen Kollegen gehen. Und auch wenn Marie Brand vor Kollegen immer Gewaltlosigkeit predigt, so wird zum Schluss einer der Verdächtigen äußerst brutal von einem Polizisten zusammen geschlagen.

„Praxis mit Meerblick (1/3)“, ab Fr., 19.3, freitags, 20.15 Uhr, ARD

Nette und entspannte Freitagabend-Unterhaltung von der Ostseeinsel Rügen: Seit rund fünf Jahren und (mit den drei neuen) insgesamt zwölf Filmen verkörpert Tanja Wedhorn die Insel-Ärztin Nora Kaminski in der ARD-Reihe „Praxis mit Meerblick“. Wer Nora Kaminski ist, erklärt ihre Darstellerin Tanja Wedhorn so: „Nora Kaminski kommt aus dem Ruhrpott, was nahe liegt, denn von dort komme ich auch. Sie trinkt eher mal ein Bier und ist handfest. Nora ist gerade und patent und auch souverän. Sie hat ihr Päckchen zu tragen, was in weiteren Geschichten erzählt werden soll.“ Aber die Hauptdarstellerin sagt auch, was sie an Nora Kaminski und was nicht so? „An Nora mag ich, ihre Direktheit, ihre Wahrhaftigkeit. Nora äußert ihre Meinung ungefiltert. Für mich, als Schauspielerin, ist das extrem spannend und wohltuend, ich finde das super. Ich mag auch ihre verletzliche Seite, die sie zu schützen versucht und anderen nicht zeigen will, indem sie einen Panzer mit sich trägt und auf andere sehr schnell abweisend und schroff wirkt. Ich mag auch ihren Style, ich finde schön, was Nora so für Kleidung trägt – es gibt nichts, was ich an ihr nicht mag.“

Hinweis: Zwei weitere Fortsetzungsfilme kommen am Fr., 26. März und Fr., 2.4., jeweils um 20.15 Uhr, im ARD

„Ostfriesenangst“, Sa., 20.3, 20.15 Uhr, ZDF

Nächste Verfilmung eines Thrillers nach dem gleichnamigen Roman von dem Ostfriesen Klaus-PeterWolf: Eine Bochumer Schulklasse folgt ihrem Lehrer ins Watt und kommt ohne ihn zurück. War er ein verantwortungsloser Mensch, der seine Klasse in große Gefahr gebracht hat und dabei selbst ums Leben kam? Oder haben ein paar teuflische Schüler die Situation ausgenutzt, um einen verhassten Lehrer loszuwerden? Ann Kathrin Klaasen (Julia Jentsch) glaubt nicht daran und lässt die Hauptverdächtige, die Schülerin Laura (Elisa Schlott), zunächst laufen. Schließlich führt die Schülerin die Ermittler direkt zu ihrem Freund Sascha, der nur eine Woche zuvor eine Todesanzeige des Lehrers im Netz gepostet hat. Die Ermittler treibt die Frage um, was wirklich im Watt vorgefallen ist. Und zu Beginn und am Ende dieses Mittelmaß-Krimis wird – wie in Ostfriesland als Traditions-Sportart üblich – geboßelt.

„Tatort – Wie alle anderen auch“, So., 20.3, 20.15 Uhr, ARD

Starker thematischer Tobak mit unschönen und streckenweise abstoßenden Bildern und reichlich brutaler Gewalt zwischen Mann und Frau bietet dieser neue Kölner „Tatort“ mit den Kommissaren Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär): Denn Ella Jung (Ricarda Seifried) flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und versucht deshalb kurzentschlossen, ohne Geld und ohne Freunde in der Domstadt unterzutauchen. Die obdachlose Monika nimmt Ella unter ihre Fittiche und zeigt ihr, wie sie auf der Straße überlebt. Aber Ella lässt Monika allein, als sie in einem Schnellrestaurant den Geschirrspüler Axel Fahl (Niklas Kohrt) kennenlernt und mit Druck in seiner kleinen Wohnung Unterschlupf findet. Doch am nächsten Morgen ist die, die Ella Schutz versprach, tot, angezündet und zuvor vergiftet worden – und die Kommissare nehmen die Ermittlungen auf. Wer bei diesem Oft-zu-viel-Zumutung-Krimi tapfer bis zum Schluss durchhält, der bekommt ein durchaus starkes Ende und dazu eine ungewöhnliche Cover-Version von „New York, New York“ – und die Erkenntnis der verzweifelten 180-Euro-Täterin: „Am Ende gewinnt immer die Straße!“

