Wolfgang Wittenburg

 

° Autor

 

° Journalist

 

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PRESSEBÜRO


WITTENBURG


TV-Tipps für Mai 2024

„Tatort – Letzter Ausflug Schauinsland“, Mo., 20.5., 20.15 Uhr, ARD

Nächster Mittelmaß-„Tatort“ aus dem Schwarzwald: Dort sitzt Hansi Pagel (Rüdiger Klink) sitzt schon einige Jahre im Maßregelvollzug ein, verurteilt wegen Gewalt gegen seine Ehefrau Andrea (Angelika Richter) und die Kinder. In den Fokus der Kommissare Franziska Tobler (Eva Löbau) und (mit leichtem Schaden am Dach seines Hauses) Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) gerät er, als die Psychologin und psychiatrische Gutachterin Lisa Schieblon erdrosselt im Kofferraum ihres Wagens gefunden wird. Schieblon arbeitete an einem neuen Gutachten zu Pagels Persönlichkeitsstörung, von dem er selbst sich seine Freilassung versprach.

„Nord Nord Mord – Sievers sieht Gespenster“, Mo., 20.5., 20.15 Uhr, ZDF

Wiederholung vom 19.12.2022: Nächster Sylt-Krimi – und die sind meist sehenswert und haben hohe Quoten: Dieses Mal wird auf einem Spülfeld vor der Insel ein Koffer mit einer Leiche geborgen … Die junge Frau (mit nur einer künstlichen Wimper und grün-lackierten Fingernägeln) ist nur wenige Stunden zuvor ertrunken – jedoch nicht in der Nordsee, sondern in einer Badewanne mit Lawendel-Öl. Carl Sievers (Peter Heinrich Brix), Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) nehmen die Ermittlungen auf. Der „Tod in einer Badewanne“ erinnert Ina direkt an einen Fall, bei dem eine Escortdame so ertränkt wurde. Der Verdächtige Philipp Vandamm (Gastrolle: Henning Baum) kam mangels Beweisen ungestraft davon – und dieser Vandamm, Motivationstrainer für Männer, bereitet nach einer Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ausgerechnet auf Sylt sein Comeback vor. Und am Ende wird die Kamera grün zugestrichen …

„Narziss und Goldmund“, Mo., 20.5., 20.15 Uhr, ZDF

Wiederholung vom Mi., 16.11.2022, 20.15 Uhr, ZDF: Nun kommt der mit 110 Minuten Spielzeit überlange Kinofilm nach dem berühmten Roman von Hermann Hesse wieder im Puschenkino, obwohl die Bilder sicher auf der Leinwand noch besser wirken: Deutschland im Mittelalter. Zwei Leben: Während Narziss (Sabin Tambrea) sein Kloster nie verlässt, macht Goldmund (Jannis Niewöhner) elementare menschliche Erfahrungen in der Außenwelt: Schmerz, Todesangst, Rausch, Ekstase. Doch die beiden unterschiedlichen Männer verbindet ihr Leben lang ein tiefes Gefühl füreinander. Zunächst bringt ein zorniger Vater einen kleinen Jungen, Goldmund (jung: Jeremy Miliker, erwachsen: Jannis Niewöhner) in ein abgelegenes Benediktiner-Kloster. Der Junge ist aus einem Seitensprung entstanden, was der Mann nicht verzeihen kann. Er will das Kind, das Priester werden soll, nie mehr sehen. Ein anderer Junge, der Novize Narziss (jung: Oskar von Schönfels, erwachsen: Sabin Tambrea), beobachtet das Geschehen aus sicherer Distanz. Es bleibt nicht bei Distanz, sondern bald schon werden Narziss und Goldmund Freunde, stehen füreinander ein. Während Narziss sein Heil in klösterlicher Abgeschiedenheit, sogar Selbstgeißelung, sucht, hat Goldmund – und mit ihm eine Reihe der anderen Novizen – allzu menschliche Gelüste. Außerdem sucht Goldmund seine Mutter. Nur die verblassende Erinnerung ist ihm geblieben. Als er eine Wahrsagerin trifft, die scheinbar das Amulett seiner Mutter trägt, beflügelt dies seinen Wunsch, die Mutter wiederzufinden.

