Wolfgang Wittenburg

 

° Autor

 

° Journalist

 

° Sprecher

 

PRESSEBÜRO


WITTENBURG


TV-Tipps Oktober 2021

„Der Bozen-Krimi – Mord am Penser Joch“, Do., 21.10., 20.15 Uhr, ARD

Nächster Fall für Commissario Sonja Schwarz (Chiara Schoras), denn in den Bergen nahe Bozen tobt die Schlacht am Bergisl … Dass beim Nachspielen dieses Tiroler Volksaufstandes von 1809 echtes Blut fließt, ist eigentlich nicht vorgesehen. Doch als ein Teilnehmer mit einem Armbrustpfeil ermordet wird, beginnt für Sonja Schwarz ein ungewöhnlicher Fall: Der Tote war ein pensionierter Polizist, der wie jedes Jahr mit seinen ehemaligen Kollegen Thomas Urbacher (Fritz Egger) und Robert Baumgartner (Helmut Bohatsch) am Reenactment teilgenommen hat. „Capo“ Sonja Schwarz und ihr Partner Jonas Kerschbaumer (Gabriel Raab) stoßen bei ihren Ermittlungen nicht nur auf Verdächtige aus der Hobbyhistoriker-Szene und eine neugierige Journalistin (Mariam Hage), sondern auch auf einen vermeintlich gelösten alten Fall.

„Lena Lorenz (1/4)“, ab 21.10, donnerstags, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Walter Wehner
Foto: ZDF - Walter Wehner

Die Hebamme aus Bayern meldet sich zurück: Lena Lorenz (Judith Hoersch) und ihr Mann Quirin (Jens Atzorn) sind glücklich über die Geburt ihres kleinen Luis. Auf dem Lorenzhof bekommen sie viel Unterstützung, so dass Lena ihre Praxis wieder selbst führt. Judith Hoersch spielt wieder die Hauptrolle in vier neuen Filmen der ZDF-Reihe „Lena Lorenz“ – wie geht es mit der Hebamme im Berchtesgadener Land weiter? „In der ersten Folge ,Eltern für mein Kind‘ bekommt Lena Lorenz ihr erstes Kind. Ich glaube, das ist für alle Zuschauer sehr interessant, weil die Fans der Reihe sicher darauf hinfiebern, dass die Hebamme endlich ihr eigenes Kind zur Welt bringt.“ Und sie als Hauptdarstelllerin? „Für mich hat es als Schauspielerin großen Spaß gemacht, das zu drehen, denn ich hatte ja meine Tochter im wahren Leben schon geboren. Ich konnte mich bei den Dreharbeiten noch sehr lebhaft an alles erinnern.“

Hinweis: Weitere drei Folgen „Lena Lorenz“ werden donnerstags, um 20.15 Uhr, ausgestrahlt.

„Die Chefin (1/8)“, ab 22.10., freitags, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Michael Marhoffer
Foto: ZDF - Michael Marhoffer

Mit der mäßig guten Folge „Trugbild“ startet im neunten Jahr des Bestehens die nächste Sendestaffel der Münchener Ermittlerin Vera Lanz (Katharina Böhm) und ihrem leider zu oft wechselndem zweiten Mann im Team, wo nur Mit-Ermittler Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) seit Beginn eine treue Seele ist – und der darf „Die Chefin“ dann am Ende auch unterhaken. Was geschieht? Inmitten einer äußerst chaotischen Altbauwohnung wird die Leiche des 76-jährigen Arvid Peters gefunden. Alles sieht nach einem misslungenen Einbruch aus. Das glaubt auch Margarethe Schmidt (Sonsee Neu), leitende Ermittlerin für Organisierte Kriminalität, die Vera Lanz und ihrem Team in diesem Fall beiseite steht. Doch wieso sollte jemand in die Wohnung eines alten Mannes einbrechen, in der es scheinbar nicht viel zu holen gibt? Die Schwester und der Neffe des Opfers können den Ermittlern nicht weiterhelfen, sie hatten kaum Kontakt zum Mordopfer. Doch dann führt eine neue Spur zu einem alten Bekannten von Böhmer und bringt den Ermittler in tödliche Gefahr.