„Ku‘damm 63 (1/3)“, So., 21.3, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Michael Schreitel
Foto: ZDF - Michael Schreitel

Die Familiengeschichte wird (wie von einem großen Publikum erwartet) filmisch weiter erzählt: Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihre drei Töchter Monika (Sonja Gerhart), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) müssen sich auch im Jahr 1963 mit den gesellschaftlichen Zwängen und ihren persönlichen Liebesdramen auseinandersetzen. Die drei Schwestern sind reifer geworden und haben sich ein eigenständiges Leben aufgebaut. Doch es warten neue Herausforderungen auf die jungen Frauen, und sie müssen feststellen, dass nicht jede ihrer früheren Entscheidung richtig gewesen ist.

Hinweis: Die beiden weiteren Fortsetzungsfilme kommen am Mo., 22. und Mi., 24.3., jeweils um 20.15 Uhr, im ZDF

„Ku‘damm 63 – Die Dokumentation“, So., 21.3, 21.45 Uhr, ZDF

Auch die begleitende 45-Minuten-Dokumentation zu „Ku'damm 63“ führt in das nächste Jahrzehnt. Mit dem frischen Wind der 60er-Jahre werden in Musik, Mode und Politik neue Akzente gesetzt. John F. Kennedy und Willy Brandt erobern das politische Parkett, musikalisch bewegt Europas „Grand Prix“ die Gemüter. In der westdeutschen Gesellschaft beginnt die schmerzhafte, aber unerlässliche Aufarbeitung der NS-Zeit. Gemeinsam mit Zeitzeugen macht sich die Autorin auf eine Reise durch das Berlin der frühen 1960er-Jahre. So erzählt Karl Dall in seinem letzten Interview, wie er vor dem Schöneberger Rathaus John F. Kennedy lauschte, als dieser die legendären Worte „Ich bin ein Berliner“ sprach – und von den Menschenmassen fast erdrückt wurde. Wolfgang Weidner schildert, wie sein Vater damals das Leben von zwei Familien aufs Spiel setzte, um aus der DDR in den Westen zu fliehen. Mithilfe eines Reisebusses, den er eigenhändig durch Stahlplatten und andere Hilfsmittel zu einer Art Panzer aufgerüstet hatte. Benjamin Katz erzählt vom größten Kunstskandal der Nachkriegsgeschichte, den er 1963 mit seiner Galerie auf dem Ku'damm auslöste. Cindy Berger vom Duo „Cindy und Bert“ nimmt die Zuschauer mit in die Musikszene der 60er, als sie sich zwischen ihrer großen Liebe (dem Blues) und einer Karriere als Schlagersängerin entscheiden musste.

„Lebenslinien – Ernst Hannawald – Krasser als im Film“, Mo., 22.3, 22.00 Uhr, BR-Fernsehen

Wieder einmal ein sehr nahes Filmporträt über 43 Minuten des Münchner Schauspielers, der mit „Die Konsequenz“ (1977, Regie Wolfgang Petersen) an der Seite von Jürgen Prochnow seinen Durchbruch gehabt hat: Denn Ernst Hannawald wurde mit 17 Jahren zufällig für den Film entdeckt. Er macht Karriere. Doch dann wirft ihn ein Schicksalsschlag aus der Bahn. Er stürzt ab, nimmt Drogen und kommt ins Gefängnis. Doch er gibt sich nicht auf. Er überwindet die Lebenskrise und nimmt auch dank der Hilfe seiner heutigen Frau Maria sein Leben wieder in die Hand. Trotzdem gerät er wieder in den Strudel von Alkohol und Drogen und landet nach zwei aus Verzweiflung verübten Banküberfällen (1998) im Gefängnis und in der Psychiatrie in München-Haar. Dort verbringt er zweieinhalb Jahre. Noch im Gefängnis nimmt Hannawald sein Leben wieder in die Hand. Er wird clean, fasst neuen Mut und überwindet unter anderem dank der Hilfe seiner heutigen Frau Maria, mit der er seit 33 Jahren „unterwegs“ ist, die Lebenskrise.