„Wie Hochsensible die Welt wahrnehmen“, Mi., 22.5., 20.15 Uhr, 3sat

Sollte sich in Gesellschaft und Arbeitswelt eine Kehrtwende abzeichnen? Geht es weg von Egoismus und Ellenbogenmentalität hin zu mehr Empathie und Wertschätzung? Diese Hoffnung für mehr Menschlichkeit macht die interessante 3sat-Dokumentation „Wie Hochsensible die Welt wahrnehmen“. Eingehend befasst sich der Film mit Hochsensibilität, und warum Menschen mit diesem Persönlichkeitsmerkmal für Gesellschaft und Arbeitswelt so bereichernd sind. Nach aktuellem Forschungsstand sind etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung hochsensibel – deshalb ist Kenntnis über diesen Wesenszug für alle hilfreich. Empathie statt Egoismus kann das wohltuende Fazit und hoffnungsvolle Signal für die Zukunft nach 50 Minuten Dokumentation „Wie Hochsensible die Welt wahrnehmen“ sein. Über ihren Antrieb sagt Henriette Maslo-Dangl, fest-angestellte Redakteurin und Regisseurin beim ORF (Österreichischer Rundfunk) in Wien : „Mir sind Diversität und Inklusion sehr wichtig! Ich habe bei diesen Dreharbeiten viele wunderbare, herzliche Menschen kennenlernen dürfen.“ Genau das transportiert ihr Film, denn viele Menschen, die von ihrer besonderen Persönlichkeitseigenschaft der Hochsensibilität wissen, können sehr gut damit umgehen und geben ihr Wissen auch gerne weiter. Was ist für die ORF-Redakteurin die Message? „Es ist einfach wichtig zu verstehen, dass es in jeder Gesellschaft Menschen unterschiedlicher Sensibilitätsstufen gibt, dass man das wertfrei sehen muss und dass diese Unterschiedlichkeit eine Bereicherung ist. Gegenseitiger Respekt eröffnet eine größere Bandbreite an Lösungsmöglichkeiten auch für die ganz großen handfesten Probleme unserer Zeit.“

„Da hilft nur beten“, Fr., 25.5., 20.15 Uhr, ARD

Wiederholung vom Fr., 3.2.2023, 20.15 Uhr, ARD: Leider eher nur Mittelklasse-Freitagsfilm: Alles beginnt mit einem Unfall – er im Luxusauto und sie auf dem Fahrrad: Denn er steht auf pompöse Marken-Inszenierungen, sie ist mit dem äußeren Schein längst durch – und doch sprühen nicht nur verbal die Funken zwischen dem zynisch auftretenden Werbeprofi und der idealistischen Ordensschwester. Für die junge Nonne Charlotte (Kristin Suckow) ist das strenge Klosterleben keine Einschränkung, sondern eine Befreiung von ihrem früheren Leben auf der Überholspur. Als der großspurige Werbeprofi Conrad (David Rott) auf einer Geschäftsreise in ihrem Kloster (gedreht wurde in der ehemalige Prämonstratenserabtei Rommersdorf bei Koblenz) strandet, fühlt sie sich in ihrer Entscheidung bestätigt. Die Äbtissin Katharina (Anja Karmanski) ebenso wie die sturmerprobte Schwester Hedi (Christine Schorn) sehen jedoch in dem ungebetenen Gast ein Geschenk des Himmels. Seine Marketingkünste könnten helfen, das Kloster aus den roten Zahlen zu führen und damit einen drohenden Verkauf abzuwenden.

„Das Quartett – Das Schweigen“, Sa., 25.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Oliver Feist
Foto: ZDF - Oliver Feist

Neuer, aber zu abtruser und mittelmäßiger Fall / Film aus Leipzig: Dort wird Julia, eine völlig verstörte junge Frau in einem Leipziger Vorstadtbahnhof aufgefunden. In ihren Armen: ihre tote und blutüberströmte Zwillingsschwester Anna. Der Mord an Anna Kuschke stellt „Das Quartett“ – Maike Riem (Anja Kling), Pia Walther (Annika Blendl), Christoph Hofherr (Shenja Lacher) und Linus Roth (Anton Spieker) – vor eine besondere Herausforderung. Ihre Schwester Julia könnte den entscheidenden Hinweis geben – doch sie ist traumatisiert und schweigt. Während Linus Roth versucht, das Vertrauen zur Hauptzeugin zu gewinnen, entdeckt „Das Quartett", dass die Schwestern einer sektenartigen Gemeinschaft rund um den bedrohlichen Guru Raphael Wegner (Torben Liebrecht) angehörten. Aber hier stößt Maike nur gegen Mauern aus Angst und Misstrauen. Die Gemeinschaft, die fernab der Gesellschaft isoliert im Leipziger Umland lebt, besteht überwiegend aus Frauen. Um den Fall zu lösen, müssen Maike Riem und ihr Team ihre eigenen Glaubenssätze überprüfen und sich selbst in die Höhle des Löwen begeben.

„Dunkle Wasser –Landkrimi“, Mo., 27.5., 20.15 Uhr, ZDF

Foto: ZDF - Philine Hoffmann
Foto: ZDF - Philine Hoffmann

Neuer und nächster Montagsfilm in Koproduktion mit Österreich: Die Leiche einer 17-Jährigen wird aus dem Mattsee gezogen. Der im gleichnamigen Ort aufgewachsene Chefinspektor Dorner übernimmt den Fall. Da er nach einem traumatischen Erlebnis mehrmals negativ im Dienst aufgefallen ist, wird ihm die junge Ermittlerin Alex als "Aufpasserin" zugeteilt. Schnell wird der Fall persönlich für Dorner. Die Tote ist die Tochter seiner Jugendfreundin. Seine Nähe zu den Beteiligten ist Alex nicht sehr geheuer, doch sie bringt auch Vorteile. Einer der Verdächtigen ist der Kleinkriminelle Max Kozak. Dorner ist überzeugt davon, dass Kozak der Mörder in seinem allerersten Fall war. Bewiesen werden konnte das aber nie. Bei einer Einvernahme kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall, der alles infrage stellt. Dorner muss nicht nur in seine eigene Vergangenheit eintauchen, sondern sich auch mit der düsteren Geschichte Mattsees auseinandersetzen. Und es gibt einiges, das er der zunehmend argwöhnisch werdenden Alex verschweigt. Doch aus den dunklen Wassern von Mattsee wird die Wahrheit ans Licht kommen.