Hinweis: Mit acht neuen Folgen kommt „Die Chefin“ nun wieder, freitags, um 20.15 Uhr, ZDF

„Der Schneegänger“, Fr., 22.10., 20.15 Uhr, ARTE

Wiederholung (Erstsendung: Fr. 12.3.2020 auf ARTE) des spannenden ZDF-Montagsfilms (vom Mo., 22.2.201, ZDF): Zwei Jahre nach dem Verschwinden des damals elfjährigen Darijo wird seine Leiche in einem Waldstück nahe Berlin gefunden – und bei der Untersuchung in der Pathologie auch gezeigt. Der Sohn kroatischer Eltern hat in der Berliner Villa des reichen Unternehmers Reinartz (Bernhard Schir) gewohnt, wo seine Mutter Lida Haushälterin war. Inzwischen ist sie mit dem Hausherrn verheiratet und bricht bei der Nachricht des Leichenfunds zusammen. Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring (Max Riemelt) zieht widerwillig die junge Polizistin (und Boxerin) Sanela Beara (Nadja Bobyleva) zu den Ermittlungen hinzu, die mit sechs Jahren aus Kroatien nach Deutschland kam und in der Berliner Exil-Gemeinde gut vernetzt ist. Das ungleiche Ermittler-Duo steht vor einem tiefen Abgrund aus Verlustschmerz und Enttäuschung: Darijos Vater Darko, der als Wildhüter die Wolfsbestände rund um Berlin kontrolliert und einen unstillbaren Hass gegen seine Ex-Frau und ihren neuen Mann hegt, gerät in Verdacht und wird verhaftet. Nach Darijos Verschwinden ging man damals davon aus, dass er entführt wurde, weil er mit einem der beiden reichen Unternehmersöhne verwechselt wurde. Jetzt stellt sich jedoch heraus, dass der Junge geraume Zeit vor seinem Tod schwer misshandelt worden war und bereits kurz nach seinem Verschwinden starb …

„Cat Stevens“, Fr., 22.10., 21.45 Uhr, ARTE

Bestimmt nicht nur für Musikfreunde interessante und 52 Minuten lange Dokumentation von ARTE France mit dem Untertitel „Von Steven Georgiou bis Yusuf Islam“ in Erstsendung: Los geht es (nach 5 Minuten) mit „Wild World“ und dann über „Morning has broken“ (nach 16 Minuten, aus der deutschen Musiksendung „disco“) zu „Father and son“. Cat Stevens schrieb so manchen zeitlosen Hit, darunter „Sad Lisa“, „Wild World“, „Lady D'Arbanville“ oder auch das üppig orchestrierte „Matthew & Son“. Stevens, mit bürgerlichem Namen Steven Georgiou, war einst eine feste Größe der Popmusik, beschloss aber schon früh, einen anderen, spirituelleren Weg zu verfolgen. Mit der „Geburt“ seines Alter Ego Yusuf Islam in den späten 1970er Jahren verschwand Cat Stevens aus dem Pantheon der Pop-Ikonen seiner Generation. Seine Entscheidung polarisierte die Fans und verbannte ihn plötzlich an den Rand der Szene. Noch heute ist wenig über das Privatleben des britischen Künstlers bekannt – doch gerade das macht seinen Werdegang so spannend! Sehr gute und sehenswerte Dokumentation über den Pionier der Singer-Songwriter-Bewegung, Sprachrohr einer ernüchterten Hippie-Generation – und Ausschnitte aus dem Video „Where do the childrens play“ zum Schluss machen unbedingt Appetit darauf, sich das Musikvideo komplett auf YouTube anzusehen!

„Tatort – Blind Date“, So., 24.10., 20.15 Uhr, ARD

Der zweite „Tatort“ mit Heike Makatsch als Kommissarin steht an, sie ermittelt – wer mag das noch wissen? – in Mainz und dies zusammen mit … (Sebastian Blomberg). Zunächst sehen wir lediglich das, was eine blinde Frau (sie kann sauf dem linken Auge ein Prozent sehen) sieht oder eben auch nicht. Es geht um einen Raubüberfall auf eine Tankstelle – und Rosa Münch, die Sehbehinderte, hat eine sehr gute Beobachtungsgabe („Sie roch gut!“), erlaubt sich aber mit der Angabe der Schuhgröße (41) einen Scherz, denn sie wurde getreten, behauptet sie. Zum Schluss wird mit Hoffnung gearbeitet – und einen Toten gibt es auch noch. Besonders gut spielt Jan Münchow (zuletzt Udo Lindenberg im Kinofilm über dessen Leben).

„Bring mich nach Hause“, Mo., 25.10, 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Hannes Hubach
Foto: ZDF - Hannes Hubach

Starker Montagsfilm über eine Mutter im Wachkoma und deren zwei Töchter, die sich uneins über die Zukunft sind: Martina Hartwig (Hedi Kriegeskotte), die Mutter von Ulrike (Silke Bodenbender) und Sandra (Anneke Kim Sarnau), erleidet zunächst (nach nur zwei Film-Minuten!) einen Sturz in ihrer Küche – und fällt dann unerwartet ins Koma. Der Zustand der Mutter verbessert sich nicht; die Hirnschäden sind irreparabel. Eine Patientenverfügung ist nicht zur Hand. Die Schwestern müssen nun für ihre Mutter entscheiden. Doch die tiefgläubige Ulrike denkt vollkommen anders als die Wissenschaftlerin Sandra. Am Ende widerspricht die Verabschiedung ihrer Mutter schmerzhaft jeglicher Vorstellung, die sich Ulrike und Sandra für sie gemacht und gewünscht hatten. Das Filmdrama ist von wahren Fällen inspiriert, die der Bundesgerichtshof in den vergangenen Jahren entscheiden musste. Die Hauptfrage der meisten dieser Prozesse war, ob bei fehlender Patientenverfügung der Abbruch von lebensverlängernden Maßnahmen als zulässig oder strafbar einzuschätzen ist.