„Jackpot“, Mi., 24.3, 20.15 Uhr, ARD

Interessanter Fernsehfilm über einen ungewöhnlichen Geldfund, denn leider ist es nur ein zweifelhafter „Jackpot“, wenn Abschleppfahrerin Maren (gut: Rosalie Thomass) im fiktiven Tychburg (Autokennzeichen: TYC) durch Zufall in einem von ihr abgeschleppten Lada Geländewagen eine gelbe Sporttasche mit dem interessanten Inhalt von 622.500 Euro findet – und das Geld kurzentschlossen für sich und ihren seit einen Maurer-Unfall im Rollstuhl sitzenden Freund Dennis (gut: Friedrich Mücke) behält. Ihr Mann Dennis muss nach einem Unfall das Laufen von Neuem lernen und ob die Versicherung die Behandlungskosten zahlt, ist ungewiss. Zwar könnte der plötzliche Geldsegen für Maren und ihren Mann eine Perspektive bedeuten, aber es gibt mit Henning Karoske (Thomas Loibl) auch jemanden, der das Geld vermisst. Henning braucht nicht lange, um Maren zu finden und sich an ihre Spuren zu heften. Doch Maren nimmt es mit ihrem Gegner auf und zwischen den beiden beginnt ein erbittertes Katz- und Maus-Spiel, bei dem es kein Zurück mehr gibt. Am Ende dieses „Jackpot“ sind fünf Tote zu verzeichnen – und nebenbei geht es um die ewige Crux mit Behinderten-Parkplätzen …

„Annie – kopfüber ins Leben“, Do., 25.3., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Jaqueline Krause-Burberg
Foto: ZDF - Jaqueline Krause-Burberg

Gute und sehenswerte Wiederholung vom 19.3.2020: Kurzweilige Komödie um Kinderwunsch und Kinderglück auf Umwegen: Denn auf einem Wellness-Wochenende mit ihrer besten Freundin passiert Annie (Bernadette Heerwagen) ein Seitensprung – nach 17 Jahren Ehe. Für sie ist klar, dass es sich hier um einen einmaligen Ausrutscher handelt. Wenige Tage später aber muss Annie feststellen, dass sie schwanger ist. Gerade Annies Freundin Tine, die seit Jahren vergeblich versucht, mit ihrem Mann Nils (Manuel Rubey) ein Kind zu bekommen, fehlt für diese absurde Situation leider jeglicher Humor. Annie geht in sich und findet für sich die einzig richtige Lösung, mit der Situation umzugehen: schonungslose Offenheit. Nachdem Annies Mann Ralf (Thomas Loibl) mit kurzem Zeitversatz begriffen hat, worum es hier geht und den ersten Schock verdaut hat, legt Annie umgehend nach: Sie wird das Kind behalten und fragt Ralf, ob er sich vorstellen kann, den Nachwuchs gemeinsam mit ihr aufzuziehen. Das sind für Ralf dann doch einige bürgerliche Konventionen zu wenige. Er zieht aus und erklärt die gemeinsame Ehe für beendet. Cora, Annies und Ralfs gemeinsame 15-jährige Tochter, erklärt sich bereit, ihre Mutter zu unterstützen. Überraschend steht dann jedoch der Vater des ungewollten Kindes vor der Tür: Raimund, ein farbiger Hip-Hop-Trainer aus Annies und Tines Hotel, hat beschlossen, die Verantwortung für das Kind anzunehmen und quartiert sich nun vorerst bei Annie und Cora ein …

