Wolfgang Wittenburg

 

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PRESSEBÜRO


WITTENBURG


Tages-Tipp: „Tatort – Borowski und die Angst der weißen Männer“, So., 7.3, 20.15 Uhr, ARD

Nicht zufällig läuft dieser Ausnahme-Krimi aus Kiel am Vorabend des Weltfrauentages: Auf einer Brachfläche in der Nähe eines beliebten Kieler Clubs wird morgens die misshandelte Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Die Videoüberwachung des Clubs liefert Klaus Borowski (Axel Milberg) und Mila Sahin (Almila Bagriacik) ziemlich bald einen Verdächtigen: Mario Lohse (sehr gut: Joseph Bundschuh). Der verschüchtert wirkende Außenseiter schaut sich regelmäßig im Internetforum des sogenannten „Pick-Up-Artists“ Hank Massmann (gut: Arnd Klawitter) frauenverachtende Videos an. Da Lohse kein stichhaltiges Alibi vorweisen kann, entscheiden sich Borowski und Sahin zu einer vorübergehenden Festnahme. Doch Borowski bemerkt bald Anzeichen, die die Tat in völlig anderem Licht erscheinen lassen: In unmittelbarer Nähe des Tatortes meint er eine in den weichen Boden getrampelte „14“ erkannt zu haben, ein Erkennungssymbol amerikanischer Neonazis. Dieser Krimi greift ein hochaktuelles Thema auf: Frauenfeindlichkeit funktioniert in der rechten Szene als „Einstiegsdroge“ in ein destruktives Menschenbild. Der Film rekonstruiert, wie die Gefahr aus dem Netz in reale Gewalt mündet.

 

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