Hinweis: Im Anschluss kommt die 30-Minuten-Dokumentation „Zwischen den Welten – Leben und Sterben im Wachkoma“, 25.10., 21.45 Uhr

„Charlotte Link – Die Suche (1/2)“, Do., 28.10, 20.15 Uhr, ARD

Düster, regnerisch und brutal ist diese Romanverfilmung: Scotland-Yard-Ermittlerin Kate Linville (Henny Reents) kehrt in ihre ostenglische Heimat zurück und gerät in eine rätselhafte Verbrechensserie. Die herbstliche Küstenregion und das menschenleere Hochmoor bieten die Naturkulisse für einen abgründigen Psychothriller nach der gleichnamigen Bestsellervorlage von Charlotte Link. Ein regnerischer Herbstabend in Scarborough: Die 14-jährige Hannah Caswell wartet am menschenleeren Bahnhof vergeblich auf ihren Vater Ryan. Wenig später ist die Schülerin wie vom Erdboden verschluckt! Der alkoholsüchtige Detective Chief Inspector Caleb Hale (Lucas Gregorowicz) übernimmt den Fall, hat aber (zunächst) keinen Erfolg. Zwei Jahre später wird im Hochmoor eine Mädchenleiche gefunden. Es ist jedoch nicht Hannah, sondern eine andere Vermisste gleichen Alters. Während die Medien über einen psychopatischen „Hochmoor-Killer“ spekulieren, verschwindet auf dem Parkplatz eines Supermarkts erneut eine 14-Jährige, die Schülerin Amelie Goldsby. Ihre Mutter Deborah (gut: Milena Dreissig) setzt erst gar nicht auf die örtliche Polizei. Sie und ihr Mann Jason bitten verzweifelt die Scotland-Yard-Beamtin Kate Linville um Hilfe, die „Bed And Breakfast“-Gast in der familiären Pension ist. Die erfahrene Ermittlerin aus London möchte sich jedoch keinesfalls – außerhalb ihrer Zuständigkeit und mit privaten Angelegenheiten ausgelastet – in die Arbeit ihres Kollegen und Ex-Geliebten Caleb einmischen. Als sich „der Fall Amelie“ unerwartet dreht, kann Kate sich nicht mehr entziehen. Sie gibt sich als Journalistin aus und taucht in eine Verbrechensserie ein, die ihresgleichen sucht.

Hinweis: Teil 2 von „Charlotte Link – Die Suche“, Sa., 30.10., 20.15 Uhr, ARD

„Kebab extra scharf!“, Fr., 29.10, 20.15 Uhr, ARTE

Unterhaltsame und ungewöhnliche Multikulti-Komödie über das österreichisch-türkische Gegeneinander von 2016 – Regie: Wolfgang Murnberger, der zusammen mit seiner Frau Maria auch am Drehbuch mitgeschrieben hat. Im Grätzl rund um die Wiener Brunnengasse ist wieder so einiges los: Der Wiener Café-Besitzer Johann (Andreas Vitasek) und der türkische Geschäftsmann Mustafa Öztürk (Tim Seyfi) machen einander das Leben schwerer, als es eigentlich sein müsste. Ein gemeinsamer Fernsehauftritt von Johann und Mustafa eskaliert (Gastrolle von ORF-Moderatorin Barbara Karlich) – statt einem Beispiel gelungener Integration werden Handgreiflichkeiten serviert. Doch Johann hat seit Monaten keine Miete mehr bezahlt, und jetzt ist Schluss. Mustafa reicht die Räumungsklage ein. Mustafa hat allerdings keine Zeit, seinen Triumph auszukosten. Sein erzkonservativer Schwiegervater hat seinen Besuch angekündigt. Den Esel für das bevorstehende Beschneidungsfest von Mustafas Sohn Kemal hat der Schwiegervater bereits überbringen lassen. Nur, der Sohn will nicht beschnitten werden, und Mustafa hat sein Geschäft der Familie in der Türkei gegenüber viel größer dargestellt, als es tatsächlich ist. Einen Gesichtsverlust vor der Verwandtschaft aus Anatolien kann sich Mustafa nicht leisten. Also macht er dem bis zum Hals verschuldeten Johann einen Vorschlag, den der nicht ablehnen kann: Solange der Schwiegervater zu Besuch ist, soll er vorgeben, Mustafas Angestellter zu sein …

 

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