„Marie Curie“, Fr., 26.3, 20.15 Uhr, ARTE

Historisches und 93 Minuten umfassendes Film-Porträt (als BR-Co-Produktion mit Polen, Frankreich und Deutschland, von 2016) über Marie Curie, eine außergewöhnliche Frau zwischen Wissenschaft, Familie und verbotener Liebe: Der frühe Verlust ihres Mannes und Forschungspartners Pierre Curie hinterließ die Nobelpreisträgerin nicht nur als alleinerziehende Mutter zweier Mädchen, sondern auch mit einem gebrochenen Herzen. Zudem musste die Physikerin fortan für ihren Platz in der von Männern dominierten Forschung kämpfen. Als sich Marie einige Jahre später in ihren verheirateten Kollegen Paul Langevin verliebt und ihr Verhältnis schließlich an die Öffentlichkeit kommt, entsteht um ihre Person ein Skandal, der Marie vor wichtige Entscheidungen stellt ...

„Diana Ross – eine Diva erobert die Welt“, Fr., 26.3., 21.50 Uhr, ARTE

Wiederholung vom 6.12.2019: „Ain't No Mountain High Enough“, „Stop! In the Name of Love“, „Upside Down“ sind nur einige der Ohrwürmer, die Diana Ross der Welt schenkte. Die in Detroit geborene Musikerin startete in den 1960er Jahren als Leadsängerin in der heute erfolgreichsten Girlgroup aller Zeiten: The Supremes. Mit ihrer Solokarriere ab 1970 setzte sie noch eins drauf und erlangte innerhalb weniger Jahre Weltruhm. 1993 wurde sie als „erfolgreichste Musikerin aller Zeiten“ ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen. Diese 52-minütige Dokumentation ergründet, wie Diana Ross (trotz zahlreicher Hindernisse) eine atemberaubende Karriere gelingen konnte.

„Allmen und das Geheimnis der Erotik“, Sa., 27.3, 20.15 Uhr, ARD

Nächste und damit vierte Verfilmung eines Erfolgsromans des Schweizer Martin Sutter: Langeweile ist für Johann Friedrich von Allmen (Heino Ferch) kein hinzunehmender Zustand. Bei einer wenig inspirierenden Lesung entwendet der Kunstdetektiv spontan ein berühmtes Fabergé-Ei aus dem Besitz des Gastgebers. Dessen Sicherheitsbeauftragter Krähenbühler (Christoph Bach) lässt den ungewöhnlichen Räuber aber nicht auffliegen, sondern versucht von Allmen zu einem noch dreisteren Diebstahl zu erpressen. Zum Schein willigt Allmen ein und raubt zusammen mit seinem Butler Carlos (Samuel Finzi) eine einzigartige Porzellansammlung – allerdings in der Absicht, Krähenbühler übers Ohr zu hauen. Insgeheim geht es von Allmen jedoch nicht nur um den lukrativen Betrug, sondern vor allem um die Aufmerksamkeit der schönen Jasmin (Devrim Lingnau). Um sich der Nachfahrin eines berühmten Porzellanhändlers anzunähern, tritt der Kunstdetektiv in den Dienst ihres strengen Vormundes Cognatus Reimund (Stefan Kurt), dessen Stiftung die rechtmäßige Besitzerin der geraubten Sammlung ist. Schon bald muss der wagemutige Bonvivant erkennen, dass sein doppeltes Spiel größere Gefahren birgt, als es sein raffinierter Plan vorsieht.