„37 Grad: Gefährlicher Einsatz“, Di., 28.5., 22.15 Uhr, ZDF

Neuer und nächster Montagsfilm in Koproduktion mit Österreich: Die Leiche einer 17-Jährigen wird aus dem Mattsee gezogen. Der im gleichnamigen Ort aufgewachsene Chefinspektor Dorner übernimmt den Fall. Da er nach einem traumatischen Erlebnis mehrmals negativ im Dienst aufgefallen ist, wird ihm die junge Ermittlerin Alex als "Aufpasserin" zugeteilt. Schnell wird der Fall persönlich für Dorner. Die Tote ist die Tochter seiner Jugendfreundin. Seine Nähe zu den Beteiligten ist Alex nicht sehr geheuer, doch sie bringt auch Vorteile. Einer der Verdächtigen ist der Kleinkriminelle Max Kozak. Dorner ist überzeugt davon, dass Kozak der Mörder in seinem allerersten Fall war. Bewiesen werden konnte das aber nie. Bei einer Einvernahme kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall, der alles infrage stellt. Dorner muss nicht nur in seine eigene Vergangenheit eintauchen, sondern sich auch mit der düsteren Geschichte Mattsees auseinandersetzen. Und es gibt einiges, das er der zunehmend argwöhnisch werdenden Alex verschweigt. Doch aus den dunklen Wassern von Mattsee wird die Wahrheit ans Licht kommen.

„Die Kanzlei – Reif für die Insel“, Fr., 31.5, 20.15 Uhr, ARD

Wiederholung vom Fr., 25.2.2022, 20.15 Uhr, ARD: Dies ist der erste Spielfilm zur ARD-Dienstagsserie „Die Kanzlei“, aber leider ist er zu vorhersehbar und dadurch doch etwas langweilig: Bis Mitte September fanden auf der Ostseeinsel Fehmarn und in Hamburg die Dreharbeiten zur Spezial-Episode „Die Kanzlei – Reif für die Insel“ in Spielfilmlänge statt. Katrin Pollitt sagt nicht ohne Stolz: „Ich freue mich sehr über den Spielfilm zu ,Die Kanzlei‘!“ Da kommt es der Schauspielerin Recht, dass ihre Figur im Team um die TV-Rechtsanwälte Sabine Postel und Herbert Knaup eine Wandlung vollzogen hat: „Gudrun ist das grobe Stück Holz in der Konstellation der Figuren. Sie bringt die Tiere ins Tierheim, sie fährt mit dem Motorroller, sie trägt auch mal ein Klavier durch die Gegend. Für mich ist das eine große Freude beim Spielen“, so Karin Pollitt. Der Wandel von der burschikosen Raumpflegerin, hin zur beherzten Detektivin des Anwaltbüros ist für Pollitt ein wahres Geschenk: „Es hat mit Gudrun als kleiner Sidekick angefangen, damals hieß die Serie noch ,Der Dicke‘ und Dieter Pfaff war der Hauptdarsteller. Zuerst war es eine kleine und komische Nebenrolle, dann ist diese Figur aber zu meinem großen Glück eine schöne, große Rolle geworden.“

„Sweet Disaster“, Fr., 31.5., 20.15 Uhr, Arte

Erstsendung des ZDF-Films (von 2021): Nach einem Besuch bei ihren Eltern in Finnland trifft Frida (Friederike Kempter) am Flughafen den Piloten Felix (Florian Lukas), der gerade von seiner Freundin verlassen wurde. Sie teilen sich finnisches Roggenbrot und Champagner, verbringen einen zauberhaften Tag zusammen und werden ein Paar. Dann wird Frida unerwartet schwanger – und Felix geht zurück zu seiner Ex. Doch so einfach gibt Frida nicht auf. Hochschwanger versucht sie, Felix zurückzugewinnen, mit absurden Aktionen und Unterstützung vom Technik-Wunderkind Yolanda (Lena Urzendowsky). Yolanda liefert Frida mit selbst gebauten Drohnen und Kameras die nötige Spionage-Ausrüstung. Da ist das süße Desaster vorprogrammiert: Als Frida ihren Job verliert, das Arbeitsamt ihre Wohnung nicht bezahlen will und ihre Eifersuchtsattacke auf Felix' Freundin zu einer weiteren Katastrophe führt, schlittert sie schließlich ins Krankenhaus … Ein Film mit Beschreibung der Traumwelten der Hauptfigur Frida von Mut zu kreativer Absurdität und Überraschungsmomenten – nicht nur beim unerwarteten Gastauftritt von David Hasselhoff.

 

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