Wolfgang Wittenburg

 

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PRESSEBÜRO


WITTENBURG


Tages-Tipp:  „Menopause – Frauen berichten“, Di., 25.6., 21.45 Uhr, Arte

Die Wechseljahre für Frauen sind ein großes Thema, oft aber wird darüber lieber der Mantel des Schweigens gehüllt. Von der Menopause, die gemeinhin mit Mitte 40 beginnt, spricht man, wenn eine Frau ihre Periode ein Jahr lang nicht mehr bekommen hat. Offen und ehrlich sprechen Frauen in der Arte-France-Dokumentation „Menopause – Frauen berichten“ am späteren Abend des 25. Juni in rund 50 Film-Minuten über die Lebensphase des Klimakteriums und ihre Lehren daraus. Mit Scharfsinn und Humor erzählten zwölf Französinnen meist in häuslicher Umgebung im Film der Pariser Regisseurin Julie Talon ihre persönlichen Geschichten und stellen generelle Fragen. Eigentlich sollten sich Frauen rund 50 Jahre nach der 1968er-Bewegung so akzeptieren, wie sie sind. Trotzdem ist die Menstruation immer noch tabu-behaftet und viele wagen es nicht zu sagen, wenn sie aufgrund ihrer mitunter sehr starken oder schmerzhaften Periode erschöpft sind. Auch Wellen von Traurigkeit, die durch Hormonveränderungen ausgelöst werden und manche monatlich überrollen, werden verschwiegen. Julie Talon ist selbst überrascht: „Als ich mit der Recherche begann, hätte ich mir nie vorstellen können, dass so viele mitmachen würden. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sagen würde, dass die Frauen, die in meinem Film mitwirken, mutig sind und doch ist es eindeutig der Fall.“ Mit Ausdauer und ohne Hast hinterfragt der Dokumentarfilm „Menopause – Frauen berichten“ gesellschaftliche Normen und zeigt Wege zu mehr Selbstliebe und Respekt auf. Autorin Talon möchte mit ihrem Film den Blick auf einen wichtigen Abschnitt in einem Frauenleben verändern. Der Schlusssatz, dieses auch fürs andere Geschlecht interessanten Films, gehört Benedicte Guichardon. Sie hat das Verstecken satt und sagt: „Der Vorteil beim Älterwerden ist, dass man spürt, dass alles vergeht, dass die Zeit vergeht. Seit mir das bewusst ist, denke ich: Ich habe nichts zu verlieren, ich will mein Leben ganz leben. Das bedeutet auch, dass man sich klar äußert, ja, nein, ich will nicht, ich will.“

 

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