„Zielfahnder – Blutiger Tange“, Sa., 27.3, 21.45 Uhr, ARD

Wiederholung vom Sa., 26.10.2019: Rückkehr der „Zielfahnder“ mit Film 2, aber Ronald Zehrfeld ist gegen Hanno Koffler ausgetauscht worden: LKA-Zielfahnderin Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) und ihr neuer Partner Lars Röwer (Hanno Koffler) stehen in ihrem aktuellen Fall vor einer Zerreißprobe: Vor neun Jahren entführten Gisela (Heike Makatsch) und Uwe Tezloff (Jörg Hartmann) einen Industriellen und erpressten zehn Millionen als Lösegeld. Zwar gelang es der Polizei, das Ehepaar zu schnappen – doch das Geld und ihr unbekannter Komplize blieben verschollen. Als die beiden Geiselnehmer nun aus der Haft entlassen werden, wollen sie endlich den Lohn für ihr Schweigen. Geschickt tauchen sie unter falschen Namen unter und setzen sich nach Südamerika ab. Hanna Landauer und Lars Röwer nehmen in Montevideo die Spur wieder auf. Um das Gangsterpaar in der Millionenstadt ausfindig zu machen, klammern sich die beiden an einen einzigen Anhaltspunkt: Giselas Leidenschaft für den Tango. Nacht für Nacht durchforsten die beiden Ermittler die Tangolokale Montevideos bei sogenannten Milongas. Von den Strapazen erschöpft, vertraut sich Landauer ihrem Exfreund Rossmann (Javier Drolas) an, der damals das Paar festgenommen hat und inzwischen aus dem Dienst ausgeschieden ist. Röwer wiederum ahnt, dass er bei diesem Auslandseinsatz nicht weiterkommt, wenn er sich an die Dienstvorschriften hält. Die Lage spitzt sich weiter zu, als klar wird, dass die beiden Zielfahnder selbst beschattet werden und in großer Gefahr schweben. Landauer und Röwer haben keine Ahnung, wer noch in diesem gefährlichen Nervenspiel mitmischt.

„Adele Neuhauser– Die Bibi vom ,Tatort‘ und ich“, So., 28.3., 17.30 Uhr, ARD

Wiederholung des um 15 Minuten gekürzten interessanten und kurzweiligen 45-Minuten-Porträt der BR-Reihe „Lebenslinien“ (Erstsendung der Lang-Version: Mo., 20.1.20, 22.00 Uhr) über die Kommissarin vom Wiener „Tatort“, den Menschen, die frühere Theater-Schauspielerin und auch die glückliche Oma: Adele Neuhauser ist vor allem als „Tatort“-Ermittlerin Bibi Fellner bekannt. Sie sagt von sich selbst, dass Rollen zu spielen ihr mehrfach das Leben gerettet hat. Als Kind fühlt sie sich für die Trennung der Eltern verantwortlich und gerät in tiefe Depressionen. Vor dem Tod der Mutter kann sie sich noch aussprechen und merkt, dass die Heimat in ihr selbst liegt. Als Adeles Mutter nach der Trennung mit einem ihrer Brüder auszieht, fühlt die damals Neunjährige sich oft einsam und versucht mehrfach, sich das Leben zu nehmen. Mit 16 Jahren beschließt sie Schauspielerin zu werden und kann ihre intensiven Gefühle positiv umwandeln. Als Adele mit Ende 20 Mutter wird und mit ihrem Ehemann Zoltan in einem kleinen Dorf in Bayern lebt, scheint sie angekommen zu sein. Doch die emotionalen Achterbahnfahrten bleiben, sowohl mit ihrem Mann, als auch im Beruf. Nach 25 Jahren zerbricht die Ehe und Adele zieht zurück nach Wien. Wieder ist sie auf sich alleine gestellt und wieder gibt ihr die Schauspielerei Kraft. Durch die Besetzung in "Vier Frauen und ein Todesfall" wird sie in Österreich vom Bühnen- zum Fernsehstar. Und mit ihrer Rolle als Bibi im Wiener „Tatort“ geht es mit ihrer Popularität auch über die Landesgrenzen hinaus steil bergauf. Als innerhalb kürzester Zeit Vater, Mutter und auch ihr Bruder sterben, muss Adele sich der neuen Einsamkeit stellen. Zum Glück gibt es ihren Sohn und ein kleines Enkelkind.

„Tatort – Die Amme“, So., 28.3, 20.15 Uhr, ARD

Nächster und damit der 50. Einsatz für Harald Krassnitzer als Wiener „Tatort“-Kommissar Moritz Eisner – und dieser Fall ist ziemlich starker Tobak, auch für seine Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser): Denn anonym wird in den frühen Morgenstunden der Fund einer Toten in einer trostlosen Wiener Wohngegend im Norden der Stadt gemeldet. Jana Gruber ist in ihrem Haus überwältigt und brutal getötet worden. Indizien deuten darauf hin, dass die Frau als Prostituierte gearbeitet und dass sie ein Kind hat. Doch das Kinderzimmer ist verwaist und von dem zehnjährigen Jungen fehlt jede Spur. Ein anonyme Anrufer wird ermittelt, und erstaunlicherweise ist er aktenkundig: Gustav Langer (Christian Strasser) ist früher öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten und kannte das Opfer – als Freier – bereits länger. Aber ist er auch Janas Mörder? Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser – spielt Bibi dieses Mal mit Schlafproblemen) zweifeln daran. Sehr bald erkennen sie Gemeinsamkeiten zwischen ihrem aktuellen Fall und einem ungeklärten Mord von vor einiger Zeit. Die Möglichkeit der Existenz eines planmäßig agierenden Serientäters alarmiert die Ermittler zutiefst. Die Kommissare sind bis aufs Äußerste gefordert, sie ermitteln bis zur Erschöpfung gegen die Zeit und einen psychopathischen Mörder. Eisner hat schon früh Kontakt zum Täter, bleibt ahnungslos, bis Bibi durch den Mann (oft auch in Frauenkleidern) arg zu körperlichem Schaden kommt.

„Alles im Fluss – Wolfgang Niedecken zum 70.“, So., 28.3, 23.45 Uhr, ZDF

Nicht wie im BAP-Song „Alles im Lot“, sondern „Alles im Fluss“ ist es in diesem interessanten 45-Minuten-Porträt über den BAP-Frontmann: Klar verortet und politisch weltoffen zugleich. Er hat die persönlichen Themen ebenso in seine Songs und in sein Leben gelassen wie die weltumspannenden. Hat Mundart musikalisch chartfähig gemacht, aber immer dazu aufgefordert, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Hat nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenn es darum ging, Stellung zu beziehen und Haltung zu zeigen. Auf der Bühne und im realen Leben. Als Mensch nahbar, als Musiker unerreicht. Wolfgang Niedecken: Ein Leben, in dem sich Zeit- und Kulturgeschichte eines ganzen Landes und mehrerer Generationen spiegeln.

„Nachtschicht – Blut und Eisen“, Mo., 29.3, 20.15 Uhr, ZDF

Erste „Nachtschicht“ zu Corona-Zeiten (und mit neuer Besetzung ohne Barbara Auer und Minh-Khai Phan-Thi) – und deshalb auch Armin Rohde als Kommissar Bo Erichsen vom Hamburger Kriminal Dauerdienst (KDD) nach 18 Minuten erstmals mit Maske! Was passiert, in diesem Millieu-Krimi von Lars Becker (Buch und Regie), sonst? „Ich liebe meinen Job“, sagt der Koch Kevin Kruse (Aurel Manthei) daheim in die Videokamera – Sturmhaube auf, Nazi-Tattoos am Hals, Pistole in der Hand. Er sucht seit Monaten eine neue Stelle. Wenn er heute im Bewerbungsgespräch wieder eine Absage kassiert, dann legt er den Personalchef um – versprochen! Wenig später sitzt Kruse ebendiesem gegenüber. Der freut sich über Kevins Überqualifikation. Aber neben Kevins Vorstrafen machen ihm vor allem die Nazi-Tattoos Sorgen. Die müssen weg! Vorher kann er ihm den Job nicht geben. Kevin greift schon nach der Pistole, da klingelt das Telefon …

„Um Himmels Willen (1/13)“, ab Di., 30.3, 20.15 Uhr, ARD

Mit einer Doppelfolge (um 20.15 Uhr und 21.00 Uhr) meldet sich die ARD-Klosterserie beim Publikum zurück. Doch nach 20 Jahren und am Ende dann 260 Folgen startet damit die letzte Staffel der Erfolgsserie mit unterhaltsamen Geschichten um die eigenwillige Nonne und den grantigen Bürgermeister. Was passiert? In „Plötzlich reich“ haben die Kaltenthaler Ordensschwestern einen Plan: Sie wollen den Hofladen um ein eigenes kleines Kloster-Café erweitern. Doch das Bauamt macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Schwester Hanna (Janina Hartwig) beschließt, bei Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) nachzuhaken. Schwester Hildegard leidet unter dem Schreibverbot, das ihr Weihbischof Landkammer (statt Horst Sachtleben nun Wolfgang Böck) auferlegt hat. Doch Oberin Theodora (Nina Hoger) hat eine Idee: Hildegard darf zwar keine Krimis mehr schreiben, aber von Liebesromanen war nicht die Rede. Weihbischof Landkammer hat dem Vatikan Oberin Theodora als künftige Leiterin der Ordenskongregation vorgeschlagen. Die höchste Stelle, die eine Frau in der Kirche einnehmen kann! In Kaltenthal stehen derweil Bürgermeisterwahlen an und Wolfgang Wöller hat alle Hände voll damit zu tun, seine Partei auf Spur zu halten. Denn zu seiner Überraschung machen sich interner Widerstand und Zweifel an Wöllers Wahlkampfstrategie breit. Bei einer Gartenparty trifft Bürgermeister Wöller auf Fürst Bertram (Helmfried von Lüttichau), der für einen gewissen Geldbetrag bereit ist, einen Sohn zu adoptieren …

„37 Grad: Wenn Liebe verloren geht“, Di. 30.3., 22.15 Uhr, ZDF

Die nächste Dokumentation über „Trennung nach Jahrzehnten“ (so der Untertitel): „Bis dass der Tod uns scheidet“, darauf hoffen Paare, wenn sie heiraten. Doch das Versprechen halten nicht alle ein. Jedes dritte Paar wird in Deutschland geschieden, viele nach über 26 Jahren. Trennungen in dieser Lebensphase sind häufig dramatisch. Ein gemeinsames Leben nach so langer Zeit aufzulösen, ist ein tiefer Einschnitt. Und dann die Frage: Gibt es nicht noch eine Chance, auch den Rest zu schaffen? Oder ist die Liebe endgültig verloren gegangen?

„Lotte am Bauhaus“, Mi. 31.3., 20.15 Uhr, ARD

Wiederholung vom 13.2.2019: Wer bei dem Namen nur an eine heutige Kette von Baumärkten denkt, dem wird diese Geschichte nicht viel sagen. Wer ihn aber mit der über 14 Jahre bestehenden Kunst-Hochschule vor Beginn des Zweiten Weltkriegs verbindet oder dazu lernen will, der könnte Interesse an diesem gut gemachten und historischen 105-Minuten-Filmstoff haben! Weimar 1921: Das Leben der 20-jährigen Lotte Brendel (sehr gut: Alicia von Rittberg) scheint vorbestimmt zu sein. Denn ihr Vater sieht Lotte als künftige Ehefrau und Mutter an der Seite eines Mannes, der den elterlichen Tischlereibetrieb übernehmen soll. Doch die eigenwillige und künstlerisch begabte Lotte schließt sich gegen den Willen ihrer Familie einer Gruppe junger Künstler an, bewirbt sich am Bauhaus und wird angenommen. Das Weimarer Bauhaus unter der Leitung des visionären Walter Gropius (Jörg Hartmann, sonst eigenwilliger „Tatort“-Ermittler in Dortmund) hat den Anspruch, nicht nur Kunst und Handwerk zu verbinden, hier soll auch der „Neue Mensch“ seinen Platz finden. Im Studenten Paul Seligmann (erfrischend: Noah Saavedra) findet Lotte einen Unterstützer und ihre große Liebe. Sie erhält die Chance, als Frau gleichberechtigt ihr Studium zu absolvieren, angeleitet von weltberühmten Künstlern. Doch der Bruch mit ihrer Familie, die ihr jede finanzielle Unterstützung verweigert und ihren Wunsch nach Selbstverwirklichung lange nicht akzeptiert, belastet Lotte. Ab 1924 haben Paul und Lotte in Dessau eine gemeinsame Tochter und die neue Lebenssituation sorgt ebenso wie der Kampf um berufliche Anerkennung für heftige Konflikte.

 

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